Service: Experten sagen, wie Unternehmen Facebook für sich nutzen

Format hat ausgesuchte Experten um Ihre An- und Einsichten zu Social Media gebeten. Lesen Sie mehr zu Philosophien und Projekten. Format hat fünf Fragen gestellt – und spannende Antworten bekommen.

Sabine Hoffmann - ambuzzador

Sabine Hoffmann - ambuzzador Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Wir sind die führende österreichische Agentur für BUZZ-Marketing mit Fokus auf Social Branding. Zu den Kunden zählen führende nationale und internationale Marken aus den Bereichen Mobile Telekom (T-Mobile, tele.ring), Elektrohandel (Media Markt, Saturn), Automotive (BMW und MINI Austria), Luftfahrt (Austrian Airlines), Finanzen (Volksbank), FMCG (Stiegl, Martini Austria, Almdudler), Kultur (MuseumsQuartier Wien), Online Recuiting (Monster) und Verlagswesen (ecowin Verlag). ambuzzador betreut die Marken 360°: vom eigenen Facebook Auftritt zur Interaktion mit den Markenfans, über Social Media Kampagnen bis hin zu Customer Service aber auch Employer Branding Aktivitäten. Gemessen wird die Social Brand an der Digitalen Reputation: den “Spuren”, die eine Marke im Internet hinterlässt.

Markus Höfinger - Wunderman PXP

Markus Höfinger - Wunderman PXP Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Für Nokia Betreuung der Facebook und Youtube Communities in 10 Ländern. Viele Kampagnen haben einen Facebook-Konnex, z.B. die Tron-Challenge, wo man gegen seine Facebook Freunde direkt auf Facebook ein Rennen spielen konnte.

Austrian Airlines Redguide (mit Gold beim DMVÖ Award 2010 ausgezeichnet): www.redguide.at plus mobile app: Kundenbindung und Markenerlebnis für red|ticket Reisende. „no prices, no offers, no hard selling – just pure lifestyle, experience and personal service!“. Ergebnis: 15% mehr red|ticket verkauft!
video: http://wunderman.com/work/redguide

Ford: aktuelle „G-Force“ Kampange auf Facebook und als mobile app: www.facebook.com/FordAustria : Mitmachen und Co-Pilot neben dem Youtube Superstar Ken Block beim Wien Drift-Event werden.

Schön, was die Konkurrenz so macht?
Sicher die Social Media-Erfolgsstory schlecht hin: Starbucks. die Marke, mit den weltweit meisten Fans auf Facebook (23 Millionen). Starbucks nutzt sein Userbase sehr geschickt, um einerseits zuzuhören und zu lernen aber auch im Produkte und Kampagnen auszurollen: etwa die Frappuccino-Kampagne von der US-Agentur Blast Radius: www.blastradius.com/work/frappuccino

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
Warum Unternehmen keine Social Media-Experten brauchen, sondern mehr Umsatz

Welcher Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Egal welche Firma und Branche: VORHER sollte es eine Strategie geben, was man auf Facebook erreichen will. Grundsätzliuch gilt: Im B2C-Geschäft mit Konsumenten lässt sich der Kundennutzen einfacher darstellen als im B2B.

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz
Social Media ist keine neue Disziplin, sondern ein weiterer Kanal im Marketing- und Kommunikationmix. Social Media getrennt von den restlichen Marketingaktivtäten zu betrachten macht keinen Sinn und wird nicht zum Erfolg führen. Denn viele Facebook-Fans alleine bringen nichts, nur wenn sie auch zahlende Kunden werden machen die Aktionen sinn – und ist dann so mancher Social Media-Experte mit seinem Latein am Ende.

Niko Alm - Super-Fi

Niko Alm - Super-Fi Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Kein Schwerpunkt, keine Spezialisierungen. Wir betreuen u.a. Drei, Red Bull MOBILE, Wien Tourismus, MA 48, Heineken, Opel Österreich. Super-Fi ist einer der ganz ganz wenigen Full-Service-Anbieter in Österreich. Wir machen Beratung, Umsetzung (inkl. Apps) und Betreuung.

