Italien holt sich 10 Milliarden Euro von Kleinanlegern

Das Zeichnungsvolumen ist damit höher als bei den beiden zuvor aufgelegten Bonds zusammen. Die Zeichnungsfirst endet am heutigen Donnerstag um 17.30 Uhr.

Italien holt sich 10 Milliarden Euro von Kleinanlegern

Der italienische Staat besann sich auf seine Bürger, die zu den eifrigsten Sparern in Europa zählen, um seine Finanzierungsbasis zu diversifizieren, weil die ausländischen Anleger wegen der Ausweitung der Schuldenkrise in der Eurozone das Weite suchten.

Die dritte Kleinanleger-Emission trifft zusammen mit Anzeichen, dass die Versicherung der Europäischen Zentralbank, den Euro zu erhalten, eine Rückkehr des ausländischen Kapitals ausgelöst hat.

Italiens Inflations-Linker kommen für dieses Jahr auf einen Ertrag von 23 Prozent und sind auf dem Weg, die beste Entwicklung seit mindestens 2004 abzuliefern. “Es signalisiert, dass die Italiener großes Vertrauen in ihr Land haben und ist eine großartige Antwort auf die Spekulationen in Europa”, sagte Mario Spreafico, verantwortlich für die Kapitalanlagen bei Schroders Private Banking in Mailand.

Das Finanzministerium bot die vierjährige Anleihe mit einem Mindestkupon von 2,55 Prozent an. Investoren, die die Papiere bis zur Fälligkeit 2016 halten, erhalten einen Bonus von 0,4 Prozent. Der Nominalwert der Anleihe wird garantiert, selbst im Falle einer Deflation. Für den Erwerb der Bonds werden keine Kommissionen berechnet.

Bei der ersten Emission der Kleinanleger-Anleihe im März wurde ein Volumen von 7,3 Mrd. Euro platziert, bei der zweiten Emission im Juni konnten dagegen nur Papiere im Volumen von 1,7 Mrd. Euro untergebracht werden.