WKÖ-Präsident Christoph Leitl im Gespräch mit Schülern der Wiener HTL Spengergasse

WKÖ-Präsident Christoph Leitl zu Besuch in der HTL Spengergasse.

Die letzte Schulstunde im Rahmen der FORMAT-Initiative "Schule macht Wirtschaft", bei der kompetente Persönlichkeiten aus der Wirtschaft aus ihrem Erfahrungsschatz plaudern, wurde von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl in der HTL Spengergasse in Wien abgehalten. Die traditionsreiche Schule, die am 11. Jänner 2008 250 Jahre alt wurde, gehört zu den ältesten berufsbildenden Schulen der Welt. Gegründet durch Kaiserin Maria Theresia war die Anzahl der Schüler damals sehr beschränkt. Mädchen gab es an der Schule keine. Nach einem Viertel Jahrtausend hat sich die Situation (etwas) verbessert und so saßen in der an der "Schule-macht-Wirtschaft"-Initiative teilnehmenden Klasse, zumindest einige Schülerinnen in der immer noch männerdominierten Schule für höhere technische Berufe.

Schulklasse als Herausforderung
Einen spannenden Schlagabtausch über wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen lieferten sich rund dreißig HTL-Maturaschülerinnen und Maturaschüler mit Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl. Die Meinungen und Argumente der Jugendlichen hätten genauso gut in einer "Offen gesagt"-Runde vorgebracht werden können. Gleich zu Beginn wurde Leitl von einer Schülerin mit der Problematik konfrontiert, dass viele weibliche Arbeitnehmer im Vergleich zu männlichen Kollegen immer noch ein Drittel weniger verdienten, auch in Spitzenpositionen. Leitl antwortete, dass dies nicht stimme, da "in einem normalen österreichischen Industriebetrieb Frauen und Männer in gleichen Positionen auch die gleiche Vergütung bekämen". Die Fragestellerin begnügte sich mit dieser Aussage allerdings nicht und merkte eine generelle Bevorzugung männlicher Mitarbeiter im Wirtschaftsleben – etwa bei Karriereverläufen – an. Frauen in Spitzenpositionen seien nach wie vor "Mangelware". Aus dieser Problematik entspann sich eine hitzige Diskussion über Jobaussichten, Beschäftigungszuwachs und Chancen in der Krise. Leitl gab sich zuversichtlich und hielt fest, dass "in Österreich die Sicherheit der Wirtschaft mehr gegeben ist, als in anderen Ländern". Zudem werde versucht, die "Zeit der Betroffenheit möglichst kurz zu halten und vorhandene Möglichkeiten – etwa eine Exportoffensive in arabische Länder, nach China und Lateinamerika – zu nutzen. Denn Jammern und Schlechtreden, so Leitl, führten zu nichts. Vielmehr sei "aktives Change Management" gefragt, "einfach Geld in die Krise pumpen" sei zu wenig.

Von Marx, Subventionen und Verstaatlichungen
Von der vielfach postulierten Politikverdrossenheit der Jugendlichen war in der HTL-Schule keine Spur. Im Gegenteil. Und so mündete die "Lehrstunde" in eine muntere Grundsatzdiskussion über Globalisierung, Staatsbudgets, Nationalökonomen wie Keynes, kommunistische Systeme und die Macht der Konsumenten, stellvertretend für den "Souverän in einer freien Marktwirtschaft". Die Forderung einer Schülerin, dass der Staat bei Unternehmen subventionierend einspringen müsse, um Arbeitsplätze zu sichern, lehnte Leitl vehement ab und warnte vielmehr vor Subventionen, die in Richtung "Wieder-Verstaatlichung" gehen würden. Das von einer Schülerin als Kuriosum erachtete Faktum, dass ein österreichischer Apfel im Supermarkt mehr koste als ein Apfel aus der Türkei, blieb letztlich – trotz heftiger Debatte über export- und wirtschaftspolitische Beweggründe – im Raum stehen. Karriere- und Berufsbelange wurden anders als bei den übrigen "Schulstunden der Wirtschaftsbosse" nicht thematisiert. Ob das an der Funktion von WKÖ-Präsident Leitl lag oder den sehr aufgeweckten, mündigen MaturaschülerInnen weiß allein der Wind.

Von Dina Elmani

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