Wir haben Wien Tourismus beginnend mit Anfang 2010 hinsichtlich Social Media beraten und sind seit Mitte letzten Jahres mit insgesamt 4 Facebook Pages und 2 Twitter Accounts aktiv. Darüberhinaus gibt es eine Reihe von Applikationen, die wir unterstützend gelauncht haben. In Summe haben die Seiten deutlich über 300.000 Fans und unterstützen Wien Tourismus, die sich ihre Accounts prinzipiell selbst verwalten aber praktisch täglich in der Arbeit.

Im Rahmen der globalen Strategie von Heineken (mit 1,9 Mio Fans auf der Page) betreuen wir die österreichischen Fans auf Facebook. Daneben gibt es eine Reihe von Kampagnen (Heineken Music, Star World Wour, UEFA Champions League), die mittlerweile in Social Media ihren Schwerpunkt haben.

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
Social Media lässt sich nicht durch Fachliteratur erlernen. Natürlich sollten die einschlägigen Blogs permanent mitgelesen bzw. die entsprechenden Twitter-Accounts verfolgt werden.

Ein genereller Tipp: mashable.com
Ein persönlicher Favorit: www.informationarchitects.jp

Welcher Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Es mag vereinzelt Unternehmen geben, wo der Aufwand bzw. die Kosten-Nutzen-Relation nicht passt. Auch ist bei vielen B2B-Angeboten ein Engagement auf Facebook zu hinterfragen.
Wirklich abzuraten ist der ehrliche Dialog nur jenen Unternehmen, die an sich schon und vielleicht sogar vorsätzlich mangelhafte Produkte und Dienstleistungen anbieten. Kritik wird berechtigterweise nicht auf sich warten lassen und wenn keine konkrete Fehlerbehebung erfolgt auch nicht enden.

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz
Kein Unternehmen kann kontrollieren, was über seine Marke kommuniuziert wird, sondern sich nur dem Dialog stellen.

Dani Terbu - Coolhunting

Dani Terbu - Cool Hunting Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Meine Schwerpunkte sind Community Management und Community Building (Digital Relations) und die Entwicklung von kreativen Social Media-Konzepten.

Ich betreue unter anderem die Marke Julius Meinl Kaffee in allen Social
Media Belangen. Der Fokus liegt heuer auf dem "Poetry Café", einem
virtuellen Kaffeehaus, das neben Magazin-Beiträgen auch auf die
Verknüpfung mit Social Web Services wie Twitter, Facebook, Instagram
und YouTube setzt. Das Ziel: Inspiration, die man früher im Kaffeehaus
fand, online zu verbreiten. Die Tasse Kaffee darf dabei natürlich
trotzdem nicht fehlen.
Links: poetrycafe.at (deutsch), poetrycafe.com (englisch)

Schön, was die Konkurrenz so macht?
Projekt „Whatchado“ von Ali Mahlodji
In coolen Videointerviews erzählen erfolgreiche Berufstätige von ihrer Arbeit und ihrer Lebensgeschichte. Jugendliche und Quereinsteiger sollen so von der unendlichen Vielfalt des Ausbildungs- und Karriereweges erfahren. Die Videos findet man auf der Plattform whatchado.net und auf YouTube . Der Projektlaunch wurde auf Facebook begleitet und die Plattform bietet natürlich die Möglichkeit Content zu sharen. Was ich daran mag: die Leidenschaft, mit der das Team das Projekt betreibt und der Nutzen, den die Schülerinnen und Schüler daraus ziehen können.

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
Ich empfehle statt einem Buch eine Teilnahme bei einer Veranstaltung von Digitalks.at (Veranstaltungen, Workshops, Videos über Social Media & mobiles Arbeiten organisiert von Meral Akin-Hecke). Ein sehr praktischer Blog-Tipp: Für alle Fragen, Neuerungen, Herausforderungen rund um Facebook empfiehlt sich für Newbies und erfahrene Facebooker das Blog www.allfacebook.de .

