Torparade

Torparade

Wie die Kärntner Libero Torbau tonnenschwere Schiebetore zum Schweben bringt.

Das Bürogebäude - ein Containerkomplex. Das Warenlager - ein überdimensioniertes Partyzelt. Die Fertigungshalle - ein schlichter Wellblechwürfel. Von außen deutet wenig auf den Erfolg des Kärntner Schlossereibetriebs hin. Von innen allerdings beeindrucken die penibel organisierten Fertigungsplätze, die glänzenden Aluminiumprofile im Materiallager, der Schauraum mit der Torparade. Ist genau diese Gewichtung, also mehr Sein als Schein, das Geheimnis des Erfolgs? Vermutlich.

Vor 20 Jahren hatte die Libero Torbau GmbH die Konstruktion von Schiebetoren revolutioniert. Damals rumpelten herkömmliche Stahlmonster mühsam über meist verschmutzte Führungsrillen im Boden. Da hatte Alfred Erdetschnig, der Sohn des Firmengründers, die Idee, Schiebetore auf Hohlprofilen über fest installierte Führungsrollen laufen zu lassen. Für ein gleichmäßiges Rollverhalten über die gesamte Torlänge ordnete er die Rollen versetzt an. Kurzfristig half ein Patent für das erste frei tragende Schiebetor (ohne Bodenlaufschiene) bei der Vermarktung. Aber mittlerweile ist das Konstruktionsprinzip Standard aller Torhersteller weltweit.

Bei Libero nimmt man es gelassen. "Wenn man abgekupfert wird, ist das zumindest ein Zeichen, dass man etwas richtig gemacht hat“, sagt Birgit Rulofs, die Schwester Alfreds und mit dem zweiten Bruder Walter in der Geschäftsführung des Unternehmens. Wie richtig alles gemacht wurde, zeigt die weitere Entwicklung: Mittlerweile fertigen 44 Mitarbeiter Schiebetore mit bis zu 20 Meter Durchfahrtslichte für private Hausbauer und Industrieanlagen. 2010 installierte Libero auf dem Flughafen Zürich sogar eine 34-Meter-Toranlage. Das ist Weltrekord.

Damals kam erstmals auch eine weitere Erfindung, die Teleskoptechnologie, zum Einsatz: Dabei schieben sich die einzelnen Torelemente ineinander und reduzieren so den Platzbedarf seitlich der Durchfahrtsöffnung. Typisch für das Libero-Team: Man zerbricht sich gerne den Kopf und kommt immer wieder auf Speziallösungen. So wie damals, als das Wirtschaftsministerium in Wien seine neue Toranlage partout der Grundstückskrümmung anpassen wollte. Also wurden die Rollprofile der Länge nach aufgeschnitten, in die gewünschte Form gebogen und dann zusammengeschweißt.

Innovationen

Ähnlich viel Innovation steckt auch in den neueren Falt-Dreh-Toren. Oder in der zunehmenden Ausrüstung der Tore mit anspruchsvoller Sicherheits- und Komfortelektronik. Oder in der Materialverstärkung besonders beanspruchter Anschlagsteile auf der Innenseite der Profile. Und Innovation ist auch im Rahmen der Zusammenarbeit mit Architekten gefragt, die immer wieder ausgefallene Designs wünschen.

Der Aufwand für die vielen Neuentwicklungen ist beträchtlich. Und er rentiert sich oft erst nach Jahren. Doch Controllerin Rulofs sorgt immer wieder für die betriebswirtschaftliche Bodenhaftung der konstruktiven Visionen ihrer Brüder.

Sie ist auch der ausgleichende Mediator im Familienunternehmen, dem übrigens ein Generationenwechsel bevorsteht: Die drei Geschwister und ihre Partner übernehmen endgültig die Firmenanteile. Die Voraussetzungen sollten passen. "Als Familie können wir Dinge ausstreiten“, sagt sie, "auch mit schonungsloser Wahrheit. Das ist manchmal gar nicht so schlecht.“

LIBERO Torbau
Gesellschafter: Familien Erdetschnig und Rulofs
Firmensitz: 9020 KLagenfurt
Umsatz 2011: 4,893 Mio. Euro; EBIT-Marge: 0,9%
Umsatz 2012e: 5,4 Mio. Euro; EBIT-Marge: 3,0%
Exportanteil am Umsatz: 50%
Mitarbeiter 2011: 42
Mitarbeiter 2012: 44
Gewerbeberechtigung: Schlosser
Internet: www.libero-torbau.com

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