Das irre Billionen-Spiel der US-Notenbank

Das irre Billionen-Spiel der US-Notenbank

Der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Ben Bernanke, wird demnach monatlich weiterhin Hypothekenanleihen im Umfang von 40 Mrd. Dollar und Treasuries im Volumen von 45 Mrd. Dollar kaufen, erwarten die 44 befragten Ökonomen.

Einige Fed-Mitglieder warnen aber bereits, dass die beispiellose Ausweitung der Bilanz der Notenbank die Maßnahmen zur geldpolitischen Straffung, wenn diese nötig ist, beeinträchtigen werden.

“Um zu dem Punkt zu gelangen, an dem Bernanke aufhören würde, muss eine Reihe guter, solider Wirtschaftsindikatoren vorliegen” und dies sei dieses Jahr nicht zu erwarten, sagt Eric Green, weltweiter Leiter Zinsen und Devisenanalyse bei TD Securities in New York und früherer Ökonom bei der Fed von New York.

„Die Fed hält jetzt schon ein Viertel aller US-Staatsanleihen“, erinnert Elke Speidel-Walz von der Deutschen Bank. Die entscheidende Frage sei, wie lange die Notenbanker noch so agieren können.

Der Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed wird nach Einschätzung der befragten Ökonomen feststellen, dass der Nutzen des Bondkaufprogramms jegliche Inflationsgefahr oder jegliches Risiko für die Finanzstabilität übersteigt und dann seine Zusage zu den Bondkäufen bekräftigen. Die zweitägige Fed-Sitzung beginnt am Dienstag. Bernanke hatte gesagt, er werde die Bondkäufe so lange fortsetzen, bis sich am Arbeitsmarkt eine deutliche Verbesserung zeige.

Die Fed hat eine zuversichtlichere Haltung im Hinblick auf die Konjunktur als Ökonomen in einer separaten Bloomberg- Umfrage. Während die FOMC-Mitglieder für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum in den USA von 2,3 Prozent bis drei Prozent prognostizieren, gehen die Ökonomen im Median von zwei Prozent Wachstum aus.

“Die Wirtschaft wird nicht in der Lage sein, ein Wachstum von mehr als zwei Prozent zu erzeugen”, da Gegenwind von der Erhöhung von Bundessteuern und dem schwachem Weltwirtschaftswachstum komme, sagt Green.

Bondkäufe schaffen keine Arbeitsplätze

Die von Bloomberg befragten Ökonomen sind auch nicht sehr optimistisch, was die Reduzierung der Arbeitslosenrate von 7,8 Prozent angeht. 57 Prozent sagen, durch die Bondkäufe würden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen.

Der Anteil der Befragten, der die Geldpolitik der Fed als “etwas zu locker” bezeichnet, stieg von 27 Prozent vor dem FOMC-Treffen im Dezember auf nunmehr 40 Prozent.

Bei der FOMC-Sitzung im Dezember war das Gremium in der Frage, wie lange die Bondkäufe noch fortgesetzt werden sollten, gespalten. Etwa die Hälfte der Teilnehmer war dafür, die Anleihenkäufe bereits Mitte 2013 zu beenden, die andere Hälfte wollte sie länger beibehalten.

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