Gute Tipps von „Lehrer Leitl“: Der WKÖ-Präsident in der Vienna Business School

Für die FORMAT-Aktion „Schule macht Wirtschaft“ besuchte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl Maturaschüler der Vienna Business School Schönborngasse in Wien.

Zur spannenden Diskussionsrunde über Budget, Bildungspolitik und Bankenverantwortung entwickelte sich die Schulstunde, die Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl im Rahmen der FORMAT-Initiative „Schule macht Wirtschaft“ hielt. Mit den Schülern der Maturaklasse der Vienna Business School Schönborngasse hatte Leitl kompetente Gesprächspartner zu Themen wie Leverage-Effekte, Ratingagenturen, überzogene Politikerschelte und auch zur heimischen Hochschulpolitik.

Vor allem Letztere brennt vielen angehenden Absolventen unter den Nägeln, weil sie unmittelbar nach der Matura ein Studium anstreben. Wie er die Situation der ÖH-Vertreter einschätze, die, laut Wahrnehmung einer Schülerin, kaum ernst genommen werden, wurde Leitl gefragt. „Es ist wichtig, einen dauerhaften Kommunikationsprozess zu etablieren, denn natürlich will jeder – egal ob Uni-Rektor oder Hochschulvertreter – über mehr Gelder verfügen, als das Budget hergibt“, holte der Kammerpräsident in seiner Antwort aus. Doch es gebe finanziell eben kaum Spielraum. Das gesamte Hochschulsystem bedarf seiner Ansicht nach einer langfristigen, strategischen Planung: „Es geht um die Frage, wo die Aus- und Weiterbildungspolitik Österreichs hingehen soll und welche Strategie und Ressourcen dazu notwendig sind.“ Wenn man dies mittelfristig mit Experten plane, könnte man längerfristig mehr erreichen, als wenn man „Protesttaferl in die Luft hält“ und schreit: „Wir wollen mehr.“

Erkenntnisse aus der Wirtschaftspraxis

„Bevor ich in die Politik ging, war ich Unternehmer in der vierten Generation unseres Familienbetriebs“, schilderte Leitl seinen Werdegang. Dabei habe er schnell gemerkt, dass Demokratie anders funktioniere als Unternehmertum. „Hat sich im Betrieb eine wirtschaftliche Chance ergeben, wurde von allen Beteiligten ein Konzept inklusive Erfolgskontrolle erstellt, durchgeführt und abgehakt“, so Leitl. In der Politik gestalten sich solche Prozesse aber aufgrund der unterschiedlichen Interessenlagen der Beteiligten weitaus komplizierter und funktionieren nur mittels ausführlicher Klärungsprozesse und entsprechend gut qualifizierter Vertretungen.

„Ohne fundiertes Wissen und eigene Meinung geht’s im Leben nicht“, war eine von vielen Erkenntnissen, die Leitl den Schülern mit auf den Berufsweg gab. Weitere Tipps zu …

● Wettbewerb: „Egal was Sie in der Zukunft machen – Sie müssen danach trachten, um die berühmte Nasenlänge besser zu sein als die anderen.“

● Eigenständigkeit: „Wir als Erwachsene können Sie unterstützen und Ihnen helfen, indem wir Wege ebnen oder Türen öffnen. Den Weg beschreiten müssen Sie aber selber.“

● Konsequenzen abschätzen lernen: „Jede Entscheidung, die Sie tragen, ist mit Risiko verbunden. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, bedenken Sie nach Möglichkeit alle Eventualitäten.“

● Weg zum Erfolg: „Das permanente Streben danach, an die Spitze zu kommen, mit einem nach vorne gerichteten Blick, ist die einzige Chance, langfristig erfolgreich zu bleiben.“ Und dynamisch, wie er die Schulstunde hielt, eilte Leitl dann mit der Pausenglocke den nächsten Programmpunkten seines Kalenders entgegen.

– Dina Elmani

Zur Person: CHRISTOPH LEITL, WKO
Christoph Leitl ist seit 2000 Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und seit 1999 Präsident des Österreichischen Wirtschaftsbundes. Der gebürtige Linzer promovierte 1973 an der Johannes Kepler Universität in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Vor seinem Einstieg in die oberösterreichische Landesregierung leitete er von 1977 bis 1990 das Familienunternehmen Bauhütte Leitl-Werke.

Im Zuge der #MusicMondays bringt Bieber heute zweite Single auf den (Internet)Markt.
#allthatmatters #MusicMondays #10weeks #heartbreaker #justinbieber @justinbieber @bieberfever #10weeks
 

Internet

All That Matters: Justin Bieber setzt Marketing-Feldzug fort

Verbesserung bei Wlan und im Mobilfunknetz.
 

Mobile

App im Test: Internet-Anbindung von Android-Handys verbessern

Österreichs größte Designfirma Kiska auf dem Sprung in die USA und nach China.
 

Trio des Jahres

1. Platz Dienstleistung 2012: Kiska