Heinz K. Stiastny: Vom Bankdirektor an die Spitze von Österreichs Postbusflotte

Heinz K. Stiastny, der Geschäftsführer der ÖBB Postbus, startete die "Schule macht Wirtschaft"-Schulstunde mit einem historischen Exkurs in das Gewerbe der Personenbeförderung, die bis weit ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Mit eisenbeschlagenen Holzspeichenrädern zuckelten die Postkutschen mit Geschwindigkeiten um die 8 km/h durch die Lande. 1907 wurden dann erstmalig Kraftomnibusse von der k. u. k. Postverwaltung in Betrieb genommen und Postbusse mit 28-PS-Benzinmotoren und Vollgummireifen beförderten bis zu 17 Personen mit "atemberaubenden" Höchstgeschwindigkeiten (maximal 22 Kilometer pro Stunde). "Heute stehen dem Reisenden moderne Großraum-Postbusse zur Verfügung, die bis zu 73 Sitzplätze mit höchsten Komfort- und Sicherheitsstandards bieten, zur Verfügung", so der Postbus-Chef. Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen im Unternehmen an erster Stelle. Die Fahrzeuge sind mit verbrauchs- und schadstoffarmen Dieselmotoren ausgestattetet und erbringen dabei Leistungen von über 400 PS. Postbus wurde als klima-aktiv Partner ausgezeichnet. Im Jänner 2008 wurde der Stadtverkehr in St. Pölten auf Erdgasbusse umgestellt. Mittlerweile befördert der Stadtverkehr LUP mit 23 umweltfreundlichen Bussen rund 3,5 Mio. Fahrgäste pro Jahr.

Die Unternehmensstruktur
Der Unternehmensbereich Postauto wurde im Jahr 2000 als eigenständige Tochtergesellschaft mit dem Firmennamen „Österreichische Postbus AG“ von der Post abgespalten. Nach dem Kauf des "Postbusses" durch die ÖBB 2002 wurde 2003 die Grundlage für ein gemeinsames großes Busunternehmen im Eigentum der ÖBB geschaffen. Im Projekt "Omnibus" erfolgte die Zusammenführung von Bahn- und Postbus. Seit 2005 läuft das Unternehmen unter der neuen Dachmarke "Postbus – ein Unternehmen der ÖBB". Stiastny selbst ist seit Dezember 2008 als Geschäftsführer der ÖBB-Postbus GmbH mit an Bord. Zuvor war er CEO der ING DiBA Direktbank Austria. "Die Bank war mein Baby, meine ganze Leidenschaft", erzählt er. Er hatte die Gesamtverantwortung – für Personal, Finance & Controlling sowie Marketing, PR und Organisation – über und war für 250 Mitarbeiter zuständig.

Wie man Bankdirektor wird
"Ich habe als Kind beziehungsweise Jugendlicher keine Sekunde daran gedacht, jemals Geschäftsführer zu werden", erinnert sich Stiastny, als er von einer Schülerin gefragt wird, wie man Bankdirektor werde. Das habe sich durch Zufall ergeben. Er war aber immer engagiert, hat sich mit Menschen gerne ausgetauscht – während seiner Schulzeit war er fast zehn Jahre als Klassensprecher tätig – und interessierte sich für verschiedenste Dinge. Durch eine glückliche Fügung landete er in der Bankenwelt. "Ich gab dem Sohn eines Bankdirektors Nachhilfe und dieser wurde auf mich aufmerksam", erzählt der Manager. Seine Laufbahn startete er bei der Volksbank in Baden, absolvierte die Volksbankenprüfung und wurde nach relativ kurzer Zeit Filialleiter. Vor seinem ING DiBa-Engagement war Stiastny Direktor und Leiter bei der Raiffeisenbank in Eisenstadt.

Infos und Services für den Fahrgast
Stiastny und sein Team tüfteln täglich an neuen Ideen, um den Postbuskunden das Reisen so komfortabel wie möglich zu gestalten. SCOTTY, der mobile Routenplaner, ist bereits im Einsatz. Damit können Fahrpläne von Bus und Bahn mit dem Handy unterwegs abgerufen werden – von der Fahrplanauskunft über Umgebungskarten bis hin zur Echtzeitauskunft für einzelne Verbindungen. SCOTTY Mobil ist ein kostenloses Service der ÖBB und der Ö3-Verkehrsredaktion. Dynamische Fahrgastinformation besteht aus mehreren Komponenten. An der Haltestelle geben Anzeigetafeln den Fahrgästen in elektronischer Form Auskunft über tatsächliche Abfahrtszeiten, aktuelle Verspätungen und allfällige Störungen im Fahrbetrieb. Je nach Ausführung können weitere Informationen, wie z.B. Uhrzeit und Gesamtfahrplan vermittelt werden. In den Bussen werden die Fahrgäste über moderne Bildschirme informiert, wo sie sich gerade befinden und welche Umsteigemöglichkeiten es gibt. Ebenso informieren bei den Stationen LCD-Abfahrtstafel-Systeme über die Abfahrtszeiten der Busse. Denn nichts hält im Leben mehr auf, als endlose Wartezeiten.

Von Dina Elmani

Im Zuge der #MusicMondays bringt Bieber heute zweite Single auf den (Internet)Markt.
#allthatmatters #MusicMondays #10weeks #heartbreaker #justinbieber @justinbieber @bieberfever #10weeks
 

Internet

All That Matters: Justin Bieber setzt Marketing-Feldzug fort

Verbesserung bei Wlan und im Mobilfunknetz.
 

Mobile

App im Test: Internet-Anbindung von Android-Handys verbessern

Österreichs größte Designfirma Kiska auf dem Sprung in die USA und nach China.
 

Trio des Jahres

1. Platz Dienstleistung 2012: Kiska