Wie Sie in sieben Schritten den Weg ganz nach oben finden

trend hat alles über Traineeprogramme, Netzwerke, Soft Skills und Talenteschmieden – und wie Sie in sieben Schritten den Weg ganz nach oben finden.

1. SCHRITT: Eng vernetzt

Schon während des Studiums Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen hat sich als Karrierestrategie bewährt. Spezielle Netzwerke bieten sich dafür an.

Vor zwölf Jahren schlugen drei Unternehmen einen neuen Weg bei der Rekrutierung ein: Die Deutsche Telekom, der Berater McKinsey und die Verlagsgruppe Georg Holtzbrinck gründeten in Deutschland das Online-Karrierenetzwerke-fellows. Herausragende Studenten und Doktoranden können sich hier bewerben und erhalten zahlreiche Vorteile. Diese reichen von einer exklusiven Jobbörse über Chats mit Personalchefs bis hin zu kostenlosen Zeitungsabos. Mit der Zeit wurde e-fellows in Deutschland immer größer, und auch in Österreich entstanden Gruppen in Wien, Graz und Linz.

Doch Martin Lust, einem Berater beim e-fellows-Partner McKinsey, reichte dies nicht. Er verabschiedete sich vom Consulting und leitet heute den in Wien ansässigen Ableger „Students4excellence“. Dieser ähnelt dem deutschen Vorbild, allerdings in einer abgeschlankten Version. „Wir konzentrieren uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern“, sagt Lust. Getragen wird das Netzwerk von sechs namhaften Unternehmen (Erste Bank, McKinsey, Mondi, OMV, Vienna Insurance Group, Wolf Theiss). Diese laden die Studenten regelmäßig zu Veranstaltungen ein, auf denen auch schon mal der Vorstandschef höchstpersönlich die künftige Strategie erklärt. Beim Buffet im Anschluss haben die Studenten dann Zeit, sich nach Praktika und Jobs zu erkundigen. Netzwerk-Mitglied Elisabeth Wagner schätzt die Plattform aber auch noch aus einem anderen Grund: Sie hat dadurch zahlreiche Studenten kennen gelernt, die ebenfalls Karriere machen wollen. Mit ihnen tauscht sie sich mittlerweile regelmäßig aus.

Das Netzwerk „Talente Österreich“ hat sich auf die Förderung von hervorragenden Studenten durch einen Mentor spezialisiert. So attraktiv das Programm, so schwierig die Bewerbung. In einem Assessment-Center müssen die Kandidaten ihre fachliche und persönliche Eignung unter Beweis stellen. Wem es gelingt, die Jury zu überzeugen, erhält Zugang zum kleinen Kreis von 45 Mitgliedern.

Wer nicht zu den Auserwählten gehört, muss den Kopf nicht hängen lassen. Denn auch die Universitäten wie WU, TU Wien und Universität Graz bieten mittlerweile Karrierenetzwerke an. Zudem gibt es den Uni Management Club, der in mehreren Bundesländern Workshops und Treffen mit Unternehmen organisiert. Neben diesen neueren Plattformen sollte man aber auch die traditionellen Netzwerke nicht außer Acht lassen. Insbesondere ein Engagement in der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) kann sich lohnen. Dort lassen sich schon während des Studiums Kontakte knüpfen, die im späteren Berufsleben nützlich sein können. Der ehemalige Publico-Chef Markus Schindler war beispielsweise während seines Publizistik-Studiums ÖH-Vorsitzender mit besten Kontakten zur ÖVP. Und der heutige ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz stieg in seiner Uni-Zeit bis zum Bundesvorsitzenden des Verbands Sozialistischer StudentInnen Österreichs auf.

2. SCHRITT: Gut im Training

Traineeprogramme absolvieren, an Recruiting-Events teilnehmen und Karrieremessen besuchen.

