Italienische Molkerei sichert Anleihe mit Parmesan ab

Italienische Molkerei sichert Anleihe mit Parmesan ab

Arbeiter kontrollieren ein Parmesan-Rad.

Eine Genossenschaft in Italien geht bei der Geldbeschaffung neue Wege und sichert Unternehmensanleihen mit Käse ab. Der Molkerei-Betrieb namens "4 Madonne Caseificio dell'Emilia" hat mit der Ausgabe sogenannter Mini-Bonds sechs Millionen Euro eingesammelt.

Als Sicherheit dienen die rund 40 Kilogramm schweren Parmesan-Laibe. Mini-Bonds gelten als alternative Finanzierungsquelle für kleine und mittelständische Firmen, die bei Krediten traditionell auf Banken angewiesen sind. Da diese auf einem Berg fauler Kredite sitzen, sind sie bei der Darlehensvergabe eher zögerlich. Ministerpräsident Matteo Renzi hat Mittelständler ausdrücklich aufgefordert, sich im Zuge der wirtschaftlichen Erholung neue Finanzierungsquellen für Investitionen zu erschließen. "4 Madonne" will mit dem eingesammelten Geld Anlagen modernisieren und für seinen Parmesan in der Region Emilia Romagna die Werbetrommel rühren.

Die Molkerei "4 Madonne" wurde 1967 gegründet und produziert laut eigenen Angaben 75.000 Parmesan-Räder pro Jahr - was rund zwei Prozent der weltweiten Parmesan-Produktion entspricht. Von 3,3 Millionen Laiben jährlich gehen 800.000 in den Export - den gesamten Rest verspeisen die Italiener selbst.

Der Terminus Parmesan ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung - der Käse muss tatsächlich aus der Region um Modena, Bologna und Mantua kommen.

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