GEGENDARSTELLUNG

Am 26. Juni 2009 wurde auf der Website http://www.trend.at in einem Artikel mit dem Titel "Siemens steht die Krise noch bevor: Heuer soll es noch Rekordgewinne geben" die Behauptung verbreitet, dass Peter Löscher, der Vorsitzende des Vorstandes der Siemens Aktiengesellschaft (in der Folge nur kurz: Siemens AG), "die Wirtschaftskrise noch bis vor wenigen Monaten tapfer ignoriert" hätte.


Diese Behauptung ist insoweit unwahr, als die Siemens AG und Peter Löscher bereits seit Mitte 2008, unter anderem auch in den Quartalsberichterstattungen der Siemens AG, auf einen drohenden konjunkturellen Abschwung hingewiesen und dementsprechend diverse Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet haben.

Des Weiteren wird in diesem Artikel die Behauptung verbreitet, dass Peter Löscher noch "zu Jahresbeginn für das Geschäftsjahr 2008/09 (Bilanzstichtag 30. September) einen Gewinnsprung auf bis zu 8,5 Milliarden Euro" für die Siemens AG angekündigt hätte.

Diese Behauptung ist insoweit unwahr, als Peter Löscher diese Ankündigung nicht zu Beginn des Jahres 2009 gemacht hatte, sondern bereits im Juli 2008, somit vor der Insolvenz des ersten Bankhauses in den USA im September 2008 und dem Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise.

Des Weiteren wird in diesem Artikel die Behauptung verbreitet, dass weltweit 17.000 Siemens-Mitarbeiter gekündigt werden sollen.

Diese Behauptung ist unwahr: Die Siemens AG plant nicht, 17.000 Mitarbeiter zu kündigen. Richtig ist lediglich, dass die Siemens AG im Juli 2008 zusammen mit den Vertretern ihrer Arbeitnehmer ein weltweites Programm zur Senkung der Vertriebs- und Verwaltungskosten mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro bis 2010 verabschiedet hat. Dieses Programm beinhaltet aber gerade nicht die Kündigung von 17.000 Mitarbeitern, sondern neben einem großen Block an personalunabhängigen Kosteneinsparungsmaßnahmen auch einen Abbau an Personal, der allerdings zum größten Teil durch natürlichen Abgang, also Pensionierungen, Selbstkündigungen, einvernehmliche Vertragsbeendigungen usw. erfolgen soll.

Des Weiteren wird in diesem Artikel die Behauptung verbreitet, dass sich Peter Löscher "- in dieser Position äußerst unüblich - das Wochenende möglichst arbeitsfrei" halten würde.

Diese Behauptung ist insoweit unwahr, als Peter Löscher alleine vom 21. Juni 2008 bis zum 21. Juni 2009 an 28 Wochenenden Geschäftstermine für die Siemens AG wahrgenommen und auch an den meisten übrigen Wochenenden für die Siemens AG gearbeitet hat, etwa in der Form von Telefonaten oder Aktenstudien.

Des Weiteren wird in diesem Artikel die Behauptung verbreitet, Peter Löscher erhalte für seine Tätigkeit als Vorsitzender des Vorstandes der Siemens AG eine "Gage" von über zehn Millionen Euro. "Der Bonus ist so hoch ausgefallen, weil der VDO-Verkauf kurz vor der Autokrise einen fetten außerordentlichen Gewinn eingebracht hatte", obwohl dieser Verkauf gar nicht von Peter Löscher ausgehandelt worden wäre.

Diese Behauptung ist insoweit unwahr, als der Verkauf der Siemens VDO Automotive AG durch die Siemens AG unter der Verantwortung von Peter Löscher verhandelt und im Juli 2007 vertraglich abgeschlossen wurde. Dieser Verkauf hatte jedoch im betreffenden Geschäftsjahr 2007/08 (Bilanzstichtag 30. September 2008) keinerlei Einfluss auf die Vergütung von Peter Löscher.

Des Weiteren wird in diesem Artikel die Behauptung eines Dritten verbreitet, dass innerhalb der Siemens AG 350 Geschäftsfelder auf drei reduziert werden sollen.

Diese Behauptung ist insoweit unwahr, als die Siemens AG ihre Geschäftsfelder nicht auf drei reduziert hat. Richtig ist lediglich, dass die Siemens AG ihre Geschäftsfelder, die heute "Geschäftssegmente" genannt werden, über Business Units und Divisionen drei Sektoren zugeordnet hat, ohne dass dadurch die Eigenständigkeit der Geschäftssegmente aufgegeben worden wäre. Eine Änderung dieser Struktur ist nicht geplant.

Des Weiteren wird in diesem Artikel unter Bezugnahme auf Peter Löscher die Behauptung verbreitet, dass "früher" "die Vorstände Linie" geflogen wären, nunmehr aber ein transantlantik fähiger Firmenjet gekauft worden wäre.

Diese Behauptung ist insoweit unwahr, als die Siemens AG bereits seit dem Jahre 2001, somit auch schon vor dem Antritt von Peter Löscher als Vorsitzender ihres Vorstandes, einen transatlantikfähigen Firmenjet besitzt. Die Vorstände der Siemens AG wickelten und wickeln die Geschäftsreisen aber auch mit Linienflügen ab.

Des Weiteren wird in diesem Artikel die Behauptung verbreitet, dass die Siemens AG "angeblich" 1,5 Millionen Euro Übersiedlungskosten für ein neues Vorstandsmitglied übernommen hätte, "der als begeisterter Reiter einige Pferde im Gepäck gehabt haben soll".

Diese Behauptung ist insoweit unwahr, als die Siemens AG in Bezug auf diese Übersiedlung keinerlei Kosten für den Transport von Pferden übernommen hat.

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