Im Idealfall ebnen Traineeprogramme so genannten High Potentials den Weg in das Unternehmen ihrer Wahl. Besonders die Traineeprogramme der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer bieten die Möglichkeit, viele verschiedene Stationen in Institutionen oder Mitgliedsunternehmen zu durchlaufen. Uni- oder FH-Absolventen mit einem Master- oder Diplomstudium der Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften müssen sich nach einem schriftlichen Persönlichkeits-, Wissens- und Sprachtest einem Hearing vor einer Kommission stellen.

Bessere Chancen hat, wer ein besonderes Interesse an Wirtschaft und Poitik nachweisen kann, also beispielsweise bereits in einer studentischen Organisation mitgearbeitet hat. Das Traineegehalt liegt im Durchschnitt 20 bis 30 Prozent unter einem Einstiegsgehalt für WU-Absolventen, also um die 1500 Euro im Monat. Gegenleistung für das reduzierte Gehalt ist der Ausbildungsteil. Der Aufbau eines Netzwerks zählt zu einer der größten Herausforderungen für Berufseinsteiger. Kontakte knüpfen ist daher auch unter Trainees angesagt; eine Plattform für alle Trainees ist TraineeNet. Die nächste Trainee Convention findet übrigens am 1. Juni 2012 im Haus der Industrie statt.

Große Unternehmensberatungen wie McKinsey oder Roland Berger Strategy Consultants veranstalten Recruiting-Events zu unterschiedlichsten Themen, wobei Absolventen aller Studienrichtungen willkommen sind. „Sehr guter Uni-Abschluss, relevante Praktika, CEE-Erfahrung und Sprachkenntnisse sind unsere Auswahlkriterien“, sagt Roland-Berger-Geschäftsführer Rupert Petry. Eine Teilnahme lohnt sich in jedem Fall. „Die internationale Komponente, der persönliche Kontakt und der rege Know-how-Austausch mit den Beraterkollegen und die zahlreichen Weiterbildungsoptionen haben mir auch in meiner späteren beruflichen Laufbahn viel geholfen“, berichtet Thomas Maurer, heute – mit 30 – bei Google London und Alumnus von Roland Berger Wien.

Sollte die Karriere bis jetzt noch nicht gerufen haben, ist es Zeit, die größte Karrieremesse für Studierende, Absolventen und Young Professionals, die „Career Calling“ von WU, TU Wien und BOKU, zu besuchen. Heuer findet sie am 15. November im Austria Center statt. Hier treffen interessierte Studenten und Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher, technischer und naturwissenschaftlicher Studienrichtungen mit Unternehmensvertretern zusammen, um den beruflichen Ein- oder Umstieg zu planen. Im Zentrum der Veranstaltung steht natürlich das konkrete Recruiting.

3. SCHRITT: Spezialisieren

Ein Special-MBA schafft den Vorsprung gegenüber den Job-Mitbewerbern, bringt das Fachwissen auf Höchststand und sichert auch ein solides Netzwerk.

Für Norbert Bock, bei Wien Energie im Vorstand des Vereins Kleinwasserkraft Österreich, ist das MSc-Programm „Renewable Energy in Central and Eastern Europe“ an der TU Wien genau das Passende: „Wir entwickeln, bauen und betreiben Anlagen zur Produktion von erneuerbarer Energie in Österreich und in Zentral- und Osteuropa.“ Zwei Drittel des Programms hat Bock bereits absolviert, daneben lernt er fleißig Serbokroatisch und Rumänisch, denn ein Special-MBA ist auch ein Sprungbrett zu einem karrierefördernden Auslandseinsatz. Viele Business Schools konzentrieren sich mittlerweile auf Spezialgebiete: von Nanomedizin und Raumfahrt über Weinmanagement, Luxusgüter und Immobilien bis zur Autoindustrie.

