Absatzrekord beschert Daimler einen Milliardengewinn

Absatzrekord beschert Daimler einen Milliardengewinn
Absatzrekord beschert Daimler einen Milliardengewinn

Daimlers Mercedes-Stern leuchtet hell.

Weder der flaue Automarkt in China noch Schwächen im Lkw-Geschäft konnten den deutschen Autohersteller Daimler im dritten Quartal bremsen. Der Konzernumsatz stieg um 13 Prozent auf 37,3 Milliarden Euro, der operative Konzerngewinn um knapp ein Drittel auf 3,7 Milliarden Euro. Im Kerngeschäft mit Autos lag die operative Marge - also der Anteil vom Gewinn am Umsatz - erneut über der Zielmarke von zehn Prozent. Lediglich das Lkw-Geschäft in Lateinamerika schwächelt.

Daimler hat dank Spitzenwerten bei den Verkaufszahlen seinen Betriebsgewinn kräftig gesteigert. In der Kernsparte Mercedes-Benz zog das operative Ergebnis (Ebit) aus dem laufenden Geschäft von Juli bis September um 34 Prozent an auf 2,161 Milliarden Euro, heißt es beim Autokonzern. Die Marge im Pkw-Geschäft blieb mit 10,4 Prozent über der Zielmarke von zehn Prozent. Vorstandschef Dieter Zetsche wertete dies als Beweis, "dass wir die richtige Strategie verfolgen und mit den richtigen Produkten sowie Technologien unterwegs sind".

Im zweiten Quartal hatten die Schwaben erstmals seit Jahren wieder eine zweistellige Marge erreicht - ein Wert, den Konkurrenten wie BMW und Audi schon lange einfuhren. Mercedes glänzte dank zahlreicher neuer Modelle zuletzt mit immer neuen Absatzrekorden. Anders als bei der Konkurrenz brummt bei den Schwaben das Geschäft in China. Während Audi und BMW dort wegen der Marktschwäche Federn gelassen haben, glänzt Mercedes-Benz mit Spitzenwerten bei den Verkaufszahlen und stockt seine Produktionskapazitäten in China auf.

Anleger hofften auf noch bessere Zahlen

Trotz einer kräftigen Steigerung des Betriebsgewinns haben die Anleger am Donnerstag die Finger von Daimler gelassen. Die Aktien verloren bis zu 3,1 Prozent auf 71,43 Euro und waren damit der schwächste Dax -Wert. "Die Zahlen für das dritte Quartal waren ohne Frage gut, aber für einige am Ende doch nicht gut genug", sagte ein Börsianer. Vor allem angesichts der gut laufenden Geschäfte in China habe sich so mancher Anleger noch mehr erhofft. "Die Investoren nutzen die Gelegenheit nun, um Kasse zu machen." Seit Monatsbeginn haben Daimler knapp 14 Prozent an Wert zugelegt, der Dax kommt im selben Zeitraum nur auf ein Plus von sechs Prozent.

In der Volksrepublik, dem größten Pkw-Markt der Welt, wird sich der Kampf um die Krone im Premiumsegment maßgeblich entscheiden. "Wir werden alles dafür tun, um Daimler in die Spitzenposition zu bringen", sagte Zetsche. Die Stuttgarter wollen bis 2020 BMW als führenden Premiumhersteller der Welt ablösen.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Daimler den Ausblick, wonach die Erlöse und das Ebit aus dem laufenden Geschäft 2015 deutlich steigen sollen. Gemeint ist damit ein Plus von mindestens zehn Prozent. Der Konzernumsatz von Daimler legte im dritten Quartal um 13 Prozent zu auf 37,276 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging um zwei Prozent zurück, allerdings war im Vorjahr ein hoher Sondereffekt aus dem Verkauf des Anteils am Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems enthalten. Bezogen auf das laufende Geschäft kletterte der operative Konzerngewinn um 31 Prozent auf 3,657 Milliarden Euro.

Lkw-Geschäft schwächelt

Für die Truck-Sparte nahmen die Schwaben indes die Prognose zurück: Hier rechnet Daimler nur noch mit einer leichten Absatzsteigerung, bisher wurde ein deutliches Plus erwartet. Das Lkw-Geschäft schwächelte wegen der Schwierigkeiten auf dem lateinamerikanischen Markt. Auch für die weltweite Pkw-Nachfrage äußerte sich der Konzern erneut weniger zuversichtlich: Daimler geht jetzt nur noch von einem Marktvolumen in der Größenordnung des Vorjahres aus, vor allem wegen der Schwäche in weltgrößten Pkw-Markt China. Zuletzt hatten die Stuttgarter für die weltweite Pkw-Nachfrage noch ein Plus von zwei Prozent angenommen. Dennoch erwartet Daimler weiterhin, das die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars ihren Absatz im laufenden Jahr deutlich steigern wird.

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