Die Banque de France liefert Verbriefungsplanmuster für die EZB

Die Banque de France liefert Verbriefungsplanmuster für die EZB

Die französische Notenbank will Banken dabei helfen, über die Schaffung von Zweckgesellschaften Kredite an Unternehmen in handelbare Wertpapiere zu bündeln.

Die Europäische Zentralbank sucht nach Wegen, den Kreditfluss an kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) zu verbessern. Daher könnte das von der Banque de France im Juli letzten Jahres begonnene Projekt eine Lösung darstellen, sagte Alexandre Gautier, Leiter der Marktabteilung der Banque de France, in einem Telefoninterview.

Die Rede ist von dem Vorhaben der französischen Notenbank. Diese will mit der Schaffung von Zweckgesellschaften Kredite an Unternehmen in handelbare Wertpapiere bündeln und damit die Kreditvergabe an KMU verbessern. Im Idealfall würden auf diese Weise Wertpapiere geschaffen, die als Sicherheiten bei den Refinanzierungsgeschäften der EZB akzeptiert würden.

Ziel: Derzeitiges System vereinfachen

Zwar können Banken derzeit KMU-Kredite verbriefen und sie als Sicherheiten bei der EZB verwenden, aber das Verfahren ist kompliziert und nicht zentralisiert.

“Wir wollen ein Instrument schaffen, dass sehr einfach und sehr transparent ist”, erläuterte Gautier. “Wir möchten gerne, dass diese Sicherheiten im Eurosystem zentralbankfähig sind, aber das ist keine Bedingung. Wir werden alleine voranpreschen, wenn wir zeigen müssen, dass es machbar ist.”

Das Projekt der französischen Notenbank beinhaltet auch die Schaffung eines privatwirtschaftlichen Unternehmens, um die bestehenden Kredite an KMU zu bündeln und dann neue, handelbare Wertpapiere zu begeben.

Die gegenwärtigen Pläne sehen vor, dass die teilnehmenden Banken gleiche Anteile an der Gesellschaft halten und dass die erste derartige Gesellschaft fünfjährige Anleihen begeben soll.

Refinanzierung soll erleichtert werden

Ziel ist es, den Banken die Refinanzierung bestehender Kredite zu erleichtern und für sie Anreize zu schaffen, Kredite an kleine Unternehmen herauszureichen. Das wäre insbesondere der Fall, wenn die neuen Wertpapiere als Sicherheiten bei der EZB zugelassen wären, erklärte Gautier.

“Die Banken waren sehr interessiert, sagten aber, um es wirklich attraktiv zu gestalten, sollten jegliche Wertpapiere bei der Refinanzierung im Eurosystem als Sicherheiten zugelassen sein, so dass sie im Falle einer Krise liquide wären”, berichtete Gautier. “Das streben wir nun an.”

EZB-Präsident Mario Draghi hatte am 2. Mai gesagt, dass die Währungshüter Konsultationen mit anderen europäischen Institutionen in Bezug auf Initiativen zur Förderung von Krediten an KMU im Euroraum über die Verwendung von forderungsbesicherten Papieren starten werden.

Gautier möchte, dass das französische Programm bis zum dritten Quartal umgesetzt ist. Die Banque de France würde die Papiere am liebsten von internen Zentralbanksystemen oder dem Internal Ratings-Based-Ansatz unter Federführung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich bewerten lassen, so Gautier. “Wir würden gerne die Abhängigkeit von den Ratingagenturen verringern, aber das ist nicht unbedingt leicht”, sagte er.

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