Bereits mehr als ein Fünftel aller Studenten an den Business Schools drängen auf einen solchen eng fokussierten Abschluss. Die Spezialprogramme zielen vor allem auf die praktische Anwendbarkeit. Schließlich locken Nischenprogramme sowohl Studenten, die schon genau wissen, in welche Branche sie einsteigen wollen, als auch ältere Teilnehmer mit Berufserfahrung, die das Feld wechseln möchten. „Für viele zukünftige Studenten ist die Mischung aus klassischen MBA-Fächern und einer Spezialisierung in einem bestimmten Bereich die optimale Lösung“, erklärt Barbara Stöttinger, Lehrgangsleiterin des Professional MBA „Marketing & Sales“ der WU Executive Academy, die jetzt zwei neue Spezialisierungen startet, nämlich MBAs für „Finance“ und „Strategy & Controlling“.

Unter den Spezial-Masterprogrammen sind auch die Master-of-Science-Angebote in Technik, Energie, Umwelt und Gesundheit besonders gefragt. Die Donau-Uni in Krems bietet vom „Energy & Carbon Management“ über „E-Mobility“ bis zum „Biotech & Pharmaceutical Management“ ein breites Spektrum. Auf der Montan-Uni Leoben kann berufsbegleitend „Generic Management“ studiert werden. Und das MBA-Programm der TU Wien reicht vom General Management über Facility und Innovation Management bis Nano Medicine. Martin Steiner, Lehrgangsleiter und Entwickler des Kremser MSc-Lehrgangs „Energie Autarkie Engineering und Management“, wurde von der Wirtschaftskammer mit der Schaffung dieser Ausbildung beauftragt: „ Praxisrelevanz und Umsetzbarkeit haben oberste Priorität.“ Und das macht Special-MBA-Absolventen für Arbeitgeber besonders attraktiv.

4. SCHRITT: Talente schmieden

Wer seine Karriere beschleunigen will, sollte sich in seinem Unternehmen für ein Talenteprogramm qualifizieren. Kurse, Auslandsaufenthalte und Coaches machen fit für größere Management-Aufgaben.

Ob internationaler Konzern oder österreichischer Mittelständler – immer mehr Unternehmen bieten spezielle Förderprogramme für ihre künftigen Führungskräfte an. Wer hier einen Platz ergattert, hat gute Chancen, schneller Karriere zu machen. Denn als so genanntes Talent befindet man sich in einem Pool, der bei der Besetzung von Managementjobs vorrangig berücksichtigt wird. „Sie stehen bei uns am oberen Ende der Empfehlungsliste“, sagt OMV-Personalchef Georg Horacek.

Da jedes Unternehmen sein eigenes Programm entwickelt, unterscheiden sich diese im Aufbau und im Inhalt. Typischerweise handelt es sich um einen Mix aus Workshops und Projektarbeiten. OMV-Managerin Marion Wetter etwa musste ein Konzept ausarbeiten, wie sich die Logistikprozesse der rumänischen Tochter Petrom optimieren lassen. „Das war keine leichte Aufgabe. Das Thema war neu für mich, und die Projektarbeit schwierig zu organisieren, da meine Kommilitonen in Deutschland, Slowenien und Rumänien gearbeitet haben“, sagt sie. Neben solchen Praxisaufgaben besucht sie viermal im Jahr mehrtägige Workshops und trifft sich mit einem externen Coach. Dieser steht ihr für Fragen rund um ihre Karriere zur Seite. Ein weiterer Pluspunkt des Programms: das konzerninterne Netzwerk, das sich aus dem Talenteprogramm ergibt – und zwar über mehrere Länder hinweg.

Bei der OMV schlagen die Vorgesetzten die Mitarbeiter für das Programm vor, die sie für besonders vielversprechend halten. Nach der Nominierung müssen die Kandidaten dann ein Auswahlverfahren bestehen – eine Vorgehensweise, die auch bei vielen anderen Unternehmen Usus ist. Wer nicht gefragt wird, aber dennoch an einem solchen Programm teilnehmen möchte, sollte sich gezielt danach erkundigen, entweder bei seinem Chef oder bei der Personalabteilung.

