Unterrichtsministerin Claudia Schmied, SPÖ
im FORMAT Interview

SPÖ-Bildungsministerin Schmied über Rückenwind der Sozialpartner und den Protest der AHS-Lehrer.

Format: Frau Minister, was tut Ihr Ministerium im Bereich der Erwachsenenbildung?

Schmied: Die Eckpfeiler des lebenslangen Lernens des Sozialpartnerpapiers decken sich auch mit unseren zentralen Punkten: Altersunabhängigkeit, Durchlässigkeit sowie Berufsorientierung und Bildungsberatung. Beim nationalen Qualifikationsrahmen, der einen Stufenplan bis 2010 vorsieht, laufen die Arbeiten wie geplant.

Format: Erwarten Sie sich von dem Sozialpartnerpapier politischen Rückenwind in schulpolitisch heiklen Punkten?

Schmied: Ja, zum Beispiel beim verpflichtenden Vorschuljahr, das auch die Sozialpartner verwirklichen wollen.

Format: Wie funktioniert nun in der Regierung die konkrete Umsetzung?

Schmied: Die Zusammenarbeit mit Minister Hahn klappt sehr gut. Komplex gestaltet sich die Umsetzung deshalb, weil die Kindergärten in den Kompetenzbereich der Länder fallen.

Format: Und auch in anderen Punkten decken sich Sozialpartner-forderungen mit den Ihren.

Schmied: Die Sozialpartner wollen eine Steigerung des Anteils der Lehrlinge mit Berufsreifeprüfung. Die Ausarbeitung eines Konzepts für die Berufsmatura geschieht in meinem Ressort und sollte bis Anfang Jänner auch fertig sein.

Format: Kommen wir zur Neuen Mittelschule in ausgewählten Modellregionen. Hier gibt es seitens der AHS-Lehrer heftigen Widerstand. Werden die Lehrer tatsächlich parteipolitisch von der ÖVP-Gewerkschaft instrumentalisiert?

Schmied: Der Protest ist mir großteils unverständlich. Seit Amtsbeginn habe ich ein bis zwei Tage pro Woche an Schulen verbracht und mit Lehrern, Schülern und Eltern gesprochen. Ich hatte dort andere Wahrnehmungen als das, was jetzt von der Funktionärsebene transportiert wird. Beim zweiten Punkt werde ich ärgerlich: Im Brief von Eva Scholik, der Vorsitzenden der AHS-Lehrer, wird mit Un- und Halbwahrheiten Standespolitik betrieben, die Panikmache verursachen soll. Ich will für diese Modellversuche hoch motivierte Lehrer ansprechen, die in keinem Fall zwangsverpflichtet werden sollen.

Format: Wie sieht der zeitliche Fahrplan aus?

Schmied: Mir ist wichtig, dass wir am 31. Oktober im Ministerrat eine gute gesetzliche Fundierung für den Start der Modelle der Neuen Mittelschule beschließen. Hier geht es um die Rechtssicherheit für die Eltern.

Format: Die FORMAT-Aktion "Schule macht Wirtschaft" läuft sehr gut an. Was soll sie bringen?

Schmied: In der Kunst würde man sagen: Man lernt spartenübergreifender zu denken. In dieser Aktion treffen unterschiedliche Lebensbereiche aufeinander, und es entstehen Übergänge und Begegnungen, von denen beide Bereiche profitieren können.

Interview: Markus Pühringer

FORMAT Printausgabe 05.10.2007; Nr. 40/07

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