Auf und ab: Ölpreise auf "Achterbahnfahrt"

Auf und ab: Ölpreise auf "Achterbahnfahrt"
Auf und ab: Ölpreise auf "Achterbahnfahrt"

Am Ölmarkt geht es rund: Eine richtige Berg- und Talfahrt macht der Kurs von Rohöl. Nach einem Minus noch am Vormittag drehten die Kurse am Nachmittag ins Plus. Brent notierte zuletzt über 33 Dollar und somit um rund fünf Prozent höher las zur Eröffnung. Die OPEC will sich angeblich demnächst doch zusammen setzen und über Maßnahmen zum Ölpreisverfall beraten.

Eine regelrechte Achterbahnfahrt legten am gestrigen Mittwoch die Notierungen für die Ölpreise hin. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete am späten Mittwochabend 33,34 US-Dollar (+4,84 Prozent) - das sind 1,54 Dollar mehr als am Vortag. WTI Crude kostet das Fass 32,58 Dollar (+3,59 Prozent/Stand 19:30 Uhr MEZ) - 1,23 Dollar hatte der Preis sich verteuert.

Am Vormittag zeigte der Preis allerdings in die entgegengesetzte Richtung. WTI Crude hatte zeitweise 80 Cent verloren und notierte bei 30,85 Dollar. Damit geht es munter weiter mit dem rauf und runter: Seit Montag bewegten sich die Notierungen in einer Bandbreite zwischen 33 Dollar und 29 Dollar kräftig auf und ab.

Aktueller Ölpreis (BRNT XC0007240267)

Etliche Unternehmensmeldungen brachten außerdem Bewegung in die Aktienkurse. Bobachter sehen derzeit leichte Anzeichen, dass der Pessimismus vielleicht weichen könnte.

Von der Entscheidung der US-Notenbank Fed erwarten die Marktteilnehmer keine großen Änderungen. Allerdings schielen die Anleger darauf, wie die Fed die Zukunftsaussichten der Wirtschaft in China einschätzen wird. Ebenso erwarten sie Aussagen zum Ölpreisverfall sowie der Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten.

Nach dem Ausverkauf am Ölmarkt in den vergangenen Wochen sprechen Experten von einem nervösen Handel seit Beginn der Woche. "Die Ölpreise befinden sich auf einer Achterbahnfahrt." So beschreiben Rohstoffexperten der Commerzbank die jüngste Preisentwicklung.

Treffen der OPEC-Länder

Angesichts des anhaltenden Ölpreisverfalls könnte es ein Treffen der OPEC-Staaten laut einem Agenturbericht noch im Februar geben. Dies habe der Chef des russischen Pipeline-Monopolisten Transneft, Nikolai Tokarew, gesagt, meldete die russische Interfax am Mittwoch.

Zudem berichtete die russische Agentur TASS unter Berufung auf Transneft, Russland wie auch die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) könnten über eine mögliche Drosselung der Ölproduktion diskutieren. Kurz zuvor hatten hochrangige Regierungsmitglieder noch gesagt, die russische Regierung wolle mit der OPEC nicht über eine Zusammenarbeit verhandeln.

Die Ölpreise sind wegen des Überangebots und der flauen Weltkonjunktur seit Mitte 2014 um rund 70 Prozent gesunken.

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