Die allerärmsten Österreicher

Alle reden von den 100 Reichsten des Landes – lesen Sie hier, wem wirkliches Mitleid gebührt. Von Thomas Martinek

Ruth Elsner. Nur 1200 Euro im Monat, die Konten gesperrt und das Penthouse verludert. Mon dieu, dabei gibt es ja auch noch den petit Schrebergarten an der Cˆote d’Azur! Und wie soll man denn von der micro-micro Apanage bitte schön den Gärtner in Mougins bezahlen? Die Ärzte. Schon schlimm, da wollte man am Nachmittag eigentlich ein paar wohlhabende Privatpatienten um gutes Geld im Spital, an dem man am Vormittag angestellt ist, operieren, und dann das. Man muss streiken, weil man seinen Kassenvertrag in Zukunft vielleicht auch noch verlieren könnte. Wer hilft dann, Hippokrates?

Martin Huber. Da wird einem Ex-Bahn-Boss nicht und nicht geglaubt, dass er bei den Immobiliengeschäften seiner Frau nicht dabei war. Reiner Zufall, dass ein großer Auftragnehmer der ÖBB halt mit im Spiel war! Und dann die Sache mit den Spekulationsgeschäften: Die Aufsichtsräte hätten schon noch früh genug von den Terminkontrakten erfahren – wenn sie fällig gewesen wären! Warum jetzt schon über reine Buchverluste kleinmütig quengeln. Dafür nur mit matten 800.000 Euro abgefertigt zu werden – da versteht einer ja wirklich nur Bahnhof.

Julius Meinl. Diese schrecklich lästigen, lächerlichen Kleinanleger geben und geben keine Ruhe. Wollen doch glatt auf einer außerordentlichen Hauptversammlung den Verkauf der Meinl European Land hinterfragen. Wozu denn noch? Als ob der gute Name Meinl nicht schon genug in den Dreck gezogen worden ist. Nicht der Mohr, der Anleger hat seine Schuldigkeit getan – und jetzt soll er sich gefälligst …!

Alfred Gusenbauer. Noch keine zwei Jahre Kanzler und schon wieder die Rückkehr in die Sandkiste vor Augen! Was für eine Schmach für die Mama. Dabei ist die Partei doch ohne einen nichts. Wo sie alleine doch noch weniger ist als nichts. Ein Haufen Suderanten nämlich, arbeitsscheue Um-16-Uhr-Schlussmacher! Wolfgang Schüssel. Als Dritter Erster geworden. Das macht einem so schnell keiner nach. Und jetzt unbedankt, ungewollt, am liebsten nach Brüssel entsorgt. Aber nix da! Ein paar Fouls hier, ein paar g’stellte Haxen da, und man wird schon noch sehen, wer als Letzter vom Platz geht!

Alfred Ötsch. Da versucht man wirklich alles, um für die AUA einen dicken Schei…, äh fetten Fisch an Land zu ziehen, und dann ist es ein fliegender Fisch. Mault laut über die paar Millionen Verluste, die man halt macht, und fliegt wieder davon. Aber so sind sie halt die Scheichs. Lassen einen mit ihrem teuren Erdöl bluten und dann links liegen. Andrea Kdolsky. Mein Gott, was muss man als Gesundheitsministerin leiden, wenn man sich zu Schweinsbraten und einer kleinen Zigarette danach bekennt. Also zu dem, was 90 Prozent der Österreicher auch gern hätten. Genauso wie den flotten Partnerwechsel. Die sind ja nur neidig auf den feschen, flotten Hirsch; und dass seiner Familie das Schloss Ardagger mit seinen Jagden gehört; und dass es jetzt statt Schweins- sogar Wildschweinbraten gibt. Mathias Reichhold, Franz Lückler und Christian Trattner. 2,4 Millionen Euro Abfertigung von der Asfinag durch drei dividiert, nur weil die politische Farbe dort nicht mehr passend war. Das Geld liegt halt doch auf der Straße – und nicht am Bauernhof.

Fritz Verzetnitsch. 36 Jahre alles für die Genossen gegeben, sogar die Wahrheit! Und dann wird einem kein Penthouse mehr gegönnt; wo das vom Elsner und vom alten Flöttl doch viel größer ist; auch die für die Entlassung eingeklagten 845.000 Euro wollen nicht fließen. Was heißt da Freundschaft?
Andrea Herbersteinr. Nein, nein und nochmals nein. Auf die Politik ist als angeheiratete Gräfin und Tierparkbesitzerin wirklich kein Verlass! Da werden einem 8,7 Millionen Euro versprochen, und was wird gehalten? Ein Prozess wird abgehalten! Wo man doch so sparsam war, bei der Buchhaltung, bei den Steuern und dem Futter für die blöden Viecher …

Avaaz sammelt nicht nur online Millionen von Unterschriften, sondern begleitet seine Kampagnen oft mit öffentlichen Aktionen. In vielen Fällen, gerade bei globalen Anliegen, ist das von Erfolg gekrönt.
 

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