Griechenland hat ein neues Milliarden-Problem

Griechenland hat ein neues Milliarden-Problem

Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Euro-Zonen-Kreisen erfuhr, geht es um Verzögerungen beim Umtausch bestimmter griechischer Anleihen, auf den sich die internationalen Gläubiger im vergangenen Jahr geeinigt hatten.

Ein Vertreter Griechenlands sagte, einige Zentralbanker seien besorgt, dass dieser Schritt als Staatsfinanzierung angesehen werden könnte. Derartige direkte Zahlungen sind der Europäischen Zentralbank verboten. Sie gehört mit den Euro-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds zur Gläubigertroika, die Griechenland vor der Staatspleite bewahrt.

"Wir haben unsere Verpflichtungen erfüllt, jetzt sind unsere Gläubiger an der Reihe", hieß es aus Griechenland. Durch den Umtausch der Anleihen sollte der Staat in diesem und im kommenden Jahr insgesamt 3,7 Milliarden Euro und zwischen 2015 und 2016 etwa 1,9 Milliarden Euro sparen.

Die Finanzlücke könnte das gesamte Hilfsprogramm für Griechenland gefährden, weil nach IWF-Regeln die Finanzierung eines Landes ein Jahr im Voraus gesichert sein muss, damit sich der Fonds weiter engagieren kann. Bereits im Mai hatte der IWF gewarnt, dass sich in der zweiten Jahreshälfte 2014 eine Lücke von vier Milliarden Euro auftun könnte, die schnell geschlossen werden müsse. Der Vertreter Griechenlands erklärte nun, dass die Regierung in Athen und die Euro-Zone an einer "technischen" Lösung arbeiteten.

Die Geldnot Griechenlands könnte sich noch weiter verschlimmern, weil Staatsunternehmen nicht so schnell privatisiert werden wie erhofft. So konnte für das Gasunternehmen Depa kein Käufer gefunden werden.

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