Bei Siemens können sich die Mitarbeiter selbst um eine Teilnahme an dem Talenteprogramm bewerben. „Manche Führungskräfte wollen ihre Talente verstecken, das wollen wir dadurch verhindern“, sagt Personalchef Karl Lang. Das Programm „Move“ dauert eineinhalb Jahre und besteht aus mehreren Modulen. Entwickelt werden sollen die fachliche Qualifikation, die Methodenkenntnis, die Persönlichkeit und die Sozialkompetenz.

Dafür gibt es Kurse wie den „Sozialaugenschein“. Hierbei verbringen die künftigen Führungskräfte mehrere Tage in einem Obdachlosenheim oder einem Frauenhaus. Da sich potenzielle Siemens-Manager auch außerhalb der Heimat zurechtfinden müssen, ist zudem ein drei- bis fünfmonatiger Auslandsaufenthalt vorgesehen.

Marion Wetter, 31, OMV-Managerin und Zukunftshoffnung: „Den großen Vorteil des Talenteprogramms sehe ich darin, dass mich innerhalb des Konzerns jetzt mehr Manager kennen als zuvor. Das liegt vor allem an den Projektarbeiten, die wir vor ausgewählten Führungskräften präsentieren mussten. Auch die Kontakte zu den anderen Kollegen sind sehr nützlich. Der Job bei der OMV war mein erster nach dem Studium der Internationalen Betriebswirtschaft an der FH Kufstein. Schon während meiner Ausbildung habe ich mich auf eine internationale Konzernkarriere vorbereitet.“ Dieser kann an einem der weltweiten Standorte des Konzerns absolviert werden. Die Kosten für das Programm trägt Siemens, immerhin 9600 Euro pro Teilnehmer.

Wer sich von seinem Unternehmen fördern lässt, steigt aber nicht automatisch auf. „Ein Talenteprogramm ist keine Karrieregarantie“, sagt Elisabeth Hull, Personalchefin von PricewaterhouseCoopers. In Österreich beschäftigt der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater 800 Mitarbeiter, 15 Prozent gelten als „Talente“ und werden speziell gefördert.

5. SCHRITT: Sich online profilieren

Die sozialen Medien können helfen, Karriere zu machen. Vor allem Headhunter rekrutieren über Xing und LinkedIn. Konzerne überprüfen die Internetpräsenz von Bewerbern.

Was in den USA schon längst gang und gäbe ist, beginnt nun auch hier zu greifen. Soziale Netzwerke werden für die Karriere immer wichtiger. Welche Bedeutung sie eines Tages haben könnten, zeigt eine aktuelle US-Studie. Danach hat jeder sechste Befragte seinen Job im vergangenen Jahr über einen Hinweis auf Twitter, Facebook oder LinkedIn bekommen. 2010 traf das erst auf jeden zehnten zu. Besonders erfolgreich bei der Jobsuche sind die „Super Socials“, Personen mit mehr als 150 Kontakten in einem Netzwerk.

In Österreich suchen vor allem Headhunter über die deutsch- und englischsprachigen Businessnetzwerke wie Xing und LinkedIn. Tina Deutsch, Managerin bei Deloitte Consulting, erhielt schon mehrmals über diese Kanäle interessante Jobangebote.

Große Unternehmen bevorzugen Online-Stellenbörsen und den Karrierebereich auf ihrer Homepage. „Wir rekrutieren nur punktuell über Xing“, sagt OMV-Personalchef Georg Horacek. Einen Webexperten würde er dort suchen, bei einem Ölspezialisten wäre das nicht die richtige Plattform.

Auf Facebook gibt es mittlerweile immer mehr Unternehmen, die eigene Karriereseiten unterhalten. In Österreich besonders aktiv sind der Versicherer Allianz, der Mobilfunker T-Mobile und der Berater PricewaterhouseCoopers (PwC). Sie posten dort offene Stellen, informieren über Karrieretage an Universitäten und zeigen Fotos aus dem Büroalltag.

