Wie das Geschäft mit den Apps blüht und warum Apple scharfer Wind ins Gesicht bläst

Was vor zehn Jahren die eigene Website war, ist heute die eigene App. Vom „Shazam“-Programm, das Musikstücke erkennt, bis zu sinnfreien Unterhaltungsstücken gibt es nichts, was nicht „verappt“ wird.

Das Geschäft brummt. 8,2 Milliarden Apps wurden 2010 auf Handys und ähnliche Geräte geladen – heuer sollen es mehr als doppelt so viele sein. Kein Wunder, dass Entwickler dabei noch immer vom Ferrari träumen. Nirgendwo sonst kann man mit einer 99-Cent-Anwendung so reich werden. Theoretisch.

Goldmine

Eine Goldmine ist das App-Geschäft vor allem für die Firmen, die AppStores betreiben. Knapp 120 gibt es zurzeit, der größte ist der iTunes-Laden von Marktführer Apple, der vor drei Jahren die App-Manie ausgelöst hat. 300.000 Apps (200.000 davon kostenpflichtig) werden dort angeboten. Den Steve-Jobs-Jüngern dicht auf den Fersen ist bereits Google mit seinem „Android Market“, der 230.000 Stücke listet. Wiewohl Google erst vor zwei Jahren in den Handymarkt einstieg, ist es jetzt das Smartphone mit dem höchsten Marktanteil. Der Erfolg zieht App-Entwickler an. Auch weil die rigide Geschäftspolitik von Apple schrittweise dazu übergegangen ist, alles über das eigene Bezahlsystem (iTunes-Konten) abzuwickeln. Vor allem in der europäischen Verlagsbranche stößt dies auf Widerstand, da so auch Kundendaten (vorerst) nur bei Apple bleiben.

Ähnlich sind die Plattformen beim Aufteilen des Gewinns. Pro verkaufte App gehen 70 Prozent an den Entwickler, 30 Prozent bleiben beim Anbieter (Apple, Google & Co). Für die Produktion einer guten App sind üblicherweise rund 25.000 Euro zu veranschlagen, macht bei 99 Cent pro App gute 36.000 Downloads, um überhaupt die schwarze Null zu sehen. Gern in die Geldbörse greifen Kunden nur für Spiele-Apps.

Um die Kosten bei Gratis-Apps zu senken, wird demnächst verstärkt auf In-App-Advertising gesetzt, ein Werbeformat, bei dem in einer Applikation Video-Ads oder Bildgalerien integriert sind. 55 Prozent der Smartphone-Besitzer zahlen für Apps, 30 Prozent der User investieren monatlich zwischen ein und fünf Euro. Durchschnittlich hat jeder Smartphone-Benutzer übrigens 40 Apps geladen, wobei das Interesse am jeweiligen Programm nach dem erstmaligen Download rapide sinkt. Die Begeisterung lässt rasch nach, und mehr als die Hälfte löscht die Programme wieder vom Handy.

Die Top-5-Apps nach Themen

1. NACHRICHTEN
2. WETTER
3. SPIELE
4. UNTERHALTUNG
5. SOZIALE NETZWERKE

Am relevantesten für Smartphone-Benutzer sind nach wie vor Nachrichten- und Wetter-Apps.

Das Gros der Kunden bucht seinen Sommerurlaub in den Monaten Jänner bis März. Der Rest bucht in letzter Minute.
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