T-Mobile-Boss Robert Chvátal hält eine Lehrstunde in der Wiener Handelsakademie

Im altehrwürdigen Festsaal der Wiener Handelsakademie im ersten Bezirk fanden sich rund achtzig Maturaschüler ein, um der "Schule macht Wirtschaft"-Lehrstunde von T-Mobile-Chef Robert Chvátal zu lauschen und ihm Fragen über das A und O seines Berufsalltags zu stellen. Zu Beginn berichtete er kurz über seine Karrierewege, um dann die Neugier der HAKler zu stillen.

Tschechische Wurzeln
Der gebürtige Tscheche absolvierte 1992 sein Studium für International Business an der Prague School of Economics mit Schwerpunkt International Marketing. Seine berufliche Laufbahn startete er bereits während des Studiums bei Procter & Gamble als Assistant Brand Manager. 1993 wechselte er zu COTY/Margaret Astor, einer Kosmetik-Firma, wo er als Marketing Direktor für die Länder Tschechien und Slowakei verantwortlich war. Vier Jahre später verschlug es ihn in die Mobilfunkbranche zu RadioMobil, wo er für die Marketingagenden in der Geschäftsführung verantwortlich war. 2002 wechselte er als Vorsitzender der Geschäftsführung zu T-Mobile Slowakei nach Bratislava. Im März 2007 wurde er zum Vorsitzenden der Geschäftsführung von T-Mobile Austria ernannt.

Die Fragen der HAK-Schüler
Die Fragen der ambitionierten Handelsakademie-Schüler zielten vor allem auf Karriere- und Berufsbelange. Und Chvátal ließ nichts unbeantwortet und überraschte die Schüler mit unkonventionellen und unerwarteten Ratschlägen.

1. Klare Aussagen formulieren
"Die Art, wie du schreibst, sagt aus, wie du denkst", ist Chvátal überzeugt. Er selbst habe bei der Zeit bei Procter beim Abfassen von Berichten erlernt, in einer klaren Weise seine Gedanken zu Papier zu bringen, um für jedermann verständlich zu sein. Dies sei eine wichtige Erfahrung für ihn gewesen, von der er im Zuge seiner beruflichen Laufbahn bis heute reichlich profitiert habe.

2. Englisch in Wort und Schrift
"Heutezutage ist es fast schon eine Selbstverständlichkeit in der Lage zu sein, flüssig Englisch zu sprechen", sagt Chvátal. In großen internationalen Unternehmen ist die Sprache üblicherweise auch mit der Konzernsprache ident. Weitere Fremdsprachen sind naturgemäß gern gesehen, aber wie jeder weiß, verrät er mit einem Augenzwinkern, ist die weltweit am meisten gesprochene Sprache: "Bad English".

3. Ausbildung und Karrierrepfade
Eine Garantie für die Erfolgskarriere sieht Chvátal nicht. Weder gebe es eine sichere Ausbildung, noch eine krisensichere Branche. "Ich habe so viele Menschen getroffen, deren spätere Berufe nichts mehr mit ihrem Studium gemein haben", plaudert Chvátal aus seiner Erfahrung. Natürlich bringe jedes Hochschulstudium diverse Vorteile und Befähigungen mit sich, aber letztlich sind individuelle Karrierewege unergründbar. Daher könne er auch kein Erfolgsrezept verraten oder Tipps für das optimale Studium geben. Außer vielleicht: "Machen Sie das, was Sie für richtig halten!"

4. Zielorientierung mit Grenzen
"Zielorientiert zu handeln ist sicherlich gut, allerdings kann man sich dabei auch selbst behindern und im Wege stehen", verrät Chvátal. Dies passiere, wenn die gesteckten Ziele nicht erreicht werden und dann die Enttäuschung in der Regel groß ist. Der T-Mobile-Boss empfiehlt daher immer flexibel zu sein, mehrere Alternativen in petto zu haben und offen für verschiedene Optionen zu sein.

Von Vorbildern, Einkommen und Aufstiegen
Auf die Entlohnung für Berufseinsteiger bei T-Mobile angesprochen, verspricht der Chef "ein gutes Gehalt". Viel wichtiger sei jedoch, dass "Newcomer bei uns viel, viel lernen können". Ein Faktor, der generell bei jeder Jobentscheidung schwerer gewichtet werden sollte, als das Einkommen. Aus eigener Erfahrung weiß Chvátal, dass gerade Berufsanfänger von dem Verhalten ihrer Bosse stark geprägt werden und viel Knowhow von ihnen übernehmen können. Von seinem ersten Chef im Mobil-Business habe er beispielsweise gelernt, sich nicht an Regeln zu halten. Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: "Sie allerdings auch nicht zu brechen. Sondern zu umgehen!" Der rasche Aufstieg auf der Manager-Karriereleiter bestätigte ihm rückblickend seinen Kurs. "Richtige Idole" habe er allerdings nicht, obwohl es sehr wohl außergewöhnliche Menschen in der Branche gebe. Beeindruckt sei er etwa von Steve Jobbs, dem Apple-Chef, der attraktive Produkte kreiere, die noch dazu einfach zu bedienen sind und dem Kunden optimalen Nutzen bieten. Auf die Frage eines Schüler, ob er selbst Vorbild sei, antwortet Chvátal: "Ich hoffe schon, dass ich vielen Mitarbeitern ein gutes Vorbild bin." Und ergänzt: "Aber letztlich können darüber nur meine Mitarbeiter urteilen!"

Von Dina Elmani

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