Touchscreens allerorten: Mit den neuen Smartphones naht das Ende der Tastatur

Hardware: Smartphones sind das Gerätesegment mit Wachstum. Kaum ein Gerät kommt mehr ohne großflächigen Touchscreen. Das große Thema sind aber die kleinen Programme – Apps.

Die Symbolkraft ist beträchtlich. Weltmarktführer Nokia war auf der wichtigsten Branchen-Veranstaltung in Barcelona mit keinem Stand präsent. Den Platz hatte Nr. 2 Samsung (im Bild: Samsung Diva) eingenommen, die zeigten, mit welchen Geräten sie die Smartphone-Revolution vorantreiben wollen: mit Touchscreen-Telefonen in allen Preisklassen. Herkömmliche Tastaturen sind immer seltener zu sehen (siehe Bildergalerie ) .

Samsung lanciert App Store
Die Koreaner strotzen vor Selbstbewusstsein und steigen jetzt sogar mit einem eigenen Betriebssystem, „Bada“, und einem eigenen App Store in den Ring. Dieser App Store soll auch den Netz­betreibern mehr Umsätze ermöglichen, als sie sie bislang von Apple oder Google gewohnt waren: nämlich null. Das ist wohl auch der Grund, warum sich die Netzbetreiber für einheitliche Standards bei App Stores einsetzen. 24 von ihnen haben sich dafür einer Allianz angeschlossen. Derzeit sind App Stores um die einzelnen Geräte-Marken herum konzipiert. Ein Nokia-Kunde kann nicht im Google-Shop einkaufen.

Der Kampf ums Betriebssystem
Was die Manager in Barcelona diesmal umtrieb, war ohnehin weniger die Hardware als vielmehr die Software. Der Kampf um die Marktanteile bei Betriebssystemen wird im Smartphone-Bereich besonders hart ­geführt werden. Zulegen konnten dort zuletzt nur Apple und Google. Google-CEO Eric Schmidt wurde in Barcelona nicht müde zu betonen, wie wichtig der Mobilfunk für den Such­maschinenkonzern sei. Das ist er auch für Microsoft, die mit Windows Phone 7 eindrucksvoll demonstrierten, dass sie sich nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen lassen.

WP7: Radikales Faceliftung
Radikal ist der Facelift, dem Microsoft sein Handy-Betriebssystem unterzog. Mit Windows Phone 7 (WP7) geht der Konzern in Design und in der Integration von Programmen neue Wege. Über den Startbildschirm steigt der Nutzer mit einem Fingertipp in seine wichtigsten Anwendungen ein. Hinter den blauen Einstiegsbuttons haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet und die Kommuni­kationskanäle intelligent integriert. Hinter dem Button „People“ etwa laufen alle ­neuen Nachrichten aus den sozialen Netzwerken und dem eigenen Adressbuch automatisch zusammen.

Microsoft steigt in den Ring
Der Nutzer braucht nicht mehr pro-aktiv in unterschiedlichen Kanälen nachzusehen und kann auch beim Antworten intuitiv und einfach entscheiden, welchen Kommunikationsweg (SMS, Mail, Posting …) er nimmt. Nach dieser Logik wurden auch die Büroprogramme neu organisiert, wo Outlook, SharePoint, OneNote und Office zusammenlaufen. Die Microsoft-Suchmaschine Bing kann ein paar Tricks mehr, am Handy suchen Nutzer andere Dinge als am PC. Die ersten Reaktionen auf WP7 sind mehrheitlich positiv. Tenor: Microsoft meldet sich spät, aber beeindruckend zurück im Kampf um den Smartphone-Markt. Asus, HTC, LG, Samsung und Toshiba werden Geräte mit WP7 bauen.

Barbara Mayerl, Barcelona

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