Andritz-Geschäfte brummen: Ebit-Marge legt zu, Aktie steigt

Andritz-Geschäfte brummen: Ebit-Marge legt zu, Aktie steigt

Andritz-Chef Wolfgang Leitner

(Reuters) - Der österreichische Maschinen- und Anlagenbauer Andritz kehrt dank brummender Geschäfte mit der Autoindustrie wieder zu alter Ertragsstärke zurück. Im dritten Quartal stieg die operative Rendite (Ebita-Marge) auf 6,9 von 4,6 Prozent im Vorjahreszeitraum, wie die Firma am Donnerstag mitteilte. Damit ist auch das längerfristige Renditeziel von sieben Prozent wieder in Reichweite. Die Anleger schöpften daraufhin Vertrauen und griffen verstärkt zu Andritz-Aktien, die um bis zu sechs Prozent zulegten.

Der Gewinnzuwachs fiel auch deshalb so stark aus, weil im vergangenen Jahr hohe Rückstellungen für ein pannenreiches Großprojekt in Uruguay die Bilanz belasteten. Neben diesem Sondereffekt profitierte Andritz von den guten Geschäften der schwäbischen Tochter Schuler, die Metallpressen herstellt - etwa für Auto-Karosserieteile. Mit der Übernahme hatte sich der Konzern ein weiteres Standbein neben dem traditionellen Geschäft mit Anlagen für die Papierindustrie und Turbinen und Generatoren für Wasserkraftwerke aufgebaut.

Aber auch diese Geschäftszweige laufen gut: Andritz zog am Donnerstag einen Auftrag für drei Gezeitenströmungs-Turbinen für ein Kraftwerksprojekt vor der schottischen Küste an Land. Es sei die weltweit erste Order für die kommerzielle Nutzung von Turbinen dieser Art, erklärten die Baader-Bank-Analysten. Die Turbinen werden am Meeresgrund angebracht und durch Ebbe und Flut angetrieben.

Im Sommerquartal von Juli bis September stieg der Auftragseingang um vier Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebita) legte um 44 Prozent auf 101 Millionen Euro zu.

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