Aktientipp: 3 Branchen, die vom niedrigen Ölpreis profitieren

Autofahrer jubeln über sinkende Ölpreise, doch auch Anleger können sich freuen. Aktien von Airlines, Autoherstellern und der chemischen Industrie profitieren.

Aktientipp: 3 Branchen, die vom niedrigen Ölpreis profitieren

Den Chefs der großen Öl-Multis ist alles andere als zum Lachen zumute. Die OPEC-Staaten haben den Ölpreis weiter auf Talfahrt geschickt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 42,75 Dollar. Nur mehr zwei Drittel so viel wie vor einem Jahr. Doch so schlimm die Situation für die Aktien der Erdöl-Multis ist, andere Papiere werden durch den niedrigen Ölpreis steigen: Fluglinien-,Hersteller großvolumiger Autos und die Chemieindustrie zählen zu den unmittelbaren Profiteuren eines niedrigen Ölpreises.

1. Der stark gesunkene Kerosinpreis beflügelt Airline-Aktien

Fluglinien profitieren ganz unmittelbar vom niedrigen Ölpreis. Sie sichern sich zwar üblicherweise mit Termingeschäften gegen Preisveränderungen ab, aber die Kosten für diese Hedgings werden jetzt deutlich niedriger. Besonders die Billigfluglinien werden nun profitieren. Bei ihnen betragen die Ausgaben für Kerosin 40 Prozent der gesamten Kosten. Bei herkömmlichen Airlines sind es auch immer noch 30 Prozent.

2. Hersteller großvolumiger Autos profitieren vom niedrigen Benzinpreis

Amerika ist das Land der SUVs, der riesigen Pickups und Geländewagen, ausgestattet mit einem großvolumigen Motor, bei dem ein niedriger Benzinverbrauch nicht unbedingt das wichtigste Kriterium ist. Nun machen die weiter sinkenden Treibstoffpreise die Benzinschlucker für neue Käufer attraktiver.

3. Der niedrige Ölpreis senkt die Kosten in der chemischen Industrie

Deutschlands chemische Industrie benötigt mit 16 Millionen Tonnen Rohbenzin rund ein Siebentel des gesamten Erdölverbrauchs des Landes - somit profitiert die Branche vom niedrigen Ölpreis. Besondere Vorteile durch den niedrigen Ölpreis hat der Schweizer Chemiekonzern Clariant. Er stellt Spezialprodukte wie chemische Katalysatoren her. Sie sind in vielen Fertigungsprozessen unabdingbar. Anders als die Bosse der Erdölmultis hat Clariant-Chef Hariolf Kottmann jetzt Grund zur Freude: "Unsere Produkte sind so gefragt, dass wir die gesunkenen Kosten nicht weitergeben müssen."

Lesen sie den ganzen Artikel in Format Nr. 50/2015
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