Druck-Performance

Mit ihrem einzigartigen Druckverfahren auf High-Definition-Foto-Niveau hebt sich die Tiroler Alpina Druck klar vom Mitbewerb ab.

Druck-Performance

Die lang gestreckte, nicht wirklich auffällige Betriebsfassade entlang der alten Bundesstraße nach Hall, keine zehn Autominuten vom Innsbrucker Bahnhof entfernt, verrät mit keinem Pinselstrich, was den Besucher drinnen erwartet. Dabei hat die 1959 gegründete Alpina Druck durchaus Revolutionäres zu bieten: "Mit dem High-Definition-Printverfahren hat Mario Moser 2010 einen Quantensprung im Offsetdruck gemacht“, erzählt Andreas Lechleitner, einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter.

Moser hat im Team ein in Europa nach wie vor einzigartiges Verfahren entwickelt: Dank präziser Datenumrechnung in der Druckvorstufe und dem Einsatz spezieller Farben und Raster wird eine hervorragende Farbintensität und Farbtiefe erzielt, die gestochen scharfe, brillante Bilder ermöglicht - und damit der Fotoqualität sehr nahe kommt. Spektakulär daran ist, dass Alpina mit dem herkömmlichen Vierfarbendruck auskommt und dem Kunden somit ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten kann.

Nischenplayer

Freilich: Bildbände machen nur einen kleinen Teil des Umsatzes von zuletzt 11,5 Millionen Euro aus. Der Großteil - mittlerweile gut 30 Prozent - wird mit Ansichts- und Glückwunschkarten erwirtschaftet. Auch dabei handelt es sich nicht um 08/15-Postkarten, sondern meist um hochwertige Produkte mit Speziallackierung, Glitteraufdruck oder Folienprägung, die auch international großen Anklang finden: Die Exportquote von gut 40 Prozent ist sensationell und erreicht dank der niedrigen Transportkosten auch so ferne Länder wie Brasilien, USA und Kanada. Der übrige Umsatz kommt von Foldern, Kalendern, Broschüren oder auch simplen Abo-Gutscheinen: Die Palette mit der präzis abgezählten Ware für das "Servus“-Magazin von Red-Bull-Mentor Dietrich Mateschitz in der lichtdurchfluteten Halle ist jedenfalls fertig für den Versand.

"Wir suchen unser Heil nicht in der Kostenführerschaft bei Massenprodukten, sondern in der Spezialisierung“, skizziert Lechleitner das Geschäftsmodell. Der von ihm und Martin Fiegl geführte Betrieb hat den Strukturwandel in einem dramatisch schrumpfenden Markt erfolgreich vollzogen und sich trotz vergleichsweise günstig vertriebener Produkte eine klar über dem Branchenschnitt liegende EBIT-Marge von gut vier Prozent gesichert. Die beiden sind seit 1992 am Ruder, haben Betriebswirtschaft studiert und sind so wie ihre Väter Vierteleigentümer der Druckerei. Im Fokus stehen die Mitarbeiter: Hier wird fundierte Lehrlingsausbildung angeboten und laufende Fortbildung forciert - bis hin zur Finanzierung einer berufsbegleitenden Ausbildung. Schließlich weiß man, dass Top-Technologie alleine keinen Umsatz bringt. Dazu braucht es bestens geschulte Mitarbeiter, die die geografisch und branchenmäßig breite Kundschaft optimal beraten. Die hohe Mitarbeitereinbindung macht sich bezahlt - etwa mit der "elektronischen Auftragstasche“, einem selbst entwickelten Softwareprogramm, das einen enormen Produktivitätsschub gebracht hat, da genaue Anweisungen jederzeit von jedem zentral verwaltet werden können - und damit Schnittstellen wegfallen.

"Um sich dieses Know-how zu erarbeiten, braucht es Zeit“, räumt Lechleitner ein. Daneben will er ja auch den Anteil der lukrativen Kartensparte auf 40 Prozent steigern und die Präsenz in Zentraleuropa verdichten. Man kann es sich jedenfalls leisten, in längeren Zeiträumen zu denken: Gewinne bleiben traditionsgemäß im Unternehmen - und mit einer für Österreich unüblich dicken Eigenkapitaldecke von 45 Prozent ist man sowieso solide aufgestellt.

Alpina Druck GmbH
Gesellschafter: Andreas & Rudolf Lechleitner, Martin & Albert Fiegl - je 25%
Firmensitz: 6022 Innsbruck
Umsatz 2011: 11,48 Mio. Euro; EBIT-Marge: 4,1%
Umsatz 2012e: 11,65 Mio. Euro; EBIT-Marge: 4,1%
Exportanteil am Umsatz: >40%
Mitarbeiter 2011: 81
Mitarbeiter 2012: 84
Gewerbeberechtigung: Druck
Internet: www.alpinadruck.com

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