Kronen-Zeitung will Anteile zurückkaufen: Wr. Städtische und Erste als Finanzier offen

Bei den Preisverhandlungen für den Rückkauf des 50-Prozent-Anteils der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) an der Kronen Zeitung ist man schon auf die 200-Millionen-Euro-Marke vorgerückt, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner aktuellen Ausgabe. Dennoch könnte sich der Abschluss des Deals noch ziehen. Frühestens im Sommer dürfte Hans Dichand seinem Ziel, 100 Prozent der Krone in Händen zu halten, endgültig näher kommen.

Nachdem die Erste Bank ihre Bereitschaft für einen Beteiligungskredit hat durchblicken lassen, könnte auch die Wiener Städtische Versicherung Dichand finanziell unterstützen, berichtet der "trend". "Das ist bei uns nur eine Frage, ob es ein gutes Geschäft ist", sagt Städtische-Generaldirektor Günter Geyer. Medienbeobachter sehen dahinter aber auch etwas anderes: Wenn Erste und Wiener Städtische Dichand bei dem Deal finanziell unter die Arme greifen, könnte das auch ein Gegengewicht zu den Medienbeteiligungen von Raiffeisen (u. a. trend, profil, Format) bilden. Dort will man sich aber ebenfalls in Sachen Kronen Zeitung engagieren. Sollte Dichand, wie kolportiert, nicht nur den Rückkauf der WAZ-Anteile im Visier haben, sondern auch den Ausstieg aus der Mediaprint (50:50-Beteiligung von Krone und Kurier), würde Raiffeisen dem nur zustimmen, wenn die Giebelkreuzler einen Anteil an der Kronen Zeitung von knapp 25 Prozent erhalten. Aber dann wäre die Krone erst recht nicht allein in Dichands Händen.

Hans Dichands neuesten Pläne. Lesen Sie mehr dazu im aktuellen trend!

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