Staatsschulden in der EU: Ein Überblick

Staatsschulden in der EU: Ein Überblick

Der öffentliche Schuldenstand in der EU ist im ersten Quartal laut Eurostat gestiegen, in Österreich stieg die Staatsschuld von 86,2 auf 86,9 Prozent. Ein Überblick über die Verschuldung der EU-Staaten.

Der öffentliche Schuldenstand in der EU ist im ersten Quartal des heurigen Jahres im Vergleich zum letzten Quartal 2015 von 90,7 auf 91,7 Prozent des BIP gestiegen. In der Eurozone ging er dagegen von 85,3 auf 84,8 Prozent zurück. Österreich verzeichnete laut Eurostat-Daten vom Freitag einen Anstieg der Staatsschuld von 86,2 auf 86,9 Prozent.

Insgesamt verzeichneten 16 EU-Staaten einen höheren Schuldenstand, in zwölf gab es einen Rückgang.

Über der 100-Prozent-Grenze lagen sechs EU-Länder, allen voran Griechenland (176,3 Prozent), das allerdings mit einer leichten Verbesserung gegenüber dem vierten Quartal 2015 (176,9 Prozent) aufwarten konnte. Weiters Italien (Verschlechterung von 132,7 auf 135,4 Prozent), Portugal (leichte Reduktion von 129,0 auf 128,9 Prozent), Zypern (Anstieg von 108,9 auf 109,3 Prozent), Belgien (Erhöhung von 106,1 auf 109,2 Prozent) sowie Spanien (von 99,2 auf 100,5 Prozent verschlechtert).

Über der Maastricht-Grenze von maximal 60-Prozent-Verschuldung lagen weitere elf Mitgliedstaaten: Finnland (von 63,1 auf 64,2 Prozent erhöht), Niederlande (von 65,1 auf 64,8 Prozent gesunken), Malta (von 63,8 auf 65,3 Prozent gestiegen), Deutschland (von 71,2 auf 71,1 Prozent reduziert), Ungarn (von 75,3 auf 77,2 Prozent erhöht), Irland (von 78,7 auf 80,4 Prozent zurückgefallen), Slowenien (von 83,2 auf 83,6 Prozent leicht erhöht), Kroatien (von 86,7 auf 85,8 Prozent verbessert), ÖSTERREICH (von 86,2 auf 86,9 Prozent verschlechtert), Großbritannien (von 89,0 auf 87,7 Prozent verbessert) sowie Frankreich (von 96,2 auf 97,5 Prozent abgerutscht).

Insgesamt elf EU-Länder wiesen eine Staatsschulden-Quote von weniger als 60 Prozent auf. Am geringsten ist die Rate weiterhin in Estland (Verbesserung von 9,7 auf 9,6 Prozent), gefolgt von Luxemburg (leichte Erhöhung von 21,5 auf 21,8 Prozent), Bulgarien (deutlicher Anstieg von 26,7 auf 30,3 Prozent), Rumänien (Rückgang von 38,4 auf 37,6 Prozent), Lettland (Verschlechterung von 36,4 auf 38,5 Prozent), Dänemark (Reduktion von 40,4 auf 39,9 Prozent), Litauen (Verbesserung von 42,8 auf 40,1 Prozent), Tschechien (geringfügige Erhöhung von 40,3 auf 40,4 Prozent), Schweden (von 43,2 auf 42,2 Prozent gesunken), Polen (von 51,3 auf 52,0 Prozent gestiegen) sowie der Slowakei (Rückgang von 52,9 auf 52,2 Prozent).

Immobilien

Vonovia übernimmt Deutsche Wohnen peu a peu

Kommentar
Hannes Androsch - Industrieller

Standpunkte

Hannes Androsch: It’s the future, stupid!

Forschung & Innovation

Kollege Roboter: Wie Software dem Menschen den Job wegnimmt