Suchmaschinenoptimierung: Legale Tricks verbessern Platzierung der eigenen Website

Die Suchmaschinen-Optimierung ist zum prosperierenden Geschäft geworden. Experten verraten, mit welchen legalen Kunstgriffen die Platzierung der eigenen Website garantiert erhöht wird.

Suchmaschinenoptimierung ist heute eine Wissenschaft, die Bände füllt. Amazon wirft allein zu diesem Schlagwort 400 Titel aus. Das Problem an gedruckter Fachliteratur: Sie ist zum Zeitpunkt des Erscheinens oft schon wieder veraltet. Die einfachere und zielführendere Variante ist, die Optimierung den Profis zu überlassen. Leider ist nicht jeder Website-Bauer auch Experte in der Suchmaschinenoptimierung. Franz Karner von essentialmind weiß, wovon er spricht: „Wir haben 300 Websites analysiert. Gerade einmal vier Sites hatten keinen Bedarf an Optimierung.“ Er resümiert: „Zwei Drittel waren oberflächlich optimiert worden, bei einem Drittel war nichts gemacht.“ Gut für Leute wie Karner, die wissen, wie die Suchmaschine tickt.

Google-Parameter beachten
Google hat rund 200 Parameter definiert, die Website-Besitzer beachten sollten. „Je mehr man berücksichtigt, umso größer ist die Chance“, sagt Karner. Diese Parameter reichen von der Programmierung animierter Website-Teile bis zur korrekten Schreibweise der Adresse. Der Suchmaschinenkonzern justiert und ändert diese Parameter. Googles Interesse ist, dass die User die Seiten finden, nach denen sie gesucht haben, und nicht die, die – zugegeben legale – Trickser nach vorne gepusht haben. Vor vier Jahren warf Google sogar bestimmte BMW-Sites aus dem Index, weil sie wiederholt das Regelwerk gebrochen hatten. Ein drakonisches Strafmittel in einem ­permanenten Katz-und-Maus-Spiel von Google mit potenziellen Geschäftemachern. Karner warnt vor Scharlatanen und weiß als ehemaliger Chef der E-Com­merce-Plattform OneTwoSold, wovon er spricht. „Wenn Ihnen jemand in zwei Wochen Topplätze verspricht, ist das unseriös. Es dauert bis zu drei Monate, bis man was merkt.“ Sein Tipp: „Fragen Sie nach Referenzen – welche Websites optimiert wurden.“

In spezielle Inserate investieren
Für viele Website-Betreiber stellt sich die Frage, ob sie mangels Aussicht, über die herkömmliche Indexierung auf guten Plätzen zu landen, nicht gleich ein paar Tausender in die speziellen Google-Inserate investieren sollten. Wer als Blumenhändler AdWords zum Thema „Hochzeit“ und „Lieferung“ kauft, wird seine Seiten oben oder rechts unterbringen können. Karner warnt vor unüberlegten AdWords-Buchungen, die ins Geld gehen können. Beliebte Suchbegriffe werden in einer Art Versteigerungsverfahren bepreist und können dementsprechend teuer werden. Eine Zahnärztin konnte beim Thema Kiefer­sanierung gute Plätze mit herkömmlicher Optimierung erreichen, weil es zur Such­strategie der Besucher besser passte. Für die Spezialzahnspange buchte sie dann doch AdWords und erzielte auf der rechten Seite bei den Bezahlanzeigen bessere Ergebnisse.

Strategien fast risikolos ausprobieren
Professionelle Optimierer wissen, was im Einzelfall die bessere Strategie ist. „Ich kann mir für 100 Euro ein AdWord für eine Woche buchen und beobachten, was passiert", erläutert Karner. Google liefert kostenlose und durchaus mächtige Analysewerkzeuge mit. Optimierer bieten solche Google-Checks an. Der Preis richtet sich nach dem Umfang der Webauftritte und reicht von 200 bis 2.000 Euro. Angenehmer Nebeneffekt: Wer seine Website für Google schön hergerichtet hat, wird auch von Microsoft oder Yahoo besser indiziert.

Barbara Mayerl

Konkrete Tipps für die Website-Programmierung finden Sie in der Print-Ausgabe ab Seite 58.

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