Gastgeberrolle laut Ex-Teamchef Jacquet nicht nur Vorteil

Frankreichs ehemaliger Weltmeister-Trainer Aime Jacquet sieht die "Equipe tricolore" bei einem möglichen Elfmeterschießen im Fußball-EM-Halbfinale gegen Weltmeister Deutschland zusätzlichem Druck ausgesetzt. Das sei eine Situation, in der es kein so großer Vorteil sei, der Gastgeber zu sein, "weil du einer enormen psychischen Last ausgesetzt bist", sagte der 74-Jährige.

Die deutsche Mannschaft sei aber nicht unschlagbar, meinte er vor der Partie am Donnerstag (21.00 Uhr) im Stade Velodrome in Marseille in einem auf der Homepage des Weltverbandes veröffentlichten Interview. "Sie haben eine Generation, die nun ans Ende ihres Zyklus' kommt und ich hoffe, dass wir mit unserer neuen Generation diesen Test bestehen können", meinte Jacquet und strich unter anderem Bayerns 20-jährigen Kingsley Coman als einen der Spieler dieser neuen Generation heraus.

"Diese französische Mannschaft steckt voller Potenzial", meinte Jacquet. Er hatte 1998 bei der Heim-WM den Titel geholt. "Das Heim-Team muss weit kommen und es braucht das Publikum hinter sich", meinte Jacquet und erinnerte an die 1:7-WM-Blamage der Brasilianer bei ihrem Heim-Turnier vor zwei Jahren gegen Deutschland.

Der jetzige Frankreich-Trainer Didier Deschamps wisse aber, wie er damit umzugehen habe. "Er war ja in der Situation als Kapitän damals bei mir, und ich kann ihnen versichern, hinter den Kulissen hat er alles völlig unter Kontrolle."

Fanmeile am Eiffelturm zählte 1,2 Mio. Besucher

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