Müller hofft im 10. EM-Spiel endlich auf ersten Treffer

Müller wartet auf sein erstes EM-Tor

Müller wartet auf sein erstes EM-Tor

Bei der WM treffsicher, bei der EM erfolglos: Deutschlands Fußball-Teamspieler Thomas Müller hat in seiner Karriere bei den Großereignissen zwei Gesichter gezeigt. Während der Bayern-München-Akteur mit zehn Toren in 13 Spielen der vierterfolgreichste deutsche WM-Torschütze ist, muss er auf EM-Ebene weiter auf seinen Premierentreffer warten. Am Samstag (21.00) soll sich das endlich ändern.

Im Duell mit Italien im Stade de Bordeaux setzt Teamchef Joachim Löw auf den 26-Jährigen, es ist sein zehntes EM-Spiel. "Thomas Müller ist ein Spieler, der reflektiert, der sich Gedanken macht. Er ist ein Winner-Typ. Er will immer gewinnen, ob er Tischtennis spielt, Golf spielt oder Basketball spielt. Seit 2010 ist es in seiner Karriere ständig bergauf gegangen. Er hat ein unheimlich hohes Niveau. Jetzt hat er vielleicht mal eine Phase ohne Tor. Aber ich habe ihm gesagt, dass ich mit ihm trotzdem maximal zufrieden bin", sagte der DFB-Chefcoach.

Der Ex-Trainer der Wiener Austria und des FC Tirol schätzt Müllers Teamworker-Qualitäten. "Er macht Wege, die den Gegner immer wieder in Schwierigkeiten bringen und verwirren. Das macht ihn wertvoll. Und es macht ihn wertvoll, dass er manchmal beim Eckball des Gegners den Ball aus dem Sechzehner köpfelt. Er arbeitet unheimlich viel für die Defensive, läuft den Gegner mit einem unglaublichen Tempo an", schwärmte Löw: "Und er hat gegen die Slowakei die beste Laufleistung aller unserer Spieler gehabt."

Löw erlebte in der Vorbereitung auf Angstgegner Italien keinen verunsicherten Müller. "Er kann mit diesen Dingen umgehen", sagte der Bundestrainer: "Und bei ihm gibt es eine Kernaussage: Das Allerwichtigste ist, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Wer trifft, ist egal. Das sagt Thomas Müller, das zeigt seine Charakterstärke."

Müller kennt die Mechanismen des Profigeschäfts. Er weiß, dass die Minutenzählerei längst im Gange ist, dass über ihn gerätselt und spekuliert wird. "Der, der ein Tor schießt, ist der Gute, sonst eben nicht. Man würde sich manchmal mehr Objektivität wünschen", äußerte der 26-Jährige über diese Schwarz-Weiß-Malerei.

Kurios ist es trotzdem, dass der Offensivspieler ausgerechnet bei der EM nicht treffen will, seit 665 Minuten erfolglos ist. Seine Länderspielbilanz ist mit 32 Toren in 75 Spielen sehr gut, auch in allen anderen Bewerben lief es für ihn quasi wie am Schnürchen. Wie im Champions-League-Achtelfinale diese Saison gegen Juventus Turin. Da erzielte er sowohl beim 2:2 in Turin als auch beim 4:2 nach Verlängerung in München einen Treffer. Im Tor stand bei den Turinern Gianluigi Buffon, den es auch am Samstag zu überwinden gilt.

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