'Auf sein Bauchgefühl zu hören, gehört zu den wesentlichen Dingen im Leben'

Trotz straffen Terminkalenders und vorweihnachtlichem Trubel schaffte es Wien Energie-Geschäftsführer Robert Grüneis der Handelsakademie in der Wiener Schmerlinggasse einen eineinhalbstündigen Besuch abzustatten und aus seinem Joballtag zu erzählen. Zu seinem Arbeitsprogramm zählen Sitzungen, Jourfixe-Meetings mit Abteilungsleitern, wichtige Telefongespräche mit Geschäftspartnern sowie der Besuch von Veranstaltungen außer Haus. Mit einem Wort: Der Zeitdruck des Wien Energie-Chefs ist enorm, doch trotzdem sieht man ihm den hohen Stresspegel nicht an. Die Vermutung drängt sich auf, dass die Bewältigung eines hohen Arbeitspensums lediglich eine Sache der Organisation sei… und dies bestätigt Grüneis im Laufe der etwas anderen Schulstunde, in der er über seine Laufbahn und die wichtigsten Prinzipien eines Managers plaudert.

Bei den Wiener Stadtwerken ständig in Bewegung
Grüneis begann 1995 – nach dem er sein Jusstudium absolvierte und zwei Jahre Praktikumserfahrung bei Gericht sammelte – bei den Wiener Stadtwerken als Referent in der Rechtsabteilung. 1998 wurde er Assistent in der Generaldirektion. Drei Jahre später war er bereits als Prokurist und Pressesprecher für die neu gegründete Wien Energie GmbH tätig. 2008 wurde er zum Geschäftsführer der Wien Energie bestellt. Zu seinen Hauptaufgaben zählt der kaufmännische Bereich. Als Mitglied des Gesellschafterausschusses der Wien Energie Bundesforste Biomassekraftwerk GmbH & CO.KG fungiert er seit 2004. Weiters ist Grüneis seit 2005 Mitglied im Aufsichtsrat der ECRA Emission Certificate Registry Austria GmbH

Mit solider Ausbildung Karriereweichen optimal gestellt
"Mit meinem Jusstudium hatte ich natürlich eine solide, fachliche Ausbildung", sagt Grüneins, räumt aber ein, dass das juristische Fachwissen für den Job als Geschäftsführer allerdings zu wenig sei. Das kaufmännisch notwendige Basiswissen, habe er sich im Nachhinein – etwa die Ausbildung zum Bilanzbuchhalter – angeeignet. "Rückblickend war für mich aber die Ausbildung zum Wirtschaftscoach, die ich freiwillig belegte, um Managementskills zu lernen, wesentlich", so Grüneis. Schließlich sei es als Führungskraft das A und O zu erkennen, wie Menschen denken und handeln – also das zwischenmenschliche Spiel theoretisch zu verstehen lernen. Denn: "Unternehmen funktionieren ja nur mit Menschen!"

Tipps für die Manager von Morgen
• "Als Führungskraft muss man zuhören und sich zurücklehnen können." Wichtig sei daher vor allem, die Kompetenzen der Mitarbeiter anzuerkennen und darauf zu vertrauen, dass diese ihren Job nach bestem Wissen und Gewissen erledigen. "Es ist nicht Aufgabe einer Führungskraft, alles zu können und alles zu sein – und ich darf auch nicht glauben, dass ich es besser kann", erklärt Grüneis, der großen Wert auf Mitarbeiter und Teamgeist legt. Für die idealen Rahmenbedingungen, damit effizient zusammen gearbeitet werden könne, müsse er als Führungskraft sorgen.

• "Je höher sie in der Unternehmenshierarchie kommen, umso mehr werden Sie alleine sein. Bereiten Sie sich rechtzeitig darauf vor, dass Sie Entscheidungen alleine treffen müssen. Ich sage immer: Je höher, desto kälter. Daher ist es auf dem Weg nach oben wichtig, gute Freunde zu haben."

• Grüneis' 10 Finger-Prinzip: "Suchen Sie sich zehn Menschen – egal ob im Studium, im privaten Bereich oder im Beruf – für die Sie sich verantwortlich zeigen und die für Sie Verantwortung übernehmen."

• "Hören Sie immer auf Ihr Bauchgefühl, das zählt überhaupt zu den wesentlichen Dingen im Leben."

Von Dina Elmani

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