Heilende Milliarden der Medizintechnik:
Austro-Unternehmen in der Weltspitze

Der Markt für medizinische Geräte wächst jährlich zweistellig. Österreichs Anteil ist noch klein, doch einige Unternehmen haben den Sprung an die Weltspitze schon geschafft.

Von Franz C. Bauer und Peter Sempelmann

Sie holen Menschen mit völligem Gehörverlust aus der ewigen Stille. Sie helfen, einen Herzstillstand zu überleben. Sie ermöglichen den Blick in die innersten Organe, und wenn einmal eine Wunde schlecht heilt, dann sind sie mit Hightech zur Stelle: Österreichs Medizintechnikbranche kann mit der Weltspitze mithalten. Groß ist die Bandbreite der Unternehmen: von mit ­Liquidität üppig versorgten Töchtern multinationaler Konzerne bis zum Hinterhof-Start-up. „Das Produktspektrum, das Unternehmen in Österreich abdecken, reicht vom Schlaflabor bis zur Blutwäsche“, weiß Martin Zauner, Leiter des Lehrgangs Medizintechnik am Fachhochschulzentrum Linz.

Doch was die Quantität betrifft, liegt Österreich weit abgeschlagen hinter den Marktführern. Etwa im Vergleich mit Deutschland ist Österreich noch Entwicklungsland: Arbeiten dort 110.000 Menschen im Bereich Medizintechnik, so sind es hierzulande, verschiedenen Schätzungen zufolge, weniger als 5000. Die Chance, an einem der weltweit interessantesten Wachstumsmärkte teilzunehmen, nutzen heimische Unternehmen relativ spärlich.

Dabei lockt der Bereich mit hohen Wachstumsraten. Laut einer Studie des Hamburger Weltwirtschafts-Instituts liegt das Marktvolumen der Medizintechnik derzeit bei rund 200 Milliarden Euro. In Osteuropa – einer Region, mit der Österreich traditionell enge Handelsbeziehungen unterhält – ist bis 2020 mit einem jährlichen Wachstum um neun Prozent zu rechnen. In Asien wächst die Nachfrage dieser Prognose zufolge sogar um jährlich 16 Prozent. „Österreich sollte das Feld in diesem globalen Wachstumsmarkt nicht anderen überlassen“, warnt Zauner davor, einen Megatrend zu verschlafen. Das Potenzial dafür ist seiner Meinung nach jedenfalls vorhanden: „Alle Autozulieferer sind gewöhnt, mit höchs­ten Qualitätsanforderungen und großen Stückzahlen umzugehen. Medizintechnik bietet sich als zukunftssichere Alternative an.“ Für einige Unternehmen hat diese Zukunft bereits begonnen.

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