"Das ist gut für die Steuerzahler"

"Das ist gut für die Steuerzahler"

Bei der heutigen Parallelauktion von zwei Bundesanleihen wurde erneut ein Allzeit-Rekordzinstief erzielt. "Das ist gut für die Steuerzahler", sagte die Chefin der Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA, Martha Oberndorfer, zur APA. Konkrete Zahlen zur Zinsersparnis für den heimischen Staat im laufenden Jahr wollte Oberndorfer vorerst nicht nennen.

Die von den Investoren akzeptierte durchschnittliche Emissionsrendite bei der Aufstockung einer zehnjährigen Staatsanleihe markierte mit 1,706 Prozent ein neues Rekordtief. Zu Jahresbeginn lag die Auktionsrendite für dieses Papier noch bei 3,4 Prozent. Auch bei der Auktion einer siebenjährigen Emission konnte mit 1,021 Prozent ein neuer historischer Tiefstand verzeichnet werden. Bei der Juni-Auktion musste der Bund für diese Laufzeit noch 2,0 Prozent bieten. Beide Zinssätze liegen auch erneut unter den aktuellen jeweiligen Sekundärmarktzinsen.

"Das Interesse war sehr groß", kommentierte die ÖBFA-Chefin die Anleihenauktionen. Die Papiere waren 2,6-fach überzeichnet, keine heimische Bank kam diesmal zum Zug. Das "Standing" Österreichs bei Investoren habe sich gefestigt, unter anderem wegen der "guten Wirtschaftszahlen" im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, betonte Oberndorfer. Der Zinsabstand (Spread) zu Deutschland belief sich auf 35 Basispunkte (0,35 Prozentpunkte).

Österreich wird sich 2013 bis zu 30 Milliarden besorgen

Die Republik Österreich wird 2013 erneut zwischen 27 und 30 Mrd. Euro aufnehmen. Davon sind laut ÖBFA 6,3 Mrd. Euro für das geplante Defizit vorgesehen. Die traditionell im Jänner syndizierte Anleihe könnte möglicherweise wegen geänderten Cashflows später auf den Markt gebracht werden.

Wie geplant wurden die zwei Bundesanleihen um 1,1 Mrd. Euro aufgestockt, davon 1 Mrd. Euro direkt über den Kapitalmarkt, den Rest nahm die ÖBFA in die eigenen Bücher. Die zehnjährige Emission (3,40% BA 2012-2022/2) wurde um 550 Mio. Euro auf nunmehr 7,18 Mrd. Euro aufgestockt, davon 500 Mio. Euro über den Kapitalmarkt. Die durchschnittliche Emissionsrendite lag mit 1,706 Prozent unter dem aktuellen Sekundärmarktzins für zehnjährige Bundesanleihen, der Dienstagmittag bei etwa 1,727 Prozent lag. Die siebenjährige Emission (1,95% BA 2012-2019/3) wurde ebenfalls um 550 Mio. Euro auf 5,46 Mrd. Euro erhöht. Auch bei dieser Auktion konnte mit 1,021 Prozent ein unter dem aktuellen Sekundärmarktzins von 1,005 Prozent liegende durchschnittliche Emissionsrendite erzielt werden.

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