Welcher Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Ich würde allen Unternehmen von einer eigenen Facebook-Fanpage abraten, die nicht bereit sind, offen und transparent zu kommunizieren, die sich vor Dialog fürchten und keine Ressourcen für die Kommunikation über diese Plattform bereitstellen wollen.

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz.
Wenn es sich nicht gerade um eine der großen Marken handelt, wartet niemand darauf, dass Sie eine Facebook-Präsenz starten – daher überlegen Sie vorab gut, was der Nutzen sein wird, den Sie stiften wollen. Produktwerbung ist übrigens kein Nutzen ;-)

Anita Eggler - Social-Media-Satellit von PKP BBDO

Anita Eggler Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Ich bin auf Strategie und Content spezialisiert und teile dieses Wissen in Vorträgen und maßgeschneiderten Workshops. Sobald der operative Part beginnt, empfehle ich nationale und internationale Agenturen, von denen ich zu 101 Prozent überzeugt bin und helfe bei der Auswahl mit Briefing und Pitchberatung.

Meine drei Social Media Workshops liefern folgendes: Social Media Strategie und internationales Benchmarking, das A bis Z der individuellen Social Voice, Content- und Crossmedia-Konzept, Redaktionsplan, Workflow- und Analysewerkzeuge, Guidelines zum Umgang mit Social Media in der internen und externen Kommunikation – und jede Menge Motivation, Inspiration und Tatkraft.

Meine jüngsten Projekte sind so neu, dass es da noch keine Ergebnisse gibt, aber tolles Feedback.

Schön, was die Konkurrenz so macht?
www.paywithatweet.com : Der Empfehlungs-Tweet als neue Währung für das Herschenken von Büchern, Studien, Songs und Freibier. Die Mechanik: Wer das Angebot tweetet, erhält es. So einfach ist Paywithatweet, eine effiziente Geheimwaffe für Wissensarbeiter und Empfehlungsmarketiers.
Damit dieser Tipp einen doppelten Mehrwert hat: Für einen Tweet verschenken die Kreativköpfe hinter der Applikation ihr lesenswertes Online-Marketingbuch. Warnhinweis: Das Werk ist eher für Anfänger als für Experten.

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
Anette Schwindt: „Das Facebook-Buch“, 2. Auflage, Mai 2011
Reto Stuber: „Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter Xing & Co.", 4. Auflage, Juli 2011

Welcher Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Jeder Firma, die nicht bereit ist, vor dem Social Media-Start ihre Hausaufgaben zu machen. Hausaufgaben sind u.a.: Benchmarking, Strategie, Konzept, KPI, Richtlinien, Redaktionsplan, Workflow, Analysetools, Ressourcen, Budget.
Was mir selbstverständlich scheint und Teil meiner Workshops ist, ist Grund für das Social Media Versagen vieler Unternehmen, die aus Adabei-Druck einfach mal eine Fanpage eröffnen – das ist gratis und umsonst.

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz
Social Media Marketing ist perpetual beta: Be a warrior, not a worrier.

Philipp Pfaller - Limesoda

Philipp Pfaller Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Konzeption, Aufbau und Betreuung kompletter Social Media Auftritte inkl. Blog, Facebook, Youtube, Twitter für www.facebook.com/SamsungAustria

Social Media Marketing und Lancierung einer virtuellen Girl-Band über Facebook & Youtube für Stroh Rum. www.facebook.com/STROH.International

Aufschneider (HOANZL): Erfolgreiches Social Media Marketing und Live-Betreuung für die zweiteilige Fernsehserie mit dem Ziel, die gleichzeitig erschienene DVD zu verkaufen. Spontane Entstehung mehrerer Facebookseiten mit tausenden Fans. ( www.hoanzl.at/aufschneider.html , de-de.facebook.com/Aufschneider)

