"Tätigkeit, die am meisten Freude macht": OMV-CEO Ruttenstorfer in der HTL Donaustadt

Die Aufregung war groß, als OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer vor dem Haupteingang der HTL Donaustadt in Wien vorfuhr. Rund 30 Maturaklassler erwarteten mit Spannung den OMV-Boss und fieberten seinen Ausführungen entgegen. In knappen Worten schilderte Ruttenstorfer den Aufstieg der "Österreichischen Mineralölverwaltung" (ÖMV) zu dem international tätigen OMV-Konzern, der weltweit in 29 Ländern tätig ist und im Jahr 2007 einen Umsatz von rund 20 Milliarden Euro erzielte. Der Martkführer für Öl und Gas in Österreich sowie Zentral- und Südosteuropa beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter, zehn Prozent davon in Österreich. Der OMV-CEO erklärte der interessierten Runde der technischen Lehranstalt, die sich ausschließlich aus männlichen Schülern rekrutierte, die Geschäftsfelder des Unternehmens.

Gänserndorf und 20 Länder
"Zum ureigensten Geschäft der OMV gehört nach wie vor der Bereich Exploration und Produktion von Öl und Gas, der in Gänserndorf seinen Ursprung hat", erzählt Ruttenstorfer. Auf dem Gänserndorfer Ölfeld, der "Wiege der OMV", werde zwar nicht mehr so viel gefördert, aber immerhin zähle es zu den größten Vorkommen in Kontinentaleuropa. Heute stehen OMV-Förderanlagen in rund 20 Ländern: in Australien, Kasachstan, Ägypten oder Venezuela. Daneben betreibe die OMV als zweites Standbein den Bereich "Refining & Marketing", der das gesamte Tankstellen- und Vertriebsnetz für Energie und Mobilität umfasst. Drittes und zukunftsorientiertes Steckenpferd sei der Bereich "Gas & Power". "In diesem Geschäftsfeld ist die OMV schon sehr lange, wobei wir heute sehen, dass die Zukunft der Energieversorgung dem Strom gehört", erklärt Ruttenstorfer.

Von Karrieren und Krisen
Die erste an den OMV-Boss gerichtete Frage zielte auf die Trennung von Beruf und Privatleben ab. "Mein Beruf macht mir viel Spaß, aber trotzdem ist mir eine Trennung wichtig", sagt Ruttenstorfer, der jedem Schüler empfiehlt, möglichst die Tätigkeit zu wählen, die am meisten Freude bereite. Allerdings schränkt er ein, dass man dadurch trotzdem nicht gegen unerfreuliche Aufgaben gefeit sei. Schlaflose Nächte, verursacht von Problemen und Schwierigkeiten sind dem Konzernchef allerdings fremd. "Ich habe gelernt damit umzugehen: Letztlich hat es keinen Sinn schlecht zu schlafen, denn dadurch wird es nicht besser – dann schlafe ich lieber gleich gut", verrät Ruttenstorfer mit einem Augenzwinkern.

Ölpreis vor Karrierethematik
Die Begeisterung für seinen Job stand dem Öl-Magnaten ins Gesicht geschrieben, als es an die Beantwortung wirtschaftspolitischer Fragestellungen ging, die die Karrierethemen rasch in den Hintergrund drängten. Das brisante Themenpotpourri beinhaltete Ölpreisschwankungen, die Welt- und Finanzkrise, die länderspezifisch unterschiedlich hohen Treibstoffpreisen sowie die Besteuerung von Benzin und Dieselkraftstoffen im In- und Ausland. Trotz Konjunktureinbruch blickt Ruttenstorfer optimistisch in die Zukunft: "Die Wirtschaftskrise wird das Tempo in der Energieforschung vielleicht drosseln, aber wir sehen weiterhin spannende Entwicklungen und dafür werden wir die OMV auf jeden Fall breiter aufstellen", folgerte Ruttenstorfer: "Wenn ich in der Banken- oder Bauwirtschaft wäre, hätte ich sicherlich mehr Sorgen."

Zeit für Privates
Die rege Beteiligung an der Diskussion entfachte weitere Fragen, deren Beantwortung den HTL-Eleven offenbar unter den Fingern brannte. Nur der stetig vorrückende Minutenzeiger vermochte dieser außergewöhnlichen Schulstunde ein Ende zu setzen. Bevor die HTL-Absolventen in spe sich wieder auf den Weg in ihre Klassenzimmer begaben, verriet Ruttenstorfer noch sein persönliches Erfolgsgeheimnis: "Neben der Arbeit, die für mich eine Berufung ist, muss immer Zeit für das Privatleben bleiben. Man muss einfach lernen abzuschalten, um aktiv die Freizeit und die Privatsphäre zu managen, denn das ist mindestens so viel Arbeit, wie seinen Beruf gut zu gestalten."

Von Dina Elmani

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