Steueroptimierung

Steueroptimierung

Wie man eine alte, höher verzinste Anleihe optimal nutzt.

Warum sollte man sich in Zeiten wie diesen ausgerechnet von einer soliden Anleihe trennen, die 6,5 Prozent Zinsen zahlt (netto 4,875%) und noch bis März 2021 läuft? Die Antwort lautet: Weil es sich um eine Anleihe aus dem "Altbestand“ handelt - und weil man damit noch heuer einen steuerfreien Gewinn von 37,24 Prozent kassieren kann.1)

Nach Meinung der Capital Bank geht man am besten folgendermaßen vor:

• Verkauf zum Kurs von 137,24, Gewinn bleibt steuerfrei.

• Der Betrag wird nun in eine vergleichbare Anleihe mit ähnlichem Kurs und ähnlicher Verzinsung investiert. Das erscheint auf den ersten Blick unsinnig, denn bezogen auf den Kaufkurs von 137 reduziert sich die Rendite von 6,5 auf 4,7 Prozent (netto 3,5). Zur Erklärung: Der hohe Kurs der Anleihe ergibt sich aus der langen Restlaufzeit und dem hohen Zinskupon. Die tatsächliche Rendite ist dementsprechend geringer. Und sie orientiert sich am derzeit üblichen Zinsniveau.

• Allerdings: Man kauft sich damit gleichzeitig steuerlich verwertbares Verlustpotenzial ein - schließlich handelt es sich jetzt um eine Anleihe im Neubestand. Und dieses Verlustpotenzial ist gleichsam vorprogrammiert: Bis zur endgültigen Tilgung sinkt der Kurs der Anleihe wieder gegen 100.

• Für einen Anleger, der zu 137 gekauft hat und jetzt nur noch 100 zurückbekommt, ergibt sich ein Minus, das sich dann gegen andere Gewinne im Jahr 2021 steuermindernd gegenrechnen lässt. Vorausgesetzt freilich, dass es diese Gewinne dann tatsächlich gibt.

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