Shades of Grey – Sado-Monetarismus

Shades of Grey – Sado-Monetarismus

Die Self-Publishing-Blaupause: Die "Shades of Grey“-Trilogie der Britin E. L. James schlägt alle Rekorde.

Am Anfang waren die "Masters of the Universe“. Unter diesem Titel begann eine Autorin mit dem Pseudonym Snowqueens Icedragon auf dem Portal fanfiction.net ab 2009 einen Stoff zu erzählen, der an die Twilight-Saga von Stephenie Meyer anknüpfte. Wegen Kritik an der Darstellung von Sado-Maso-Praktiken, aber auch großen Leserzuspruchs übersiedelte die Schreiberin das Konvolut später auf 50shades.com .

Der kleine australische Independent-Verlag "The Writer’s Coffee Shop“ entdeckte es und druckte den Text 2011. Dank Mundpropaganda und Social Media riss der Erfolg nicht ab - heute gilt die "Shades of Grey“ - Trilogie der Autorin E. L. James (richtig: Erika Leonard) trotz konsequent schlechter literarischer Kritiken als einer der größten Verkaufserfolge in der Buchgeschichte. Über 70 Millionen Bücher der bizarren Beziehungsgeschichte zwischen der Literaturstudentin Ana Steele und dem Milliardär Christian Grey wurden bis Ende 2012 verkauft; inzwischen könnten es schon 100 Millionen sein. Die Bertelsmann-Tochter Random House hat E. L. James fast ein Zehntel ihres Jahresabsatzes zu verdanken.

Ein Teil der Erfolgs liegt wohl auch darin begründet, dass die Hemmschwelle zum Erwerb von Erotik- bis Sado-Maso-Büchern im anonymen elektronischen Modus entfällt. Ein Indiz dafür ist, dass der Anteil von Taschenbüchern und E-Books bei der Trilogie mit 50 zu 50 angegeben wird - bedeutend mehr als bei herkömmlichen Bestsellern, wo der Digitalanteil bei rund 20 Prozent liegt. Ein Ende des Verkaufserfolgs ist jedenfalls vorerst nicht in Sicht: Im August 2014 soll die Verfilmung mit Charlie Hunman und Dakota Johnson in den Hauptrollen in die Kinos kommen.

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