Her mit der Marie: trend zeigt, wie es mit
der nächsten Gehaltserhöhung klappen wird

Gehaltserhöhung – in Zeiten wie diesen? Klingt ganz schön obszön und ziemlich aussichtslos. Aber mit der richtigen Einstellung und der passenden Vorbereitung kann es trotzdem klappen!

Es ist Ihnen wohl völlig entgangen, dass die Wirtschaft gerade von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde, wir im Zuge der Krise 500 Stellen abgebaut und die Kollegen aus der Produktion auf Kurzarbeit geschickt haben? Zehntausende da draußen wären froh, Arbeit zu haben, und Sie kommen daher und wollen mehr Gehalt?“ Die Entrüstung des Chefs wirkt glaubwürdig und das Argument nachvollziehbar.

Heißt es nun, reumütig den Rückzug anzutreten, das Thema nicht sobald wieder aufs Tapet zu bringen oder gar in Dankbarkeit für den Arbeitsplatz unentgeltlich Mehrarbeit zu leisten? Ist es wirklich frivol, angesichts von Arbeitslosenschwemme und beim ersten, kaum noch spürbaren Erholungshauch nach der Krise schon die Hand aufzuhalten?

Ganz im Gegenteil! „Engagierte und motivierte Leistungsträger sind nach wie vor eine der wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens, die besonders in schwierigen Zeiten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Marktposition leisten“, ist Gregor Rauchenberger, Vergütungsexperte der Personalmanagement- Beratung Hewitt Associates, überzeugt. Engagement und Motivation gehen aber bald verloren, wenn Leistung und Entlohnung nicht zusammenpassen.

Boot braucht Seeleute
Martin Wehrle, Gehaltscoach und Autor des Buchs „Lexikon der Karriereirrtümer“, ist der Überzeugung: „Wer Spitzenleistungen bringt, kann immer nach einer Gehaltsanpassung fragen. Gerade in der Krise braucht die Firma ihre Leistungsträger. Das ist wie bei einem Boot im Sturm: Jetzt müssen die besten Seeleute an Bord bleiben und das Schiff in ruhigere Gewässer steuern.“

Voraussetzung ist allerdings, dass man seine Leistung seit der letzten Gehaltsverhandlung nachweislich gesteigert hat und dies auch sichtbar macht, denn „wichtig ist nicht nur, dass man seine Leistung tatsächlich gesteigert hat, man muss sie auch verkaufen. Leistung macht zehn Prozent des Gehalts aus, Eigen-PR hingegen neunzig Prozent“, so Wehrle.

Eine gründliche Vorbereitung ist das Geheimnis jeder erfolgreichen Verhandlung. Dafür ist es unumgänglich, eine Art persönlicher Bilanz zu erstellen. Idealerweise wird schon lange vor dem Gehaltsgespräch eine Leistungsmappe angelegt, die man kontinuierlich füllt. „Durch welche meiner Leistungen habe ich für das Unternehmen Mehrwert geschaffen?“, sollte man sich – laut Kommunikationstrainerin und Psychologin Ingrid Kösten – als Vorbereitung auf ein Gehaltsgespräch fragen. „Habe ich neue Aufgabenbereiche übernommen, gab es positives Kunden- Feedback, oder habe ich neue Kenntnisse erworben, die dem Unternehmen dienlich sind?“ Am besten ist es natürlich, wenn die positiven Auswirkungen für das Unternehmen in Zahlen messbar sind, wenn etwa Neukunden gewonnen oder Ersparnisse durch das Neuverhandeln von Lieferantenverträgen lukriert werden konnten.

Lesen Sie im trend 11/09 und auf www.trend.at , warum die innere Einstellung bei Gehaltsverhandlungen so wichtig ist!

Avaaz sammelt nicht nur online Millionen von Unterschriften, sondern begleitet seine Kampagnen oft mit öffentlichen Aktionen. In vielen Fällen, gerade bei globalen Anliegen, ist das von Erfolg gekrönt.
 

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