Riksbank sieht in Australien eine "gute Risikodiversifizierung"

Riksbank sieht in Australien eine "gute Risikodiversifizierung"

Die schwedische Zentralbank hat australische Anleihen in ihr Reserveportfolio aufgenommen, um von den dortigen höheren Renditen zu profitieren. Im Gegensatz dazu meidet die Notenbank Papiere aus der Schweiz und Japan, wo sich das Zinsniveau nahe Null bewegt.

Nachdem sie spanische Bonds abgestoßen und den größten Teil der italienischen Papiere verkauft habe, um sich gegen die Schuldenkrise in Europa zu wappnen, habe die Notenbank die nötigen Anpassungen bei ihren Reserven von 408 Milliarden Kronen (48 Milliarden Euro) vorgenommen, erklärte Göran Robertsson, stellvertretender Leiter Asset Management bei der Riksbank, am Dienstag in einem Telefoninterview.

Australien stelle eine “gute Risikodiversifizierung” dar, da die Volkswirtschaft sich von der in Europa unterscheide und außerdem relativ hohe Zinsen ausweise, führte er aus. “Die Schweiz hat seit sehr langer Zeit ein extrem niedriges Zinsniveau. Aus dem gleichen Grund halten wir keine japanischen Anleihen, weil die Zinsen dort bei Null waren - das war kein guter Ort für Investments.”

Ernsthaftes Risiko in Europa – Spanien und Italien verkauft – Österreich und Belgien gekauft

Die schwedische Zentralbank hat das Risikoprofil ihrer rekordhohen Devisenreserven verändert. Seit Beginn der weltweiten Finanzkrise vor fünf Jahren haben sich die Reserven der Riksbank fast verdoppelt.
Im vergangenen Sommer verkaufte die Riksbank ihre letzten 1,8 Milliarden Kronen an spanischen Staatsanleihen, ihre Bestände an italienischen Bonds hat sie fast vollständig abgebaut. Die Position bei australischen Anleihen verdoppelte sie annähernd von 10,4 Milliarden Kronen Ende 2012 auf 20,5 Milliarden Kronen oder 5,6 Prozent des gesamten Reservevolumens Ende April.

“Wir haben ein ernthaftes Risiko” in Europa gesehen und daher habe die Bank 2010 mit dem Verkauf von Anleihen aus Spanien und Italien begonnen, erläuterte Robertsson. Zunächst habe man vor allem deutsche Papiere erworben, aber in letzter Zeit die Käufe auf Belgien und Österreich ausgeweitet.

Auch der Anteil von US-Anleihen ist gestiegen und lag Ende April bei 52,8 Prozent der Riksbank-Reserven. Ende 2008 machten US-Papiere nur 30 Prozent des Portfolios aus. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil von Anleihen aus der Eurozone von etwa 50 Prozent auf 35 Prozent gefallen.
“Das hat mit Lehren aus der Finanzkrise zu tun”, beschrieb Robertsson. “Schwedische Banken leihen sich eine Menge Dollar”, und “wenn es in Europa Probleme gibt, transferieren US-Anleger ihre Gelder in die USA zurück und es kommt zu einem Mangel an Dollars in Europa.”

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