Videothek am Küniglberg: Ab sofort ist ein Drittel des ORF-Programms online abrufbar

Der ORF bietet ein Drittel seiner Sendungen nun auch online an. Mit dem Start der ORF-TVthek werden sich unsere Sehgewohnheiten verändern.

Warum sonntags aus dem Wochenende nachhause hetzen, wenn man „Im Zentrum“ bequem am nächsten Tag anschauen kann oder spätnachts? Was bislang nur für „ZiB“ und „Bundesland Heute“ möglich war, gilt nun für ein Drittel des Programms. 70 Sendungen stehen eine Woche lang auf Abruf bereit, weltweit. ORF-Online-Direktor Thomas Prantner zu FORMAT: „Wir verstehen das auch als zusätzliches Service für 500.000 Auslandsösterreicher.“ Territoriale Einschränkungen (Geo-Protection) gibt es nur in wenigen Fällen, wo die Senderechte-Situation dies erfordert.

"Auch Service für Auslandsösterreicher"
Theoretisch ist Prantners Videothek am Küniglberg ja seit Monaten am Start. Den hat Brüssel aber verzögert. Erst seit Abschluss der EU-Prüfung weiß man jetzt ganz genau, was man als gebührenfinanziertes öffentlich-rechtliches Unternehmen künftig darf – und was nicht. Das ist wohl auch der Grund, warum in der ORF-TVthek vorerst nicht einmal Filme und Serien aus ORF-Eigenproduktionen abrufbar sind. Prantner: „Wir konzentrieren uns auf Eigen- und Koproduktionen. Kauffilme und -serien sind, auch aufgrund der Rechtelage, nicht geplant.“ Das dennoch beeindrucken­de Angebot wird von einer eigenen Online-Redaktion betreut. Prantners Ziel ist die Vernetzung von Fernsehen, Radio und Online zu einem trimedia­len Produkt und die Absicherung der Marktführerschaft in allen Bereichen. Prantner: „Die Videoplattform ist ein entscheidender Schritt, um unsere Medien stärker miteinander zu vernetzen und auch die Marktführerschaft von ORF.at zu stärken.“ Das Bedürfnis nach zeit- und ortsunabhängigem TV-Konsum ist gegeben. So gab die Hälfte der ORF.at-Nutzer an, Fernsehprogramme online konsumieren zu wollen.

ORF 2 hochauflösend
Der ORF sucht seine Marktführerschaft nicht nur online ab­zu­sichern. Den Gebührenzahlern soll auch vor dem Flatscreen was geboten werden. Mit 5. Dezember startet auch das zweite ORF-Programm mit der Simultan-Ausstrahlung in hochauflösender Bildqualität (HDTV-Standard 720p). Peter Moosmann, Technischer Direktor des ORF: „Die Zukunft des Fernsehens ist hochauflösend. Mit zwei HD-Kanälen sind wir der erste öffentlich-rechtliche Sender, der seine Hauptprogramme in HD ausstrahlt, und das ohne Mehr­kosten für die Seher. Im Übrigen ganz im Gegensatz zu kursierenden Plänen des Mitbewerbs.“ Hintergrund des Seitenhiebs: Mit der Einführung von HD+ in Deutschland haben sich die deutschen Privat-TV-Sender die Möglichkeit geschaffen, nach einem Jahr eine Art private Rundfunkgebühr („Servicepauschale“) von 50 Euro jährlich für ihre HDTV-Programme einzuheben.

Rainer Grünwald

TVthek.ORF.at : Die Sendungen
Mehr als 70 Sendungen stehen zur Verfügung, ergänzt durch Live-Streams von Nationalratssitzungen, Auslands-Skirennen und Fußball.
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