Die größten Urlaubsfallen - und wie man sie umgeht

Die größten Urlaubsfallen - und wie man sie umgeht

1. Jede Minute zählt

• Die Falle: Am besten nutzt seinen Urlaub aus, wer keine Minute verschenkt. Also idealerweise direkt vom Büro zum Flughafen, am WC dort umziehen - und ab in die ersehnten Ferien.

• Der Ausweg: Zwischen dem letzten Arbeitstag und der Abreise in den Urlaub sollte ein Puffertag liegen. Keine Angst, man verschenkt damit keine wertvolle Urlaubszeit, im Gegenteil: Der Urlaub beginnt dann schon entspannt bei der Anreise. Ganz Clevere nutzen einen kleinen Schwindel: Sie sagen ihren Kunden und Kollegen, dass ihr Urlaub einen Tag früher beginnt, als es tatsächlich der Fall ist. Das schützt vor stressigen Last-Minute-Aufgaben und hilft, wichtige Arbeiten vor dem Urlaub abzuschließen. Der Trick funktioniert auch bei der Rückkehr und schützt davor, gleich am ersten Tag mit Anrufen und Aufgaben überschüttet zu werden - schließlich ist man offiziell ja erst am nächsten Tag wieder im Büro.

2. Am besten alles liegen lassen und einfach raus aus dem Büro

• Die Falle: Warum sich am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub noch unnötig plagen? Die unerledigte Arbeit läuft ja nicht weg und ist nach dem Urlaub - leider - immer noch da.

• Der Ausweg: Unerledigte, wichtige Aufgaben sind ein Garant dafür, im Urlaub nicht abschalten zu können. Besser: Wichtiges nach Möglichkeit erledigen, alles Unerledigte wird fein säuberlich auf eine Liste geschrieben zur Bearbeitung nach den Ferien. Damit ist der Kopf frei und entlastet, man muss nicht ständig an die Arbeit denken, weil alles aufgeschrieben ist und damit nicht übersehen werden kann.

3. Bloß keine Planung

• Die Falle: Unser ganzes Leben ist verplant, bitte nicht auch noch der Urlaub.

• Der Ausweg: Ob Bergtour, Yogakurs oder die Radltour mit den Kindern - wer im Urlaub bestimmte Dinge erleben möchte, kommt um eine gewisse Planung nicht herum. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Urlaubsplanung ist auch, dass man sich bewusst Gedanken machen muss, was man im Urlaub eigentlich möchte: Welche Aktivitäten soll es überhaupt geben, was soll gemeinsam erlebt werden, was möchte jeder lieber alleine machen? Und wem das Wort "Planung“ absolut nicht gefällt, der kann ja von "Urlaubssteuerung“ sprechen.

4. Im Urlaub hole ich alles nach

• Die Falle: Endlich Zeit zu faulenzen, Sport zu treiben, mich mit meinen Kindern zu beschäftigen, neue Kulturen kennen zu lernen, interessanten Menschen zu begegnen, endlich das Golf-Handicap verbessern, in Ruhe Bücher lesen, Zeit für den Partner haben. Wenn ich das im Urlaub nicht schaffe, komme ich nie dazu.

• Der Ausweg: Runter mit den Erwartungen. Nicht zu viel vornehmen, sonst wird der Urlaub stressiger als der Job. Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr. Man muss nicht jede Kirche besichtigen und jeden Berggipfel besteigen.

5. Je weiter weg es im Urlaub geht, desto besser die Erholung

• Die Falle: Auch wenn nur wenige freie Tage zur Verfügung stehen: Die moderne Welt ist ein Dorf, in dem man dank vieler Flugverbindungen überall schnell hinkommt. Also lieber Bali statt Bad Ischl.

• Der Ausweg: Ferne, exotische Länder haben ihren Reiz, allerdings sind lange Flüge in andere Zeit- und Klimazonen eine erhebliche Belastung für den Körper. Große Distanzen zurückzulegen lohnt sich nur, wenn ausreichend Zeit für Umstellung und Eingewöhnung zur Verfügung steht. Ansonsten gilt: Das Gute liegt so nah.

6. Die Erholung muss am ersten Tag einsetzen

• Die Falle: Das Hotel ist teuer, das Meer warm, die Liegen bequem. Wenn jetzt nicht gleich die Erholung einsetzt, mache ich etwas falsch.

• Der Ausweg: Erholung lässt sich nicht erzwingen. Körper und Geist brauchen Zeit zur Umstellung. Eine gewisse innere Unruhe und Unzufriedenheit in den ersten Urlaubstagen ist daher nichts Ungewöhnliches, denn der Stresspegel fällt nur langsam ab.

7. Ich muss auch im Urlaub für die Firma erreichbar sein. Sonst werde ich unruhig

• Die Falle: Die moderne Kommunikationstechnologie macht es möglich: Auch im Urlaub ist man stets erreichbar. Also regelmäßig aufs Smartphone schauen und die Mails checken. Das beruhigt die Nerven, weil man nichts Wichtiges versäumt.

• Der Ausweg: Wer auch im Urlaub dauerhaft erreichbar ist, hält sein Gehirn im Aktivitätsmodus unter Dampf, was die Erholung erschwert. Ist ein dauerhaftes Abschalten von Laptop und Handy absolut nicht möglich, hilft es, feste Zeiten festzulegen, in denen die Mailbox abgehört und Mails beantwortet werden. Eine Stunde in der Früh oder am Abend sind dafür reserviert, der Rest des Tages ist dann wirklich Urlaub.

8. Mit meinem Partner war es in letzter Zeit schwierig, aber im Urlaub wird alles wieder gut

• Die Falle: In der Hektik des Alltags kommt die Partnerschaft oft zu kurz, es ist zu wenig Zeit zum Reden. Aber wenn wir erst mal im Romantik-Hotel eingecheckt haben, wird alles so wie früher.

• Der Ausweg: Runter mit den Erwartungen. Nur das gemeinsame Verreisen rettet keine Ehe. Umgekehrt ist es auch ein Irrtum zu glauben, wenn ein Paar seinen Urlaub gemeinsam nicht genießen kann, passt es deshalb nicht zusammen. Es muss vorher ausgesprochen werden, was vom Urlaub erwartet wird: möglichst viel Zeit gemeinsam zu verbringen oder jeder soll das machen, was er am liebsten tut - auch ohne den Partner.

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