Michael Eisler, Wappwolf

Wenn Michael Eisler, 31, über die Gründung seines Startups vor zwei Jahren spricht, gerät er ins Schwärmen: „Das ist wie Bungee-Jumping, ohne zu wissen, ob man unten heil ankommt. Aber das Gefühl des Flugs ist einfach geil!“ Seinen Sprung hat er Wappwolf genannt.

Die weltweit bislang einzigartige Idee kam dem ehemaligen CEO eines erfolgreichen B2B-Unternehmens mit Freunden schon vor einigen Jahren bei einem Bier: Es geht um das automatisierte Verarbeiten von Dateien in einer frei definierbaren Prozesskette, sei es um seine Word-Files automatisch in PDFs umzuwandeln oder alle Fotos, die man auf Flickr stellen will, automatisiert zu verkleinern. Das und viel mehr ist auf dem Wappwolf-Portal einstellbar, auf dem Entwickler ähnlich wie bei Apples Appstore verschiedene Prozessketten verkaufen können – woran Wappwolf, so das Geschäftsmodell, partizipieren will.

Über 1,5 Millionen Dokumente wurden seit dem Start zu Beginn des Jahres bereits verarbeitet, doch das ist erst der Anfang. Sobald große Unternehmen Lizenzen dafür erwerben, sollte das Geschäft boomen. „Unser Ziel ist der Wappwolf-Button auf jedem Computer“, ist Eisler vom Erfolg seiner Idee überzeugt. „Dadurch können immer wiederkehrende Aktionen automatisiert und die Produktivität gesteigert werden.“

Zwölf Mitarbeiter arbeiten derzeit bei Wappwolf, drei davon bereits in San Francisco, wo eine AG gegründet wurde. Entwickelt wird in Linz, weil in den USA schon kaum mehr Programmierer zu haben sind. Der Schritt in die USA erfolgte bereits vor einem Jahr, „dort gibt es mehr Risikokapital und einen großen Hunger nach IT-Innovationen“. Bis zu eine Million Dollar sollen derzeit von österreichischen Investoren über eine Wandelschuldverschreibung eingesammelt werden, über die Hälfte wurden bereits gezeichnet; 500.000 Euro Eigenkapital der Gründer stecken in Wappwolf. Eisler: „Ich versuche in Österreich ein Katapult zu bauen, das mich endgültig in die USA torpediert.“

Avaaz sammelt nicht nur online Millionen von Unterschriften, sondern begleitet seine Kampagnen oft mit öffentlichen Aktionen. In vielen Fällen, gerade bei globalen Anliegen, ist das von Erfolg gekrönt.
 

trend

Avaaz – Politik und Konzerne im Visier

 

trend

Berufsunfähigkeitsversicherungen – Prämienübersicht und Vergleich

Die Reichsten aller Kontinente

trend

Die Reichsten aller Kontinente