Ronaldo will Portugal auch im Finale glücklich machen

Nach dem Finale 2004 gab es Tränen, diesmal will er jubeln

Nach dem Finale 2004 gab es Tränen, diesmal will er jubeln

Cristiano Ronaldo will Portugal glücklich machen. Noch während Teamkollegen und Fans den Finaleinzug bei der Fußball-EM bejubelten, war der Superstar der "Lusos" mit den Gedanken bereits bei seinem großen Ziel. "Ich habe immer davon geträumt, mit Portugal etwas zu gewinnen, und jetzt ist es nur einen Schritt entfernt", sagte der 31-Jährige vor seinem zweiten EM-Finale.

Ronaldo ist entschlossen, mit einem Sieg im Endspiel von Saint-Denis am Sonntag endgültig zum portugiesischen Helden zu werden und sich einen Platz in der Historie zu sichern. Für Portugals Rekordtorschützen ist es eine seiner letzten großen Chancen auf die ersehnte Trophäe für seine Heimat. Bisher endete die Mission stets in Tränen und Enttäuschung. "Das Finale wird schwierig, egal, wer der Gegner ist", sagte CR7. "Ich hoffe, dass ihr mich Tränen der Freude weinen seht."

2004 stand Ronaldo als damals 19-Jähriger bereits in einem EM-Finale. Beim Heimturnier scheiterten die Portugiesen den Titel vor Augen im Endspiel jedoch sensationell an Griechenland. Neben Ronaldo ist von damals noch Verteidiger Ricardo Carvalho (38 Jahre) dabei. 2012 gingen die Portugiesen dann im Halbfinale gegen den späteren Champion Spanien nach dem Elfmeterschießen als Verlierer vom Platz. Auch am Sonntag werden Ronaldo und Co. als Außenseiter ins Endspiel gehen.

"Die EM ist ein Marathon, kein Sprint. Ich bin sehr zuversichtlich", sagte der Superstar von Real Madrid jedoch voller Überzeugung in Richtung der möglichen Finalgegner Deutschland und Frankreich. In ihrem sechsten Turnierspiel überzeugte die "Seleccao" endlich auch spielerisch - und lag zum ersten Mal nach 90 Minuten vorne. Den Aufstieg in die K.o.-Phase hatte sie mit drei Remis - darunter einem 0:0 gegen Österreich samt verschossenem Ronaldo-Elfer - geschafft.

"Ich habe Portugal immer als großartiges Team gesehen, manchmal war es schöner, uns zuzusehen, manchmal nicht", sagte Trainer Fernando Santos diplomatisch. Der 61-Jährige stellte fest: "Wir sind vielleicht nicht das beste Team der Welt, aber wir wissen, dass es schwer ist, uns zu schlagen."

Den Sieg gegen Wales sicherte Ronaldo fast im Alleingang. Mit einem Tor (50.) und einer (unbeabsichtigten) Vorlage für Nani (53.) entschied er innerhalb von drei Minuten die Partie. "Ich habe versucht, so viel ich kann zu helfen, zu kämpfen, ich habe alles gegeben", sagte der Weltfußballer ungewohnt bescheiden. In der ersten Spielhälfte hatte er gegen die kampfkräftigen Waliser noch wenig Land gesehen und war leicht angesäuert in die Kabine gestapft.

Dies änderte sich kurz nach Seitenwechsel. Mit seinem dritten Turniertreffer erzielte jener Mann, dessen Karriere ohnehin zum großen Teil aus Superlativen besteht, eine weitere Bestmarke: Mit seinem neunten EM-Treffer egalisierte er den Torrekord von Michel Platini. "Es ist immer schön, Rekorde zu brechen, aber ich bin nicht besessen davon, sie passieren selbstverständlich", sagte Ronaldo. "Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft daran geglaubt hat, dass wir es ins Finale schaffen können."

Egal, wer der Gegner am Sonntag in Saint-Denis ist: Für das Ende der großen Titel-Sehnsucht braucht Portugal erneut eine außergewöhnliche Leistung seines Superstars. Doch selbst Wales-Trainer Chris Coleman urteilte mit einem Schmunzeln: "Portugals Nummer sieben, der ist nicht schlecht. Wenn er eine Chance bekommt, dann schießt er auch ein Tor. Ich denke, mit ihm hat Portugal eine gute Chance im Finale."

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