In manchen Personalabteilungen ist es mittlerweile Usus, die Online-Reputation der Bewerber zu überprüfen. „Bei qualifizierten Jobs googeln wir den Namen und checken das Profil in Xing und LinkedIn“, sagt Elisabeth Hull, PwC-Personalchefin. Bei Deloitte heißt dieser Prozess „E-Referenz“, und er erfolgt bei den Bewerbern, die es in die letzte Runde geschafft haben. „Wir schauen uns an, ob die Personen schon eine positive Spur in der Internet-Öffentlichkeit hinterlassen haben“, sagt Gundi Wentner, Partnerin von Deloitte Consulting. Findet sie einen fachspezifischen Blog oder Vorträge im Netz, unterstreicht das für sie die Expertise des Kandidaten. Die Online-Reputation wird damit zu einem wichtigen Instrument im Rekrutierungsprozess.

Das Xing-Profil dient als virtuelle Visitenkarte und gibt einen ersten Einblick in den Lebenslauf – und sollte sich daher auf die beruflichen Aspekte beschränken. Wer sein Interesse für bestimmte Fachgebiete unterstreichen möchte, kann Expertengruppen beitreten.

Manche Personaler werfen auch einen Blick auf die Online-Kontakte. Derart erfahren sie, ob der Bewerber in seinem Bereich gut vernetzt ist. Manchmal dienen sie aber auch dazu, eine Referenz einzuholen. „Finde ich dort Partner oder Kunden von uns, kann es in Einzelfällen vorkommen, dass ich mich bei ihnen nach dem Bewerber erkundige“, sagt Verena Kranewitter, Recruiterin bei T-Systems. Die Auskünfte, die sie so erhält, runden ihr Bild ab.

6. SCHRITT: Weltweit zu Hause

Beweisen Sie Verständnis für andere Kulturen, weil fast jede Karriere auch Auslandseinsätze erfordert.

Aufgrund meiner Sprachkenntnisse konnte ich ein Praktikum bei einer österreichischen Firma in China machen, und durch dieses Praktikum wurde ich dann für die Stelle bei Compensa Wälzlager interessant, in der ich jetzt tätig bin“, erzählt Christian Köck über die Früchte seines Studiums der chinesischen Sprache und Kultur. Interkulturelle Kompetenz gilt als Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts. Zu wissen, wie man mit Menschen aus anderen Kulturkreisen umgeht, ist aber vor allem ein enormer Bonus für den Karriereeinstieg.

Für international tätige Unternehmen ein unverzichtbares Asset künftiger Mitarbeiter. Ein Auslandssemester im Lebenslauf, besser noch ein absolviertes Auslandspraktikum kann daher den entscheidenden Vorsprung gegenüber Mitbewerbern bringen. Besonders gefragt sind Erfahrungen, die man als Student oder Praktikant in den boomenden Absatzmärkten der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) sammeln konnte. Fundierte Kenntnis mehrerer Sprachen zeigt die Offenheit gegenüber anderen Kulturkreisen. Jedes Sprachinstitut bietet daher mittlerweile zum Sprachkurs das passende interkulturelle Training an.

Noch intensiver aber lernt man das an der Linzer Kepler Universität, im Zentrum für soziale und interkulturelle Kompetenz oder an der Donau- Uni Krems im Master-of-Arts-Lehrgang „Interkulturelle Kompetenzen“. Das Interkulturelle Zentrum (IZ) bietet als Kooperationspartner der Universität Salzburg den Diplomlehrgang „Intercultural Competence“ (ICC) sowie den Masterlehrgang „Intercultural Studies“ (MIS) in Wien an. Abgeschlossen wird mit dem EUweit anerkannten „Diploma in Intercultural Competence“.

