Steuerfalle

Steuerfalle

In Zeiten turbulenter Finanzmärkte sollte man keine falschen Schritte setzen. Sonst setzt der Fiskus noch einen drauf.

Wertpapiere mit Verlust zu verkaufen mag eine gute Sache sein - steuerlich gesehen aber nur dann, wenn man mit dem Verlust einen Gewinn gegenrechnen kann. Wenn man sich zu Panikreaktionen hinreißen lässt, wie das (siehe Grafik oben) beim Börsen-Crash 2008/09 häufig passierte, kann das ganz schön ins Auge gehen: Der Verlust aus dem übereilten Verkauf in den fallenden Markt hinein ist steuerlich gesehen wahrscheinlich irrelevant, wenn es in einer solchen Katastrophensituation vor Jahresende keine passenden Gewinne gibt.

Auch wenn man den Wiederanstieg frühzeitig erkennt und den vorherigen Verlust mehr als wettmacht, darf man sich nicht zu früh freuen: Der Kursgewinn zwischen 70 und 105 Euro (in diesem Beispiel also 35 Euro) wird mit 25 Prozent Kest belastet, also mit 8,75 Euro. Aus den fünf Euro Gewinn, die man unterm Strich eigentlich gemacht hat, wird ein Verlust. Hätte man nicht in Panik verkauft und dann wieder rückgekauft, hätte sich der Fiskus mit 1,25 Euro zufriedengeben müssen. Und dem Anleger wären dann netto wenigstens 103,75 Euro geblieben.

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