KPMG-Senior Partner Martin Wagner spricht über Ausbildung und Berufseinstieg

KPMG-Senior Partner Martin Wagner reiste im Rahmen der „Schule macht Wirtschaft“-Initiative von FORMAT in die Weinstadt Krems, um an der hiesigen Handelsakademie eine Unterrichtsstunde zu halten.

Für den KPMG-Chef ist der Besuch der Kremser-HAK ein Heimspiel, ist er doch selbst Absolvent einer solchen Akademie. Bereits in seinem Eingangsstatement signalisierte er den Schülern, worauf es ihm in seinem Berufsalltag besonders ankommt: „Mit Wissen Werte zu schaffen ist der KPMG ein großes Anliegen und es ist gleichzeitig eine wichtige Aussage für die Wirtschaft, für Kunden und auch für Sie, als mögliche künftige Mitarbeiter“, zitiert Wagner den gesellschaftlichen Auftrag der KPMG. An diesem Leitsatz orientieren sich gleichermaßen alle drei Geschäftsfelder: Prüfung, Steuerberatung und Advisory. „Qualität und Unabhängigkeit stehen für uns an erster Stelle, weshalb etwa keine finanziellen Beteiligungen zwischen KPMG-Partnern und Kunden bestehen dürfen“, erklärt Senior Partner Wagner. Auch Mitarbeiter müssten jährlich bestätigen, über keine Kunden-Beteiligungen zu verfügen.

Festhalten an Begeisterung und Engagement
HAK-Absolvent Wagner verschrieb sich nach der Matura der Medizin, um innerhalb kürzester Zeit festzustellen, dass diese ihm nicht so sehr liege. Daher sattelte er auf Rechtswissenschaften am Juridicum um und inskribierte zeitgleich auf der Wirtschaftsuniversität Wien Betriebswirtschaftslehre. Da dem Studiosus beide Studienrichtungen gleichermaßen interessierten, schloss er beide erfolgreich ab und konnte sich auch noch für zwei Dissertationsarbeiten motivieren. „In der Ausbildung und im Beruf ist Begeisterung und Engagement sehr wichtig“, erklärt Wagner, weshalb er den interessierten Schülern empfiehlt, „möglichst das zu tun, was Spaß und Freude bereitet“. Mit der Grundausbildung an der Kremser Handelsakademie hätten die Jugendlichen ohnehin bereits einen wichtigen Grundstein für ihre Karriere gelegt, da wirtschaftliche Themen in allen Berufen relevant seien.

Jobaussichten in der Beraterbranche
Handelsakademie-Absolventen werden von der KPMG laufend eingestellt, im Bereich der Fonds-Prüfungen sogar ausschließlich. „Die HAK-Schüler verfügen einfach über das notwendige Basiswissen und gleichzeitig bietet die KPMG hier einen guten Einstieg für jene, die später bei Banken oder Fondsgesellschaften tätig sein möchten“, verspricht Wagner. Aber auch für Mitarbeiter, die im Unternehmen bleiben möchten, böten sich gute Chancen. Schließlich beschäftige die KPMG als größter Player der österreichischen „Big Four Beratungsunternehmen“ – neben Deloitte, PricewaterhouseCoopers und Ernst & Young –, weltweit 123.000 Mitarbeiter in 145 Ländern. Davon sind rund 1.250 Mitarbeiter in Österreich tätig, die an acht Standorten (in den jeweiligen Landeshauptstädten sowie in Mödling) im heurigen Geschäftsjahr einen Umsatz von 160 Millionen Euro erwirtschaftet haben. „Die Jobperspektiven im Beraterbereich sind ausgesprochen positiv zu werten, da internationale und nationale Regelungen überaus komplex sind und Spezialisten immer gefragt sind“, prophezeit Wagner. Angefangen bei zollrechtlichen Bestimmungen über die Vergütung von Mitarbeitern, die im Ausland tätig sind bis hin zu steuerlichen Bewertungen reiche das Betätigungsfeld und besonders im Risk Management stecke noch viel Potenzial. „Unternehmen werden zusehends vom Gesetzgeber aufgefordert Risiken zu messen und zu bewerten, wofür es in der Praxis noch kaum Erfahrungswerte gibt“, bemerkt Wagner.

FAQs der Schüler
Ein immer wieder zur Sprache gebrachtes Thema der Schüler bei den „CEO-Stunden“ sind interne Ausbildungsmöglichkeiten. Diese, so Wagner, seien durch ein umfangreiches Ausbildungsprogramm, das mehr als 150 Seminare umfasst, garantiert. Mitarbeiter können sich nach Neigungen und Fachgebieten weiterbilden, um ihr Wissen zu vermehren. „Durch die Fluktuation geht natürlich Wissen verloren, umso wichtiger ist es in die Fortbildung zu investieren und Mitarbeiter im Unternehmen zu behalten“, erklärt Wagner: „Die Mitarbeiter wissen das zu schätzen und schließlich ist allen klar, dass die persönliche Weiterbildung in der heutigen Zeit das Um und Auf ist.“ Man lernt schließlich nie aus.

Von Dina Elmani

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