Statusmeldung.at : Erster Facebook-Roman mit dem Roman-Protagonisten Julian Kippendorf als Facebook-Charakter ( www.facebook.com/julian.kippendorf )

Schön, was die Konkurrenz so macht?
Im Kampf für längere Öffnungszeiten in der Wiener Innenstadt wurde der Barbara Streisand Song auf Ursula Stenzel umgetextet. Besonders ist dabei, dass das Original-Video mit Größen der österr. Musik- und DJ-Szene exakt nachgedreht wurde. Auch der vor kurzem verstorbene Supermax ist darin zu sehen: Vergleichsvideo ; Einzelvideo

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
http://allfacebook.de/

Und für Fortgeschrittene Themen/Coole Kampagnen: www.socialnerdia.com

Welcher Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Wer Angst hat, dass KundInnen auch das Kleingedruckte in den AGBs lesen oder die eigenen Produkte mit der Konkurrenz vergleichen, sollte draußen bleiben! Wer es gut macht und authentisch rüberkommt, wird in jeder Branche Erfolge haben können. Auf der anderen Seite ist kein Unternehmen vor Krisen im Social Web sicher.

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz?
Auf Facebook zu sein heißt nicht, mehr zu verkaufen. Es geht da meist mehr um Kundenbindung.

Rainer Kargel - Strobl Kriegner Group

Rainer Kargel - Strobl Kriegner Group Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Wir betreuen eine breite Palette an Kunden und Projekten. Spezialisierung gibt es keine. Zu bemerken ist, dass größere Kunden mehr in die Erarbeitung und Implementierung einer Strategie investieren und kleine Unternehmen oft recht salopp (und intuitiv richtig) in die Umsetzung gehen. Beide Vorgehensweisen sind erfolgreiche Ansätze, wenn sie zum eigenen Unternehmen und zur übrigen Kommunikationsstrategie passen!

Aus der Kategorie „klein aber fein“: der Facebook-Auftritt des Linzer Café & Restaurant Cubus im Ars Electronica Center ( facebook.com/cubus.at )! Fein gestylt, aber unaufgeregt. Wichtigstes Feature: Eine App mit dem täglich aktuellen Mittagsmenü. Über die „Teilen“-Funktion können eigene Freunde zum gemeinsamen Essen eingeladen werden. Mehrmals wöchentliche pointierte Posts („Gruß aus der Küche“) halten die Fangemeinde bei Laune. Von null auf (fast) 1.000 Fans in einigen Wochen durch generisches Wachstum.

Schön, was die Konkurrenz so macht?
Bemerkenswert positiv ist der Blog und die Facebook-Integration von karriere.at . Ein gelungenes Beispiel, wie relevanter Content, gut recherchiert und redaktionell auf den Punkt gebracht, eine Kundengruppe dauerhaft binden kann. Und das in einem a priori nicht leichten Umfeld: Welcher Arbeitnehmer outet sich schon gerne als Fan einer Jobvermittlungsplattform?

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
allfacebook.de und „ Thomas Hutter´s Social Media Blog “ geben eine gute Übersicht über aktuelle Entwicklungen, socialmediaradar.at und socialmediaranking.at für tagesaktuelle Statistiken. Nach wie vor gültig sind die 95 Thesen des „Cluetrain-Manifests“. Unbedingt lesen: sämtliche Guidelines auf Facebook, bevor man startet. Und – besonders wichtig – einen Abend in der Bar um´s Eck verbringen, damit man nicht vergisst, wie Kommunikation zwischen Menschen funktioniert.

Welcher Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Jedes Unternehmen IST bereits Bestandteil von facebook – sei es als Inhalt von Diskussionen, als angelegter Ort oder es existiert gar bereits eine „Fanpage“ (auch wenn man selbst nicht der Urheber ist). Die Frage lautet also: Will ich meinen Teil zur Diskussion oder – bei negativen Berichten – Objektivierung beitragen?

