Mit Kunst & Design sinnvoll investieren:
Stabile Renditen mit Bildern, Möbeln & Co

Wie Sie Ihr Geld in Bilder, Möbel, Schmuck, Antiquitäten, alte Uhren, modernes Design oder Freizeit-Immobilien investieren, die sowohl Ihr Vermögen als auch Ihr Leben bereichern.

Von Thomas Martinek und Franz C. Bauer

Seit der Pleite von Lehman Brothers am 15. September 2008 hat der Name Fuld an der Wall Street einen bitteren Beigeschmack. Schließlich war Richard Fuld der Boss dieser zweitgrößten Investmentbank der Welt und wird gerne als der Hauptschuldige an den Millionenverlusten in den Aktiendepots privater Anleger gesehen. Mitte 2009 setzte dann seine Frau Kathy alles daran, sich den ersten Preis beim Wettbewerb um die weltweit unbeliebteste Person abzuholen. Kathy Fuld gab bekannt, sich von großen Teilen ihrer umfangreichen Kunstsammlung zu trennen. Die internationale Kunstszene heulte auf. Der weltweite Kunstmarkt war trotz der Finanzkrise bis dahin stabil geblieben, doch jetzt war der Startschuss zu einem globalen Preisverfall bei Bildern zeitgenössischer Maler gegeben. Ihr Bild „Woman“ von Willem de Koonig, das auf vier Millionen Dollar geschätzt wurde, erzielte bei Christie’s nur schlappe 2,77 Millionen Dollar. Und auch der absolute Megaseller, Andy Warhol, knickte ein: Das von einem Wall-Street-Broker 2006 um 1,5 Millionen Dollar gekaufte Bildnis von Mick Jagger ging Mitte 2009 um eine Million über den Tisch. Die schlechten Auktionsergebnisse sind kein Einzelfall. Der Mei Moses All Art Index, der die Entwicklung der Auktionspreise bildender Kunst mit dem Standard & Poor’s 500 Index vergleicht, sackte um zehn Prozentpunkte ab.

Sind die Zeiten, in denen auch Kunstgegenstände Wertzuwächse verbuchen konnten, vorbei? Ganz im Gegenteil, sagen Experten. Kunstmanager Hubert Thurnhofer, der private Sammler und Unternehmen beim Ankauf von Kunstwerken berät: „Es spricht derzeit alles für ein langfristiges, nachhaltiges Investment in Kunst. Erstens sind die Zinsen am Boden, eine Veranlagung am Sparbuch führt de facto zum Wertverlust. Zweitens sind vertrauenswürdige Investmentmöglichkeiten derzeit Mangelware. Damit ist Kunst heute das beste alternative Investment.“ Und noch ein Punkt spricht für die Veranlagung von Geld abseits des Kapitalmarkts: Die Gefahr einer steigenden Inflation hängt noch immer wie ein Damoklesschwert über den Volkswirtschaften. Wenn wir all das, was Regierungen zum Auffangen der krisengebeutelten Wirtschaft ausgegeben haben, ohne es zu besitzen, zurückverdienen müssen, dürften steigende Inflationsraten unausweichlich sein.
Und dann haben nicht mehr Anlagen in Geld, sondern in Sachwerte Hochkonjunktur. Immobilienmakler Georg Spiegelfeld: „Wir merken immer öfter, dass uns Leute speziell unter diesem Gesichtspunkt ansprechen. Sie wollen Geld, das sie auf der Bank liegen haben, lieber in Immobilien umschichten.“ Aber es sind nicht nur Immobilien, die als klassische inflationsresistente Anlageform immer stärker in den Fokus der Investoren kommen. Immer häufiger hört man das Motiv: „Auf der Bank bekomme ich keine Zinsen mehr, also kaufe ich mir etwas Schönes, das ­seinen Wert behält oder ihn vielleicht noch steigert.“ Das ­Argument macht Sinn. Denn den reinen finanziellen Wert kann man mit der Freude am Schönen noch erhöhen. Der Fiskus jedenfalls behandelt dieses Investment, die Erlöse aus dem Verkauf von Sammlerstücken, genauso wie jene von Aktien oder Anleihen: Nach einem Jahr sind Spekulationsgewinne steuerfrei. „Nur wenn man Antiquitäten betrieblich nutzt“, erklärt Andreas Bernhart von der Wirtschaftsprüfungskanzlei Unitreu, „kann man gewisse steuerliche Vorteile nutzen.“

- Antiquitäten und Kunstwerke dürfen zwar nicht abgeschrieben werden, Unternehmer können sich aber die Vorsteuer des Kaufpreises rückerstatten lassen.
- Kosten für Reparaturen (Restaurierungen) und Instandhaltung sind abzugsfähig.
- Erlöse aus dem Verkauf aus dem Betriebsvermögen müssen versteuert werden. Beim Verkauf von Antiquitäten durch Private sind die Erlöse nach einem Jahr steuerfrei.

Aber meistens stehen beim Kauf von alten Möbeln, Bildern, Uhren, alten Autos oder modernen Design-Stücken die finanziellen Aspekte gar nicht so sehr im Vordergrund. Es geht nicht um schnelles Spekulieren, sondern um den Wunsch, langfristige Werte zu schaffen, die einen selbst, aber auch noch spätere Generationen erfreuen können. Es scheint, als ob auch bei diesem Konsumverhalten eine Rückbesinnung auf traditionelle Begriffe wie Wertbeständigkeit, Haltbarkeit, hohe qualitative Ausführung immer stärker um sich greift. Man erwartet nicht so sehr eine Rendite, die aus einem finanziellen Mehrwert besteht, sondern die aus dem Gefühl, etwas Schönes, Außergewöhnliches, Besonderes, künstlerisch und handwerklich Wertvolles zu besitzen, entsteht.

trend hat daher einen kleinen Leitfaden zusammengestellt, wie man pekuniären Werterhalt mit einem Mehr an Lebensqualität verbinden kann. Experten für Möbel und Design, alte und zeitgenössische Malerei, Kunst und Antiquitäten, antike Teppiche, Uhren, Oldtimer und Immobilien verraten, welche Stücke und Objekte sie Käufern unter dem Aspekt des Wertzuwachses empfehlen würden und worauf man achten muss, um wirklich außergewöhnliche Werke und Sammlerstücke zu bekommen.

Avaaz sammelt nicht nur online Millionen von Unterschriften, sondern begleitet seine Kampagnen oft mit öffentlichen Aktionen. In vielen Fällen, gerade bei globalen Anliegen, ist das von Erfolg gekrönt.
 

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