Wechselkurs

Wir bitten dich, erhöre uns … Wechselkurse als Waffe im Welthandel.

Peking entwickelte sich während der vergangenen Monate zum beliebten Reiseziel westlicher Politiker. Barack Obama machte Chinas Staatschef Hu Jintao seine Aufwartung, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zog es ebenfalls ins Reich der Mitte. Für die Gastgeber brachten die Gespräche mit ihren ausländischen Gästen indes wenig Abwechslung. Letztlich landete man ja doch immer bei einem Thema: der chinesischen Währung. Nach Meinung des Westens halten die Chinesen den Yuan derzeit bewusst niedrig, um damit ihre Konkurrenten auf dem Weltmarkt plattzumachen. Immerhin drei Jahre hindurch wertete die chinesische Zentralbank schrittweise auf (siehe Grafik), doch 2008 koppelte China diesen wieder an einen Währungskorb, in dem der US-Dollar dominiert. Damit
gibt es praktisch kaum mehr Bewegung zum Dollar, gegenüber dem Euro ­bedeutet dies sogar eine Abwertung. Für die Chinesen geht es darum, ihre auf Export ausgerichtete Konjunktur zu stützen. Für Europa und die USA ­bedeutet das ein wachsendes Außenhandelsdefizit.
Doch die westlichen Petenten stießen auf taube Ohren – man werde dem Druck nicht nachgeben, hieß es. Als einzige Waffe gegen die gelbe Exportflut bleiben somit Schutzzölle, wie sie etwa die USA bei Autoreifen eingeführt haben – ein heikles Mittel, das oft zu Gegenreaktionen Chinas führt. Anlegern beschert der Yuan-Absturz Währungsverluste, die aber angesichts eines Kursplus von 100 Prozent seit Jahresbeginn zu verschmerzen sind.

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