Ausschlussgrund nach Branche gibt es definitiv keinen – aber möglicherweise eine Eigenschaft: Sollte man nicht bereit für Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz sein, ist ein wahrer Dialog ausgeschlossen. Alles andere wird gnadenlos enttarnt.

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz?
Social Media ist Mundpropaganda im Web. Vergessen Sie „Media“ – das Soziale, Zwischenmenschliche und der Dialog zählen.

Thomas Schmid - Friendly Fire

Thomas Schmid - Friendly Fire Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Es gibt keine Wunderdroge „Social Media“. Facebook und all die anderen sozialen Netzwerke können ihre volle Kraft für Marken nur vernetzt mit anderen Medien entfalten. Darum arbeiten wir an Digital Brand Identities. Das ist die Verknüpfung von Mobile, Social und Web.

Derzeit bauen wir eine digitale Media Plattform für 10 Länder in Central and Eastern Europe auf. Aus einer zentralen Content Library fließen die Artikel – adaptiert auf das jeweilige Medium – in Webpage, Mobile Portal, Social Media, iPad Magazin oder Smartphone App mit Newsfeed ein. Die Rolle von Facebook liegt dabei im Aufbau eines Dialoges mit den LeserInnen.

Schön, was die Konkurrenz so macht? Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
allfacebook.de, die Fanpage von Philipp Roth und Jens Wiese demonstriert die Kraft von Facebook und ist die Empfehlung für den Blog-Tipp zugleich. Es ist der Beweis, was relevanter Content auf Facebook zu leisten vermag. Die Jungs legen es nicht darauf an, mit Marketing-Tricks die Anzahl der Fans zu pushen. Sie bauen alleine auf Grund ihrer Whitepapers, Tipps und Case Studies eine Facebook Community auf, die ihnen für ihr Marketing-Unternehmen Kunden bringt.

Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Allen Organisationen, Unternehmen und Personen, die etwas zu verbergen haben. Facebook heißt Öffentlichkeit und ist der Motor vieler Demokratiebewegung. Ein Widerspruch in sich ist dabei das Unternehmen Facebook, das sich über viele Rechte seiner User oft hinwegsetzt!

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz?
Du sollst nicht lügen.

Michael Kamleitner - Die Socialisten

Thomas Schmid - Friendly Fire Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
1. "Die Socialisten" ist eine Wiener Agentur die sich seit 2007 (als erste österreichische Agentur) auf die Konzeption & Umsetzung von Marketing-Lösungen auf Facebook & anderen Social Media Plattformen konzentriert und seither weit über 100 Brand-Pages und -Applikationen erfolgreich umgesetzt hat. Zu unseren Kunden zählen Axel Springer/Bild.de, Bertelsmann, Gruner + Jahr/Financial Times Deutschland, und Hitradio Ö3.

Als erstes und bisher einziges Projekt aus Österreich, wurde " Mein Klub " von Facebook Inc. auf der offiziellen Seite Facebook-Studio.com als Showcase für erfolgreiches Marketing auf der Facebook-Plattform ausgezeichnet:

Das Hitradio Ö3 war 2008 eine der ersten großen, österreichischen Marken, die mit ihrer Fan-Page ( facebook.com/oe3 ) eine offizielle Präsenz auf Facebook eröffnet haben.

Schön, was die Konkurrenz so macht?
Der Levis Friends Store ( store.levi.com ) ist ein ausgezeichnetes Beispiel für Social Commerce - mit Hilfe der Facebook Social Plugins wird die Shopping-Experience des Kunden personalisiert ("welche Produkte gefallen meinen Freunden"), wobei die entstehenden Signale / sozialen Gesten ("Like") gleichzeitig als virales Transportmittel genutzt werden.

