Auftaktveranstaltung zum Cheftag in Wien: Festo-Chef Wolfgang Keiner referierte am TGM

Rund 120 Maturaschüler des "TGM - Die Schule der Technik" versammelten sich am 27. November im Festsaal der Höheren Technischen Lehranstalt in Wien Brigittenau, um dem Karrierevortrag von Festo-Chef Wolfgang Keiner (im Bild Mitte hinten) zu lauschen.

TGM-Veteran und Konzernlenker
Keiner, selbst TGM-Absolvent für Nachrichtentechnik und Elektronik, ist ein alter Hase im Bereich der Automatisierungs- und Antriebstechnik und berichtete über seinen erfolgreichen Werdegang, wofür er sich bei Unternehmen wie BBC (Brown, Boveri & Cie), Omron Electronics, AEG Austria und EXIDE Batterien, dem Weltmarktführer für Akkumulatoren, die Sporen verdient hatte. Schließlich landete er bei Festo, einem Großkonzern für Pneumatik und Automatisierungstechnik, wo er seit 2001 die Position des Geschäftsführers inne hat. "Die Firma Festo zählt weltweit 13.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 1,65 Milliarden Euro", erzählt Keiner.

2.800 Patente angemeldet
Den technisch versierten Zuhörern blieb der Mund offen stehen, als er berichtet, dass das Unternehmen sage und schreibe 2.800 Patente angemeldet hat und sich aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe, zu dieser Größe entwickeln konnte. Die Frage eines Schülers, ob Festo trotz Krise Personal einstelle beziehungsweise welche Anforderungen an künftige Bewerber gestellt werden, folgte auf den Fuß. Die Antwort war zufriedenstellend, obwohl Festo eine sehr geringe Fluktuationsrate aufweise, sucht es doch auch regelmäßig engagierte Praktikanten.

Karriereweg ohne Studium
Über seine Ausbildung erzählt Firmenboss Keiner ohne Wehmut, dass er nach dem TGM-Abschluss ein Studium an der Wirtschaftsuniversität begonnen hatte, dieses allerdings nie beendete. Da er während des Studiums am TGM als Assistent und am Wifi als Referent tätig war und bereits Familie hatte, kam immer etwas zu kurz. "Als ich dann noch ein attraktives Jobangebot bekommen hatte habe ich Bilanz gezogen und mir gedacht: fünf Jahre Studium sind genug", sagt Keiner, der sich ab da "voll und ganz der beruflichen Karriere in der Industrie widmete". In einem Nachsatz fügt er aber hinzu, dass ein abgeschlossenes Studium schon viel Wert sei, obwohl er heute genauso wie damals handeln würde: "In meiner Karriere hat sich immer alles Schritt für Schritt ergeben und mit viel Engagement und etwas Glück lässt sich sehr viel erreichen."

Aus dem Chefalltag geplaudert
Die wissbegierigen Schüler interessierte letztlich auch sehr, wie sich die Arbeitswoche eines Konzernchefs gestalte. "Als Chef muss man immer wissen, wo es langgeht und gleichzeitig immer über Alternativen nachdenken", so Keiner. Neben Meetings und Verhandlungen mit Kunden, dem Führen von Mitarbeitergesprächen und der Erledigung der E-Mail-Korrespondenz mitunter spät in der Nacht, bliebe trotzdem genügend Platz für Familie und Freizeit. Schließlich sei es sehr wichtig, sich Zeit für die Familie zu nehmen und sportlich zu betätigen.

Mehr tun, als man muss
Der Festo-Chef stand den Schülern eine Stunde lang Rede und Antwort. Er scheute auch nicht von den Schattenseiten seines Berufs zu erzählen. Die schwierigste Situation war und ist für Keiner die Kündigung von Mitarbeitern, wobei er in seiner Funktion als Unternehmensleiter immer versucht hatte verantwortlich zu agieren: "Wenn ein Unternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Lage ist, ist man leider zu solchen Schritten gezwungen, ansonsten gefährdet man ja alle Arbeitsplätze." Abschließend gibt Festo-Chef Keiner den Jugendlichen noch einen Rat mit auf den beruflichen Karrierweg: "Alles was in unserer Welt geschieht nur, weil einer mehr tut, als er muss!"

Von Dina Elmani

Im Zuge der #MusicMondays bringt Bieber heute zweite Single auf den (Internet)Markt.
#allthatmatters #MusicMondays #10weeks #heartbreaker #justinbieber @justinbieber @bieberfever #10weeks
 

Internet

All That Matters: Justin Bieber setzt Marketing-Feldzug fort

Verbesserung bei Wlan und im Mobilfunknetz.
 

Mobile

App im Test: Internet-Anbindung von Android-Handys verbessern

Österreichs größte Designfirma Kiska auf dem Sprung in die USA und nach China.
 

Trio des Jahres

1. Platz Dienstleistung 2012: Kiska