Air Berlin-Tochter Niki fliegt höheren Gewinn ein

Air Berlin-Tochter Niki fliegt höheren Gewinn ein

Die Töchter von AirBerlin profitieren vom Lufthansa-Streik

Die österreichischisch AirBerlin-Tochter Niki hat im Geschäftsjahr 2014 ihren Gewinn mehr als verdoppelt. Der Umsatz ist gesunken. Die Österreich-Tochter profitiert besonders vom Lufthansa-Streik. Mit heurigem Jahr wurde die Verrechnung von Niki mit der Mutter bilanztechnisch umgestellt.

Wien/Berlin Die angeschlagene deutsche Fluggesellschaft Air Berlin lobt ihre Töchter in Österreich und der Schweiz. "Unsere beiden Tochtergesellschaften FlyNIKI und Belair (...) schreiben Gewinne", erklärte Air-Berlin-Chef am Dienstagabend in der Presseaussendung zu den Ergebnissen nach dem Sommerquartal. Konkrete Zahlen nannte er nicht. Laut Firmenbuch schrieb Niki 2014 einen Nettogewinn von 2,8 Mio. Euro.

Die Umsatzerlöse von Niki sind hingegen im Jahr 2014 auf 455,7 Mio. Euro geschrumpft, nach 457,1 Mio. Euro im Jahr 2013. Unterm Strich hat sich der Jahresgewinn aber auf 2,8 Mio. Euro mehr als verdoppelt, nach 1,2 Mio. Euro Überschuss im Jahr davor. Die Umsatzrendite lag allerdings nur bei 0,62 Prozent. 2014 blieben bei einem 100-Euro-Ticket gerade mal 62 Cent Gewinn übrig.

Wie aus dem Niki-Jahresabschluss hervorgeht, wurde 2015 die Verrechnung mit dem Mutterkonzern Air Berlin umgestellt, was zu anderen Zahlungszeitpunkten führe. "Zur Sicherstellung dieser Zahlungen hat die Air Berlin PLC der NIKI Luftfahrt GmbH eine Patronatserklärung gegeben", heißt es darin. Im August 2015 hat Niki zudem einen Airbus A320 verkauft und zurückgemietet.

Laut dem Ergebnisverwendungsbeschluss blieb der Gewinn 2014 in der Niki Luftfahrt GmbH. Der Bilanzgewinn in der Höhe von 30,2 Mio. Euro sei auf neue Rechnung vorgetragen worden. Damit schlummern in der österreichischen Air-Berlin-Tochter Millionenbeträge, während der Gesamtkonzern seit mittlerweile zwei Jahren ein negatives Eigenkapital ausweist.

Air Berlin schnuppert Erfolgsluft

Air Berlin - nach Eigenangaben die sechstgrößte Fluggesellschaft Europas - hat im dritten Quartal schwarze Zahlen geschrieben. Umsatz und Gewinn lagen in etwa auf dem Vorjahresniveau. Wie die Gesellschaft mitteilte, betrug das operative Ergebnis (Ebit) 81,4 Mio. Euro nach 74,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 56,2 Mio. Euro.

Air Berlin setzt im Zuge des Konzernumbaus auf Langstreckenflüge vor allen nach Übersee. "Wir bauen unser Engagement dort aus, wo wir im bestehenden Wettbewerbsumfeld Marktanteile gewinnen können", sagte Konzernchef Stefan Pichler am Mittwoch in Berlin bei der Vorlage der neuen Strategie. Künftig wolle man etwa Nonstopflüge zu drei neuen Zielen in den USA sowie in Kuba anbieten. Zudem wolle man durch die geplante engere Zusammenarbeit mit Alitalia den Flugverkehr von Deutschland und Österreich nach Italien weiter ausbauen.

Ziel der neuen Strategie sei es, Kosten zu sparen und zugleich den Umsatz zu steigern, betonte Pichler. "Dadurch soll bis Ende 2018 eine operative Ergebnisverbesserung von 310 Millionen Euro erzielt werden." Derzeit profitiere Air Berlin vom Lufthansa -Streik, sagte Pichler.

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