Alpine Bau – Aufatmen an den Bondmärkten

Nachdem Reuters berichtete, dass der spanische Infrastrukturkonzern FCC den Verkauf der Energiesparte von Alpine erwägt, um an Geld zu kommen, haben sich die Kurse der geprügelten Bonds im Tagesverlauf deutlich erholt.

Alpine Bau – Aufatmen an den Bondmärkten

Entspannung an der Alpine-Front: Zur Sanierung des Baukonzerns soll offenbar neben Finanzspritzen des Mutterkonzerns FCC und der Banken sowie Stundungen auch der Verkauf von Unternehmensteilen Geld hereinbringen. Möglichkeiten gibt es dem Vernehmen nach einige: So stehen neben der Alpine Energie außerdem die Tiefbaufirma Grund- Pfahl- und Sonderbau GmbH in Himberg bei Wien sowie die auf Sanierung spezialisierte Firma Hazet zur Disposition. Das hatten die "Salzburger Nachrichten" am Freitag unter Berufung auf Informationen aus Konzernkreisen berichtet. Nach Informationen von Reuters erwägt der spanische Infrastrukturkonzern FCC konkret den Verkauf der Energiesparte von Alpine.

Obwohl der genaue Kapitalbedarf der Alpine noch nicht bekannt ist, dürften auch Meldungen für Erleichterung gesorgt haben, wonach der Bedarf weit unter den 150 Millionen Euro liegt, die die Banken laut "Profil" dem Eigentümer FCC abverlangen sollen. "Die kolportierte Summe von 150 Millionen Euro ist Schwachsinn, ich weiß nicht, woher diese Summe kommt", sagte ein Teilnehmer der "Wiener Zeitung". "Es wird sicher eine hohe Summe zur Überbrückung benötigt, aber der genaue Kapitalbedarf wird erst ermittelt und wird eindeutig unter 150 Millionen Euro liegen." Nachsatz: "Das Geld wird zum Teil vom Alleineigentümer FCC kommen, und die Banken werden etwas dazu beitragen müssen."

Nervosität weiter hoch

An der Bond-Front jedenfalls machten sich Käufer breit: Die 2015er-Anleihe handelte an der Börse Frankfurt laut Comdirect zuletzt bei 72 bzw. 73,5 Prozent (bid/ask). Am Vortag hatte das Papier bei 69,2 Prozent geschlossen. Deutliche Zugewinne verzeichnete auch der 2017er-Bond, der ebenfalls die 70 Prozent zurückerobern konnte. Immerhin: Auch die Anleihe mit Laufzeit bis 2016 verzeichnete kleine Zugewinne.

Partystimmung sieht freilich immer noch anders aus: Bezeichnend dafür ist die nach wie vor hohe Volatilität und das überdurchschnittlich hohe Volumen: Gehandelt wurden heute bislang laut Comdirect in Frankfurt 190.000 Stück des 2015er-Bonds. Im Schnitt der letzten 30 Tage waren es nur 137.000. Und dabei hält die Nervosität jetzt schon einige Tage lang an...