EZB-Plan wirkt

EZB-Plan wirkt

Nach überraschend gut ausgefallenen Exportzahlen aus Deutschland haben sich die deutschen Bundesanleihen am Freitag für die Abwärtsrichtung entschieden. Auch Treasuries gaben nach, während die Nachfrage nach Staatsanleihen der Euro-Peripherie hoch blieb.

Grund für die höhere Risikoneigung war die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Donnerstag, unbegrenzt Staatsanleihen der Euro-Krisenstaaten aufzukaufen.

Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg zuletzt um vier Basispunkte auf 1,59 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel um 30 Basispunkte auf 139,87 Prozent.

Die deutschen Exporte, die eine wichtige Stütze der größten Volkswirtschaft der Eurozone sind, stiegen im Juli überraschend um 0,5 Prozent zum Vormonat, während von Bloomberg News befragte Ökonomen einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet hatten. Am Mittag werden zudem die Produktionsdaten aus Deutschland veröffentlicht; hier rechnen Ökonomen mit einer Stagnation.

Am Markt für US-Staatsanleihen gingen die Kurse ebenfalls zurück. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries stieg um drei Basispunkte auf 1,71 Prozent. Der 30-jährige Longbond rentierte mit 2,83 Prozent um drei Basispunkte höher.

“Wir erwarten einen Anstieg der Renditen bei den Treasuries”, sagte Stratege Yoshinori Shigemi von RBS Securities Japan Ltd. in Tokio. Nachdem sich die EZB zu Bondkäufen entschlossen hat, “sehen wir eine größere Wahrscheinlichkeit, dass das risikofreudige Umfeld anhalten wird”, fügte er hinzu.

Bei den zehnjährigen Staatsanleihen von Italien, Spanien und Portugal gab es dagegen teils deutliche Kursgewinne. Bei den Italien-Bonds mit Fälligkeit 2022 fiel die Rendite zuletzt um 18 Basispunkte auf 5,08 Prozent, während sich jene des portugiesischen Pendants um sechs Basispunkte auf 8,64 Prozent verringerte.

Spanische Papiere mit zehn Jahren Laufzeit rentierten zuletzt sogar um 34 Basispunkte niedriger bei 5,69 Prozent. Damit lag die Rendite erstmals seit Mai wieder unter der Marke von sechs Prozent. Am 25. Juli war die Rendite auf 7,75 Prozent geklettert und hatte damit den höchsten Stand seit Einführung des Euro verzeichnet.

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