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
Einen sehr guten Einstieg in das Thema "Social Media Marketing" findet sich im Buch " Follow me " (Karim Bannour, Anne Grabs):

Ebenfalls gut, wer es lieber englisch-sprachig mag:
The Social Media Bible

Welcher Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Niemandem, jedes Produkt und jede Branche mit einer existierenden Zielgruppe bzw. Stakeholdern (Kunden, Benutzern, Mitarbeitern etc.) wird im Social Web vorkommen bzw. thematisiert werden - ob mit oder ohne Zutun des Brand-Owners / des Unternehmens / der Organisation.

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz?
Erfolgreiche Social Media-Aktivitäten eines Unternehmens sind strategisch in das Gesamt-Marketing-Konzept integriert und werden von der Unternehmens-Kultur mitgetragen. Brand-Owner begreifen "Social Branding" als partizipativen Vorgang - die Community, Benutzer, Kunden haben grossen Anteil an der Gestaltung der Brand-Identity. Alle Aktivitäten im Social Web werden durch laufende Erfolgs-Messung und Benchmarks legitimiert.

Thomas Holzhuber - Impaction

Thomas Schmid - Friendly Fire Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Wir betreuen Kunden aus Industrie, Medien, Handel und Dienstleistungsbranche, u.a. OMV, Bewag, Verbund, Falter, Bawag PSK.

Monsterhetz, Jugendkampagne BAWAG P.S.K.
MINI Countryman
Austrian Airlines: Redticket (dafür haben wir CCA Silber, DMVÖ Silber, Goldener Hahn Gold und Multimedia Staatspreis gewonnen)

Schön, was die Konkurrenz so macht?
Best Buy: Twelpforce : Kundendienst mit Twitter

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
Lisa Gansky: The Mesh. Josh Bernoff: Empowered. Guy Kawasaki: Enchantment. Jay Miles: Conquering YouTube. Amy Shuen: Web 2.0. A Strategy Guide. Jennifer Aaker: The Dragonfly Effect. Olivier Blanchard: Social Media ROI.

Judith Denkmayr - Digital Affairs

Thomas Schmid - Friendly Fire Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Medien (ATV); Öffentliche Einrichtungen (Wiener Linien), Finanzunternehmen (Card Complete), Handel (dm drogerie markt)

Konkrete Projekte:

dm drogerie markt: betreuen wir seit dem Launch im Juni 2010, Beratung in strategischen Belangen, Konzeption Facebook Apps, Locations Based Markting, und Bloggerrelations. Bei dm drogerie markt wird großer Wert auf das Miteinbeziehen der UserInnen, Kundenservice und eine lockere Kommunikation auf Augenhöhe gelegt, qualitativer Fangenerierung statt zahlenorientierter. Die Interaktion auf der Seite (65.000 Fans) ist mittlerweile enorm.

ATV AmPunkt: Die Seher/User des Politik-Talks AmPunkt können über verschiedene Kanäle (Blog, Facebook, Twitter, Facebook Livechat, Video, Email) Fragen und Kommentare zur Sendung abgeben - auch während der Livesendung. Fragen werden direkt in der Sendung an die Talkgäste gestellt.
Außerdem: Livestream der Sendung am Blog und in Facebook, Facebook Umfrage Applikation für repräsentative Umfragen unter Österreichischs Facebook User.

Schön, was die Konkurrenz macht?
Ich finde den Facebook Auftritt der MA48 sehr gelungen. Sympathisch, unterhaltsam, mit einem Augenzwinkern werden Informationen und Anliegen kommuniziert. (Super-Fi)

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
Englische Wikipedia zu Begriffen wie Social Web, Social Networks, Social Media Marketing, Blogs, Stream oder www.wired.com/epicenter

Welcher Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Firmen, deren USP die Diskretion ist - wie etwa eine Liechtensteiner Privatbank.

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz
Reden Sie wieder mit ihren Kunden. Sie haben sich lang genug hinter Textbausteinen und Corporate Wordings versteckt.