Was aber für Arbeitgeber am meisten zählt, ist der Beweis von Weltoffenheit und Mobilität. Am besten wirken daher Sprach- und Kulturkenntnisse, die vor Ort erworben wurden. Sich auf andere Kulturen und deren Sprache und Besonderheiten einzulassen ist im Fall Chinas besonders schwierig. Chinesisch wird von 1,3 Milliarden Menschen gesprochen, Englisch vergleichsweise nur von 510 Millionen. Xiuli Jiang, Leiterin der Chinesischen Akademie in Wien, stellt fest: „Unsere Schülerzahl ist in den letzten fünf Jahren um das Zehnfache gestiegen. Wenn man diese Sprache kann, hat man in China viel mehr Erfolgschancen. Die Chinesen schätzen dies sehr, weil es ein großes Interesse zeigt und so die Beziehung zueinander gefördert wird.“

7. SCHRITT: Mit Persönlichkeit

Soft Skills schaffen den entscheidenden Vorsprung, denn die fachliche Qualifikation bringen viele Bewerber mit.

Ein wirklich unsozialer, maulfauler, introvertierter, unsympathischer Grantler – unausstehlich, aber eben fachlich versiert – war früher als Chef gar nicht so selten. Heute ist diese Spezies in der Vorstandsetage immer seltener anzutreffen, weil sie schon beim Karriereeinstieg scheitern würde. Arbeitgeber schauen nicht allein auf die fachliche Kompetenz ihrer Mitarbeiter, die wird vorausgesetzt. Es sind die Persönlichkeitsmerkmale, die im Arbeitsalltag besonders ins Gewicht fallen: miteinander reden können und vor allem zuhören, teamfähig sein, flexibel und belastbar.

Das Rüstzeug für den beruflichen Erfolg komplettieren Soft Skills, und die Liste dieser ganz speziellen Persönlichkeitsmerkmale ist mittlerweile lang. Sie wird in jedem Assessment-Center zur Gänze abgecheckt und ist bereits wichtiger als die Noten im Maturazeugnis. Stefan Humpl, Geschäftsführer der 3s Unternehmensberatung, die für das AMS das Qualifikationsbarometer erstellt: „In allen Berufen werden Soft Skills gefordert, denn die fachlichen Qualifikationen stimmen ohnehin oder können viel leichter antrainiert werden.“

Gerade Berufseinsteigern fällt es nicht immer leicht, die entsprechenden Eigenschaften mit Inhalt zu füllen. Aber Vorsicht: Soft Skills sind alles andere als Worthülsen. Persönlichkeiten sind gefragt, die mit anderen können, mit denen man gerne zusammenarbeitet oder von denen man sich sogar führen lässt. Mit einem offenen, interessierten und engagierten Auftreten kann man sogar den Sub-auspiciis-Absolventen unter den Mitkandidaten blass aussehen lassen. Und wenn man nicht als Kommunikationsprofi auf die Welt gekommen ist, so kann man sich ja dazu ausbilden lassen. Das Michelangelo-Angebot der FH Kufstein etwa bietet Kurse, die helfen, die „weichen“ Faktoren zu entwickeln.

Martin Seibt, Gründer und Leiter des Europäischen Ausbildungsinstituts für Kommunikation, vergibt die „Social Skills Licence“, die befähigt, persönliche Potenziale zu verstärken und eine reife Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln, denn „nur mehr Persönlichkeiten können punkten“.

Wichtige Links:

www.students4excellence.com
www.e-fellows.net
www.traineenet.at
www.xing.com
www.linkedin.com

Avaaz sammelt nicht nur online Millionen von Unterschriften, sondern begleitet seine Kampagnen oft mit öffentlichen Aktionen. In vielen Fällen, gerade bei globalen Anliegen, ist das von Erfolg gekrönt.
 

trend

Avaaz – Politik und Konzerne im Visier

 

trend

Berufsunfähigkeitsversicherungen – Prämienübersicht und Vergleich

Die Reichsten aller Kontinente

trend

Die Reichsten aller Kontinente