Kein Witz: Euro-Rettungsschirm kauft zuerst gesunde Anleihen

Kein Witz: Euro-Rettungsschirm kauft zuerst gesunde Anleihen

Dafür stehen dem Stabilitätsmechanismus seit wenigen Wochen 32 Mrd. Euro zur Verfügung, 900 Mio. Euro davon aus Österreich.

„Die erste Tranche ist von ausnahmslos allen Mitgliedsländern zeitgerecht eingezahlt worden“, sagte Regling. Wie viel davon schon ausgegeben worden ist, wollte er nicht spezifizieren. Man wolle mit den Käufen die Märkte „nicht stören“.

Bei dem Geld handelt es sich um das eingezahlte Kapital, das im Jahr 2014 80 Mrd. Euro erreichen soll. Das Kapital wird in "AAA"-oder "AA"-gerateten Anleihen von Staaten und zu einem kleineren Teil in Bonds kreditwürdiger internationaler Organisationen investiert. Die Anleihen würden nicht direkt für künftige Hilfsprogramme verwendet, „wir rühren das nicht an“, erklärte Regling bei einer Veranstaltung der RZB in Wien.

Irland und Portugal "Erfolgsgeschichten"

Die Problemländer hätten bereits die Hälfte ihres Reformwegs hinter sich, meint man im ESM. „Irland und Portugal sind Erfolgsgeschichten“, Griechenland die „große Ausnahme“. Der ebenfalls anwesende ÖGB-Präsident Erich Foglar widersprach. Erzielte Fortschritte seien „ausschließlich durch die Zerstörung der Löhne“ der Beschäftigten in den Problemländern zustandegekommen.

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