Ade, Schweiz: Ausverkauf an der Züricher Börse

An der Schweizer Börse herrscht Ausverkaufsstimmung. Die Anleger sind sehr vorsichtig und meiden Risiken.

Ade, Schweiz: Ausverkauf an der Züricher Börse Ade, Schweiz: Ausverkauf an der Züricher Börse

An der Schweizer Börse herrscht Ausverkaufsstimmung. Seit Anfang August ist der Swiss Market Index SMI von 9537 Punkte auf aktuell 8311 Punkte abgerutscht, und alles deutet darauf hin, dass der Abwärtstrend noch länger anhält.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Händler wie etwa Stephan Sola vom Broker KeplerCheuvreux wissen, dass viele Anleger sehr vorsichtig sind und Risiken meiden. "Es ist aber ein sehr gesitteter Rückzug. Panik ist bisher kaum auszumachen", sagt Sola im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Am Montag hatte der seit Anfang August strauchelnde SMI weitere 1,5 Prozent verloren.

Der Swiss Market Index im 6-Monats-Verlauf: Seit August auf Talfahrt.

Ein weiterer Hinweis auf die Risikoaversion am Markt ist auch der geplatzte Börsengang der Medizintechnikfirma Symetis<IPO-SYMS.S>. Der Hersteller künstlicher Herzklappen wollte bei Anlegern 80 Millionen Franken einsammeln, hat den Gang aufs Parkett angesichts des widrigen Umfeldes vorerst aber auf Eis gelegt.

Abwarten und verkaufen

Die stärksten Verluste unter den Standardwerten verzeichneten die Actelion-Aktien. Das Biotechnologie-Unternehmen büßte 2,1 Prozent an Wert ein, nachdem die ganze Branche in den vergangenen Tagen deutliche Einbussen verzeichnet hatte. Händler verwiesen auf den US-Branchenindex, der seit dem Höchststand im Juli um fast 30 Prozent eingebrochen ist. "Das Motto bei vielen Anleger ist: Jetzt nur noch defensiv", erklärte ein Händler die Verluste bei den hoch bewerteten und als riskant geltenden Biotech-Werten. Besser schlugen sich die Titel der Pharmakonzerne Novartis und Roche, die jeweils gut ein Prozent einbüßten.