Gerhard Handler - the diamond:dogs group

Thomas Schmid - Friendly Fire Was sind ihre Schwerpunkte? Was sind aktuelle Referenzprojekte?
Sport/ Lifestyle/ Technologie/ B2B/ Handel/ Telekommunikation/ Behörden/ Ministerien

Konkrete Projekte:

• Your HEADline goes World Cup: User konnten via Facebook-Applikation kurze Slogans (HEADlines) posten und Freunde zum voten einladen. Aus den Top30 wählten die HEAD Ski Stars Lindsey Vonn & Maria Riesch die aus ihrer Sicht beste HEADline aus. Diese wurde dann beim Weltcup-Rennen in St. Moritz und Garmisch 2010 prominent auf den Racing-Skiern der Stars platziert und verschafften so der Autorin “weltweiten TV-Ruhm” („Win your moment of world-wide fame!“). Die Skier mit der User HEADline erzielten im Fernsehen bei Interviews und im Zielbereich hohe Aufmerksamkeit für den Launch der offiziellen HEAD Ski Fanpage auf Facebook (Anfang 2010). Die Gewinnerin konnte sich über die eigens produzierten Skier mit der HEADline und den Unterschriften der HEAD Stars Vonn & Riesch freuen.

• Laufendes Social Media Management sowie Applikationsentwicklung für HEAD Tennis und HEAD Ski auf Facebook sowie Vernetzung mit Web, Mobile und Social (Twitter, Youtube).

Schön, was die Konkurrenz macht?
Tipp-Ex – „A Hunter shoots a Bear“
Kampagne: hervorragend umgesetzte, außerordentlich unterhaltsame, aufmerksamkeitsstarke und höchst virale Kampagne, die zur Marke passt und einer an sich eher nüchternen Marke einen sehr sympathischen Touch verleiht.

Klassiker:
Burger King - „WHOPPER Sacrifice“: subversiv & funny, entspricht perfekt einer Stimmung in der (damals rasch wachsenden) Facebook-Community.
Foto-Tagging-Kampagne von IKEA Schweden: frühzeitige und innovative Nutzung der Tagging-Funktion auf Facebook.

Welches Buch oder welchen Blog sollte man gelesen haben, bevor man an Social Media-Projekte geht?
Mit einem Buch ist man in Sachen Social Media nie up-to-date. Selbst die halbwegs guten Exemplare fassen nur zusammen, was aus Blogs und anderen Online-Quellen ohnedies schon längst bekannt ist. Social Media ist online und Echtzeit, kann daher auch schlecht in der Theorie „erlebt“ werden, sondern vor allem „by doing“ in der praktischen Umsetzung mit Kunden.

Die Blogs wiederum blühen. Jeder ernennt sich selbst zum Social Media Experten, der immer „10 Facebook Tipps für dies“ und „7 Social Media Regeln für das“ parat hat. Dennoch gibt es einige Seiten, die durchaus informativ sind:

• Technologie: techcrunch.com
• News: target="_blank">mashable.com
• Negativbeispiel: socialmediaexaminer.com – eine typische „How to“- & „10 Tipps“-Seite, die zwar nicht unbedingt falsche Aussagen macht, aber dennoch den Eindruck erweckt, Social Media Management sei eine Art „Selfman-Hobby“, dass jeder ganz einfach nebenbei betreiben kann.

Welcher Firma/Branche würden Sie von Social Media abraten?
Unternehmen/ Produkte/ Branchen, deren Kundenkreis (quantitativ) so klein ist, dass sich kaum ein Netzwerkeffekt entwickeln kann. Auch Unternehmen, deren Produkt bzw. Dienstleistung so diskret oder speziell sind, dass die erforderliche Transparenz, die Social Media Kommunikation erfordert, nur schwer umsetzbar ist.

Mein/unser wichtigster Glaubenssatz
Digital Triple Play, d.h. Social Media ist inzwischen ein ganz wesentlicher, aber nicht der einzige digitale Kommunikationskanal für Unternehmen und Marken. Social Media ist daher nicht alles und kann seine Wirkung nur im ganzheitlichen Digital Triple Play (Web/Mobile/Social) voll entwickeln.

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