Die Banken haben ihre alljährliche Jagd auf Studenten eröffnet

Für Menschen ohne regelmäßiges Einkommen kann es recht mühsam sein, ein Konto zu eröffnen. Immerhin fallen Gebühren an und die Banken sind nicht eben erpicht darauf, auf diesen sitzen zu bleiben. Doch es gibt eine Personengruppe, bei der sich die Institute förmlich darum reißen, sie als Kunden zu gewinnen, obwohl regelmäßige Geldflüsse die Ausnahme sind und die Haben-Seite meist eher spärlich dotiert ist.

Die Banken haben ihre alljährliche Jagd auf Studenten eröffnet

Dem betreffenden Personenkreis werden sogar die für normale Kunden üblichen Kontogebühren erlassen, zusätzlich gibt es noch Geschenke und Gratisangebote: Auch heuer haben sich die Institute wieder einige Goodies ausgedacht, um neu inskribierte Studentinnen und Studenten dazu zu bewegen, ein Studentenkonto zu eröffnen.

Daraus, dass der Geschäftsbereich "Studentenkonten“ ein Verlustgeschäft ist, machen die Banken gar kein Geheimnis, aber "man muss das über den Lebenszyklus sehen. Hier geht es darum, eine Zielgruppe mit hohem Zukunftspotenzial anzusprechen“, erklärt Günther Haas von der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Dass die Banken in die angehenden Akademiker einige Hoffnungen setzen, zeigt sich schon bei den Eintrittsgeschenken: Wer etwa Medizin inskribiert und sich für die Erste Bank entscheidet, der darf sich über einen Arztkittel freuen. Die Oberbank wiederum ist um die Pünktlichkeit ihrer Neo-Klientel besorgt: Zum Studentenkonto gibt’s eine Uhr.

Weniger großzügig zeigen sich die Institute bei den Überziehungen: Automatisch läuft da nichts, die vorgeschlagenen Überziehungsrahmen sind knapp bemessen. "Sie dienen in erster Linie ja auch nur dazu, um die für Studenten typischen unregelmäßigen Einkünfte auszugleichen“, so Haas. Am teuersten ist eine Kontoüberziehung bei Bank Austria, Bawag und Erste Bank, die allesamt flotte 9,5 Prozent kassieren. Mäßig attraktiv fallen auch die Kreditkarten-Angebote aus: Wer hier auf die Versicherungsleistung verzichtet, findet bei den von Handels-oder Dienstleistungsunternehmen ausgegebenen, sogenannten Co-Branding-Kreditkarten (zum Beispiel Wein&Co, A1, ÖAMTC, Hervis), billigere oder zumindest gleich gute Angebote.

Schöne Zinsen

Im Vergleich zu normalen Konten gute Konditionen finden sich dagegen auf der Habenseite. Hier führt die easybank mit einem beachtlichen Zinssatz von einem Prozent. Interessant sind auch die Zusatzangebote der Erste Bank, deren Bankkarte als International Student Identity Card gilt, und von Raiffeisen, deren Studentenkarte das Logo "EYCA - European Youth Card Austria“ ziert. Beides ermöglicht den Zugriff auf zahlreiche Vergünstigungen im In- und Ausland. Gern genutzt wird auch das mitunter sehr umfangreiche Ticketservice der Banken.

Die Großzügigkeit der Institute zahlt sich aus. Zahlreiche Akademiker bleiben nämlich jenem Institut treu, bei dem sie einst ihr Studentenkonto beantragt haben - wie etwa der Autor dieser Zeilen: Zwar trägt die Bank nach einer Übernahme längst einen anderen Namen, aber das Konto ist immer noch das gleiche wie bei der Eröffnung. Und diese liegt immerhin mehr als vier Jahrzehnte zurück.

…und was sagt der trend?

Wer ein Studentenkonto eröffnen möchte, sollte erst über seine Nutzungsgewohnheiten nachdenken. Sind Ticketservice und diverse Jugendkarten wichtig - oder zählen ausschließlich die Konto-Konditionen? Nur, um in den Genuss kurzfristig interessanter Geschenke zu kommen, kann keine Basis für die Auswahl einer möglicherweise jahrzehntelangen Geschäftsbeziehung sein.

Ausgewählte Angebote für angehende Akademiker

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